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Der Israelit · 1895-03-18 · Heft 22 (18.3.1895) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 22 (18.3.1895)
Date
1895-03-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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jede Zeile dieses Schriftsatzes strotzt, sei darum nur die eine, die in nuce dem Verstorbenen y'st den Vorwmf der Heuchelei und Gesinnungslunperei macht, hier kündigst zurückgewiesen. Es ist unwahr, daß Oberrath Altmann y'ai die Mitglieder der Karlsruher Reiigionsgesellschaft „pflichtgemäß" öffentlich von der Absonderung abmahnte. Der famose, oberräthliche Erlaß vom 24. Febr. 1870, auf den hier angespielt wird, trug die Unterschrift Altmanns nicht, sondern war abweichend von der sonstigen Praxis, nur von dem Mtnisterialcommiffar Frey gezeichnet. Und die Eingeweihten, und der Abfasser einer derartigen Denkschrift mit solcherart Jnvectiven sollte auch zu diesen gehören, wissen, daß Oberrath Altmann mit seiner Demission drohte, falls ihm die Unterzeichnung jener „Ansprache" angemuthet würde, einer Ansprache, de zerfetzt und dem Hohne preisgegeben zu haben, zu den literarischen Ruhmesthaten Samson Raphael Hirsch's gehört! Und die Eingeweihten wissen ferner, daß lediglich das körperliche Unbehagen des herzleidenden Mannes, dessen Tod jäh eine große Aufregung herbeiführte, ihn davou zurückhkelt, das ganze Schwergewicht seiner Autorität zu Gunsten der Seite in die Wagschole zu werfen, zu der seines ganzen Lebens Leben ihn hknzog, weil nur dort wahrer, treuer Väterglauben, nur dort wahre Opferwilligkeit und Opferbereitschaft, nur dort alle die Tugenden und Eigenschaften gefunden wurden, die der Stolz der Gemeinde Jakobs von jeher waren. Wir haben in unserem früheren Artikel über die Badische Synode das Schwinden und Fehlen jenes echtjüdischen Empfindens, den Mangel an alter jüdischer Denkungsart bei den derzeitigen Machthabern der Badischen Judenheit beklagt und darauf den religiösen Verfall in Stadt und Land in erster Reihe zurückgeführt. Man hat uns bis in die Kreise unserer Freunde hinein dieses offene Wort verdacht und seine Richtigkeit bestritten. Wir hätten? gewünscht, unsere Ansicht, an der wir übrigens , trotzdem unbeirrt sesthielten, nicht so rasch und : dteserart durch die Gegenseite gerechtfertigt zu sehen.! Oder kann darüber noch immer ein Zweifel obwalten, - daß weß Geist noch in den Zelten Sem's weilt, J wer getränkt und erfüllt von jenem Sinne unbeschränkter Ehrfurcht und Hochachtung für die Träger des Gotteswortes, der das edelste Erbgut des echten, wahren Jehudi ist, wer nach alter Sitte in den Gesetzeslehrern Israels die Lebensadern Israels steht, daß dessen Feder sich sträuben und nimmermehr dazu hergkben würde, einem tobten ddh Tobn Worte des Nachrufes wie die obigen zu widmen? Zeitungsnachrichten nnd Correspoudenzen England. Bs. London, 4. März. Gestern fand die Monatsversammlung der Anglo Jewish Association unter der Leitung des Vizepräsidenten F. D. Mocatta statt. Derselbe widmete dem dahtngeschiedenen Herrn Avigdor, dem eifrigen Mitgltede der Gesellschaft, tiefempfundene Worte, die lauten Beifall fanden. Alsdann wurde Mr. B. Kisch unter Anerkennung seines Wirkens für den Verein zum Vizepräsidenten mit Akklamation gewählt. Von den eingegangenen Nachrichten heben wir hervor die Eröffnung der Mädchenschule in Bagdad mit 25 Schülerinnen, von den Bewilligungen 2000 M. für die Talmud-Thora in Salonichi, 800 M. für die Schule in Brussa, 400 für dieselbe in Crajowa und 560 M. für die Schule in Tetuan. — In einer Versammlung des Western Bnet Zion Tent am Sonnabend wurde beschlossen, daß sich der Verein an der Pflanzung des Ethrogrim-Gartens Gan Schmul in Palästina bethetligen solle. Ebenfalls wurde die eifrigste Unterstützung der neu angeregten Montefiore-Kolonie bestimmt und Dr. Grünwald, Oberrabbtner in Bulgarien einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Anzeigen. Für den folgenden Thell ist die Redaction nicht verantwortlich. fif/e.zer/dngen Sie dusclrück/tc/i. Wen z/e/fäch höchst prörrwrtnn: Cossmanns gebr Java-Kaffee %u 85,30,<95,ZOOPfg.p.k> ä Pdckei. A.Cossmann Köln-Deutz. Ohne prelMiiWag! Auf unter Aufs. I Uy Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Tr. Frank in Köln. Man erbitte Preiscourant. Schuhmachergeselle findet 'S, sofort Arbeit bei einem Meister, bei welchem Samstags und Feiertage streng g schlossen ist. Gesl. Off. nmer J. G. 1598 besörd. d (Srp d. d. Bl. Lehrling Ä. SS: Feiertage geschl. (1630 Geschw. Troftdorf, Köln, Stahlwaa« en-EngroS u. Export. Gesucht iviid per sofort oder 1. April ein mit der Biannttveindranche angeh. vertrau'er junger Mann, lIsr.) f,",r die Reise van L. ÄZcrtheimcr, Durbach i. Baden. Elsässer od. Badener erhalten den Vorzug. Gehaltsansprüche nebst Photogr. sind erbeten. (1605

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