Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 16 (25.2.1895)
- Date
- 1895-02-25
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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312 Schulen besuchen, ist in keiner Weise für den Reli. gionSunterricht der jüdischen Schüler gesorgt und dieselben wachsen heran ohne jegliche Kenntnis ihrer Religion, ja ohne auch nur recht hebräisch lesen zu können. Die bösen Folgen dieser unverzeihlichen Bernachläsfigung bleiben natürlich nicht aus und eS herrschen höchst bedauerliche Zustände in besagter Gemeinde, so daß sie viel von fich reden macht. Unser allverehrter Rabbiner Dr. Bamberger, der in der verhältnißmäßig kurzen Zeit feines Hierseins schon manches Gute geschaffen und eifrig bestrebt ist, die religiöse Erziehung der hiesigen, ihm anvertkauten Jugend in ausgiebigster Weise zu fördern, hat auch sein Augenmerk auf die traurigen Zustände in dieser Gemeinde gerichtet und die ersten Schritte unternommen, eine Besserung der dortigen Zustande Herbetzuführen. Seinem thatkräftigen, von wahrhafter Begeisterung für die Förderung unserer heil. Religion erfüllten Wesen wird es hoffentlich gelingen die Leiter der dortigen Gemeinde zur Anstellung eines ReligtonslehrerS zu veranlassen. Die Königliche Regierung zu Posen, an welche Herr Dr. B. sich bereits in dieser Sache gewandt, hat sich zu der Anregung sympatisch gestellt und hat eine diesbezügliche Aeußerunz des dortigen Vorstandes bereits eingefordert. Herr Dr. Bamberger ist vor allem aber auch bestrebt, in se'.ner eigenen Gemeinde den religiösen Sinn und die Kenntnis unserer heil. Lehre zu fördern. So ist jüngst von ihm ein früher hier bestandener, aber seit langer Zeit bereits schlummernder Verein nror zu neuem Leben erweckt worden, deffen Hauptzweck es ist, wie schon der Name besagt, das Studium unserer heil. Lehre zu pflegen. Am Sonntag, den 16. dem Todestage des im vorigen Jahre hier verstorbenen Ortsrabbiners S. Schreiber hielt Herr Rabb. Dr. Bamberger vor versammelter Gemeinde einen neon, in welchem derselbe in gewohnter meisterhafter Auslegung der Stelle Psalm 1,3 die vorzüglichen Eigenschaften des Dahtngeschiedenen schilderte, der als Tttfn großer Lehrer in Israel mit reicher Kenntnis unser heil. Lehre ausgestattet war und durch sein frommes Wort und Beispiel früher als Privatmann und später hier als Rabbiner viele seiner Glaubensgenossen auf den rechten Weg geleitet ppa ü’3"n. Dieser nach Form und Inhalt gleich schöne Nachruf hat alle Zuhörer tief ergriffen. Möge sich mit Bezug auf die hiesige Gemeinde auch das Wort bewähren nrob pn« -dt, daß das Andenken dieses pnx und seiner frommen Thättgkeit der Gemeinde zum dauernden Segen gereiche! K. vermischtes. Ein antisemitisches Blatt hatte sich aus Birnbaum berichten lassen, daß dort zwei jüdische Kaufleute dem Probst eine Summe zur Weihnachtsbescheerung für arme polnische Kinder unter der ausdrücklichen Bedingung gegeben hätten, daß ihnen dafür öffentlich im Birnbaumer Wochenblatt gedankt werde. Der Probst von Birnbaum erklärt nun jedoch öffentlich, daß diese ganze Geschichte erlogen ist. Berichtigung. In Nr. 13 in dem Aufsatze „Die Wahrhaftigkeit und die Ethik des Judenth.", 4. Spalte soll es anstatt „Dialog" richtig heißen Deeatog. In der ersten Beilage zu Nr. 15, Artikel Mainz, Seite 287, Zeile 23 v. o. muß es Votum statt Veto heißen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. mein ro# streng O gefch'offeneS Colonialwaarengeschäft eu xros wird zum sofortigen dezw. baldig. Eintritt ein milder Branche dm chauS oertiauter junger Mann für die Reise gesucht. Reflek-- tan'en, die Hessen und Bayern bereits mit Erfolg bereist haben, erhalten den Vorzug. Off. u. N. L. 1124 o. d. Exp. d. Bl. erb. Vdum sofortigen Eintritt suche (0 einen kräftigen Lehrling für meine Metzgerei u. Wurstlerei, roitf geschlossen. (1102 $. H. Sulh, Stuttgart. Wte, Verfangen S/e dusdruckf/cii cfen_ we/fdch höchstpröm/trten: ossmanns gebrjava-Kaffee zu 85,30,35,100Pfg.pjkU. Packet. A.Cossmann Köln-Deutz, Ohne unter Aufs. ( Üh'jv ®r* Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Frank in Köln. Man erbitte kreiseonranl «in jung. Commis sucht per April c. Stellung im Ledergeschäft. Referenzen. (1143 D. Stiebet, Strasburg, Westpr. Q»ik sofort ob. Ostern findet ein ö Lehrling in meinem Maler¬ und Anstreicher-Geschäft Stelle. H. Heymau«, Gelsenktr- 466 chen, Friedrlchstr. 51, In meinem Berlage erschien: nro? pip Stimmen d.Frende Dischrede«,Toaste »Lieder bei freudigen Gelegenheiten von Prediger Lion Wolff. Preis M 3. (i7e A. J. Hofmann, Verlag, Frankfurt a. M. 3ur Führung eines Haushaltes v. 10 Perf. wird ein gedild. Fräulein refp. Haushälterin gesucht. Fr.-Offerten mit Phot.,Zeugn. u. GehaltSanspr. u. Nr. 904 a. d. Exp. d. B*. erb. 39792619