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Der Israelit · 1895-03-07 · Heft 19 (7.3.1895) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 19 (7.3.1895)
Date
1895-03-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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368 Ipat man nun bei der jüngsten Wahl die religiöse Richtung der weltlichen Abgeordneten aus den eingangs bezeichnten Gründen nicht in den Vordergrund gestellt, so muß das bei der nächsten Wahl umsomehr geschehen. Dann muß es suf der ganzen Linie heißen: „Die Männer des echten wahren Judenthums alleweil Vorne voran!" Indien. Bombay. Von der Ausdehnung, die die jüdische Journalistik genommen hat, legt auch die Thatiache Zeugniß ab, daß hier eine Zeitung für die Beni Israel in der Mahrattcnsprache erscheint, die sich die Leuchte Israels nennt. Eingesandt An »osrrr geehrten CoUtgtn imj deutschen Reiche! Der Vorstand des isr. Lehrervereins im Großherz. Hessen hat feine Mitglieder zur schriftlichen Metnungsabgabe in Angelegenheit der Grün düng eines unter Leitung und Oberaufsicht des deutsch-iSraelitischen Gemeindebundes in Berlin stehenden, deutsch-israelitischen Lehrerbundes auf. gefordert. Da wir voraussetzen, daß auch Sie seitens Ihres Vereines eine ähnliche Aufforderung erhalten haben, so erlauben wir uns — im Interesse der Sache — Ihnen nachstrhcndes, heute von uns an den Vorstand des isr. Lehrerveretns im Großh. Hessen adgesandtes Protestschreiben mit der erg. Bitte vorzulegen, falls Sie mit uns gleicher Gesinnung sind, in ähnlicher Weife Stellung Ihrem Vereine gegenüber nehmen zu wollen. Mainz, 4. März 1895. Mit collegialischem Gruße Joseph Kahn. Abraham Oppenheimer. Löbl. Vorstand des i8r. LehrervereinS im Großherz. Hessen! Mainz, 4. März 1895. Die Unterzeichneten Mitglieder des isr. Lehrervereins im Großherz. Hessen legen hiermit Protest ein gegen das statuienwldrige Verfahren des Vorstandes des isr. Lehrervereins im Großherz. Hessen — über eine der wichtigsten, die Selbstständigkeit der isr. Lehrer betreffende Frage auf schriftlichem Wege die Vota seiner Mitglieder einzuholen —, worin sie nur eine Vorschubleistung für die Bestrebungen des Gemeindebundes in Berlin, der in unberechtigter und unbefugterWeise in die Angelegenheiten der isr. Lehrer des deutschen Reiches sich zu mischen und ihre Selbstständigkeit zu beeinträchtigen beabsichtigt, trbtlden tonnen. Als man vor zwei Jahren von gewisser Seite das Interesse der iSr. Lehrer Hessens zu benachtheiligen den Anlauf nahm, berief der Vorstand des isr. Lehrer Vereins in richtiger Würdigung der Sachlage eine außerordentliche Generalversammlung nach Darmstadt. Heute, wo nicht minder wichtige allgemeine Interessen des gesammten deutsch-isr. Lehrerstandes zu wahren sind, läßt sich derselbe Vorstand von dem Ausschüsse des Gemeindebundes Vorschriften zu einem statutenwidrigen Schritte machen und steht von der Berufung einer Generalversammlung ab. Wir legen ferner schon im Voraus Protest dagegen ein, wenn der Vorstand der iSr. Lehrer im Großh. Hessen Delegirte zu einer vom Gemeindebunde nach Berlin berufenen Delegirtenve, sammlung ernennen würde, selbst auch in dem Falle, daß die Mehrheit der Vereinsmilglieder sich dafür erklären würde. DaS Recht einer solche«! Delegirtenernennung steht der ordentlich einberufenen Generalversammlung, nicht aber dem Vorstände zu. Die in der letzten Generalversaminlnng in Frankfurt a. M. ernannten Delegirten wurden nur zum Zweck einer nach Cassel von d^n verschiedenen isr. Lehrervereinen Deutschlands beabsichtigten Delegirtenversammlung zur Gründung eines isr. Lehrerbundes, aber keinesfalls zu einer Delegirtenversammlung unter Führung des Gemeindebundes gewählt. Wir legen drntens schon im Voraus Protest ein gegen jeden Schritt solcher seitens de« Vorstandes statutenwidrig ernannten Delegirten zu einer vom Gemeindebunde einberusenen Delegirtenversammlung. Da nach Punkt 11 der „Leitsätze" des Gemeindebundesausschusses dieser sich das Recht beilegt, d«n isr. Lehrerbund in Thärigkeit zu setzen, also als constiiunt zu erklären, „wenn mindestens 6 Lehrervereine mit '/g der Mitgliederzahl sämmtl cher Lehiervereine ihm angehören," so ist der Schlußsatz deS vom Herrn Schriftführer des iSr. Lehrerv. i. Gr. H. im Namen des Vorstandes versendeten Circulärs: „Cs rst jedoch selbstverständlich, daß die definitive Beschlußfassung über einen ev. Beitritt unserer diesjährigen Generalversammlung vorenthalten bleibt", ganz und gar hinfällig, und ist allenfalls, da er den Kern der Sache: mitzuwirken, daß der isr. Lehrerbund selbstständig, ohne irgend eine Beeinflussung von unbefugter Seite entstehe und bestehe, wie e8 auch der „Allgemeine Deutsche Lehrerverein" ist, nicht trifft, als weiter nichts als eine decorative Phrase zu betrachten, da die Generalversammlung des hessischen isr. Lehrerv., sobald Punkt I I der „Leitsätze" des Gemeindebundes erfüllt ist, den bereits constituirten iSr. Lehrerbund nachträglich nicht mehr rückgängig machen könnte. Und selbst wenn die Generalversammlung des Hess. isr. L.hrerv. den Beilritt zu diesem vom Gemeindebunde geleiteten und beaufstchtigten Lehrerbunde nicht genehinigen würde, hätte zum mindesten der Vorstand deS Hess. isr. Lehrerv. zur Gründung eines Lchrerbundes beigetragen, der die Selbstständigkeit und Standesehre der deulsch-isr. Lehrer tangirt. Wir werden unfern Standpunkt, der die Selbstständigkeit der denisch-isr. Lehrer wahren will, in der nächsten Generalversammlung, also öffentlich, kiarlegen und erklären weiter, daß im Falle wir in der Minorität bleiben, wir und alle die, welche mit uns gleicher Gesinnu>'g sind, auS dem Verein der isr. Lehrer im Großh. Hessen auslreren werden, weil wir un8 nie und Nimmer unter die Oberaufsicht des Gemeindebundes stellen lasten. Andererseits erklären wir uns mit Freuden bereit, alle Bestrebungen zu unterstützen, die das Zustandekommen eines selbstständigen Lehrerbundes zu ermöglichen im Stande sind. Mit aller Hochachtung Joseph Kahn. Abraham Oppenheimer. Briefkasten der Expedition. M- H. F. in Kolomea. Wir wiederholen Ihnen, daß der Anfang von „Nur eine Tochter" nicht mehr vorräthig ist. G F. in Geilenkirchen.: Israelitischer Stellcnvermittlungsverein in Hamburg. B. in P. Einmal 2 M. — nach Erhalt, Ausnahme.

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