Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 21 (14.3.1895)
- Date
- 1895-03-14
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Zinsen der Stiftung Cräjmieux 1,681; Schulgeld 825; verschiedene Oescheuh, 1,082; Pension der bezahlenden Schüler (grösstentheils von Herrn Baron E. v. Rothschild bezahlt) 9,079; Einnahmen aus den Werkstätten 5,8 1 9; Total 73,627.15 Fr an cs. N o t i z. Jerusalem. Der Verein für wissenschaftliche Erforschung Palästinas, welcher in Leipzig seinen Sitz hat, beabsichtigt, ein neues Gebiet in den Bereich seiner Thätigkeit hinein zu ziehen. Die Forschungen des genannten Vereins bezogen sich seither vorzugsweise auf die Alterthümer, die Geschichte, Ortskunde und Sprachen des heiligen Landes. Gegenwärtig soll auch das Naturwissenschaftliche desselben beobachtet und bearbeitet werden. Man will mit meteorologischen Beobachtungen in Palästina und dessen nächster Umgebung den Anfang machen. Zn einer Besprechung bezüglich der dahin gehörenden Gegenstände, insbesondere zur Begründung der erforderlichen Beobachtungsstationen, wurde in Jerusalem am 18. Juni 1894 eine Abendversammlung gehalten. Geleitet wurde dieselbe von Dr. Blankenborn, einem Geologen von der Universität Erlangen, der früher schon Kleinasien durchreiste und jetzt neuerdings im Aufträge des Leipziger Gelehrten - Vereins für Palästina das heilige Land behufs naturwissenschaftlicher Beobachtung durchforscht hat Auf den Vorschlag dieses Herrn wurden Beobachtungsstellen in und bei Jerusalem, im Thale des Jordan, in der Nähe des Todten Meeres, im Hochlande jenseits des Jordan, im Gebiete des Sees von Tiberias bis zum Gr. Hormon und Damaskus hin in Aussicht genommen. Die Hersendnng der erforderlichen Beobachtungsinstrumente von Seiten des Leipziger Vereins wurde zugesagt. Die für die Beobachtungen geeigneten Persönlichkeiten waren unschwer zu finden. Sie wurden aus den Leitern der Schulen, Bildnngsanstalten, Hospizen der in Bede stehenden Orte und Gegenden genommen. Dr. Blankenborn erzählte auch im deutschen Hospiz, dass die Absicht, das Todte Meer durch einen Dampfer befahren zu lassen, verwirklicht werden solle. Der Dampfer wird in Amsterdam gebaut. Er soll das nordwestliche Ufer des Todten Meeres mit dem östlichen, wo die nicht unbedeutende, von räuberischen Mohammedanern und schismatischen Griechen bewohnte Stadt K e r a k liegt und s >nst viele Erzeugnisse von Heerden, Getreide, Pferden u. s. w. sich finden, in Verbindung setzen. Gegen fünfzig Personen soll der Dampfer auf nehmen können. Man sagt, der Sultan sei sehr für das Vorhaben eingenommen. Die Beduinen von diesseits und jenseits des Meeres werden wenigstens zu Anfang seine Ausführung mit grossem Widerwillen sehen, da dieselbe die Karawanenverbindnng mittels Kameelen entweder vielfach überflüssig machen, oder derselben erst andere, neu herzustellende Richtungen anweisen wird. Uebrigens wird es mit der Dampfschifffahrt auf dem Todten Meere noch gute Wege haben, denn vorerst werden die türkischen Beamten in Frwägung ziehen, ob für sie selbst ein guter Schnitt dabei zn machen sein dürfte; alles Uebrige ist ihnen Nebensache. All die wohllöbl. Vorstände der israelitischen Cultusgemeinden! lat der Nothstand unserer Brüder im heiligen Lande da« ganze Jahr hindurch ein «ehr beltlagenswertlier, ao ateigert aich derselbe noch bedeutend beim Herannahen dea Pessach-Festes. Um Veranstalten von beaonderen Sammlungen znm Beschaffen von niXD und anderer Lebensmittel zur unnn |D1 Für die Motb leidenden im Lande der Väter bittet darum innigat Dr. A. Salvendi. Zusammenstellung der im Jahre 1894 vom Unterzeichneten gemachten Sendungen. In den Monaten i> n r> » n n v n n 7> n » D 7> V Die in früheren Januar und Februar laut Specifikation in Nr. 512 März and April, w , 518 Mai und Juni, „ 524 Juli und August, 7) „ 530 September und Okt., n „ Ti * 536 November und Dez., „ n „ 542 4841 Mark 50 Pfg 3862 „ 50 „ 5359 „ 50 * - 5555 „ 14 „ 4506 „ 68 „ . 5643 , 58 „ Jahren gemachten Sendungen betrugen Zus. 29,268 M. 90 Plg. . 512,602 „ 36 , Gesammtsumme: 541.871 JML 26 Ptg. Dürkheim a. d. H., n"nn rpto l"', 13. Januar 1895. Dr. A. Salvendi, Bezirks-Rabbiner. Druck der Joh. Wirth’schen Hofbuchdruckerei Actien-Gesellsch&ft, Mainz.