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Der Israelit · 1895-02-21 · Heft 15 (21.2.1895) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 15 (21.2.1895)
Date
1895-02-21
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Notizen. Kolonie rnpy. Das Ergebnis« der Ernte dieses Jahres ist im Ganzen ein gutes zu nennen. So z. B. ist für Gerste das Verhältnis zwischen Aussaat und Ertrag auf nicht gedüngtem Boden gleich 1: 18. Besonders gesegnet war die Kartoffelernte, so dass diese Frucht in Jaffa zu dem gegen sonst äusserst niedrigen Preise von ca. 4 Mark pro Doppelzentner verkauft wird. Der Gemüsebau hat überhaupt in erfreulicher Weise zugenommen und bringt, trotzdem der Preis des Gemüses eben in Folge des gesteigerten Anbaues gesunken ist, manchem fleissigen Kolonisten ein nicht unansehnliches Nebeneinkommen. So hat ein Kolonist 8. in Chedera durch Gemüsebau auf einer Fläche von nur 24 Dunam eine Einnahme von 800 Frcs. erzielt. Die von der Verwaltung in diesem Jahre erworbenen Ländereien sind in unmittelbarster Nähe der Kolonie „Jessod-Hamaalah“ gelegen und zerfallen in zwei Complexe: „Murtiah“ und „Altah“. Herr Disinhoff, der Leiter der Glasfabrik in Tantnra ist aus^Europa zurückgekehrt. Bis zur Wiedereröffnung des Betriebes in genannter Fabrik dürften jedoch, da eine vollständige Reorganisation geplant ist, ca. zwei Monate vergehen. Die Verwaltung hat beschlossen, die Sümpfe um Tantura hemmt'ockenzu legen. Laut fachmännischer Schätzung wird der Werth des s<» gewonnenen Terrains die Kosten der Trockenlegung nm das Doppelte übersteigen, da sich der Boden dieser Sümpfe ganz besonders znm Gemüsebau eignet. Der Agronom HerrSchalit wurde znm leitenden Agronomen in „Jessod - Hamaalah“ ernannt, und sämmtliche in letzter Zeit in der Nähe jener Kolonie erworbenen Ländereien »einerVerwaltung unterstellt. Ans jvsb piPN“) wird gemeldet, dass die Kolonisten mit dem neuen Leiter, Herrn Ohas an, höchst zufrieden sind, und dass derselbe s in« besondere Aufmerksamkeit auch der Schule zuwendet. In der Ackerbauschule der Alliance Israelite („Mikweh Jisrael *) führte man Raci ne’s „Esther“ auf. Alle Rollen wurden durch Zöglinge der Anstalt gegeben, und zeigten manche der K .abcn vorzügliche Fähigkeiten. Der Vorhang war von einem Schüler gemalt worden. Aus dem Auslande wendete sich ein Regiernngsbeamter an seinen Konsul hier zu Lande mit der Bitte, ihm ein Quantum palästinensischen Weizens za senden, um damit in regenarmer Gegend Anbanversuche zu machen. Der Konsul ging nun den Vertreter der russisch-jüdischen „Zionsfreunde“, Herrn Bienstockum den Weizen an, und dieser sandte ihm solchen aus den Kolonien mpfl nns und {Ylpy. Die deutschen in „Sarona“ exportirten 25,000 Liter Wein. Sie lesen auch zweijährigen Wein, wiewohl sie zugeben, dss dies den Weinstöcken schade. Der Obergärtner von p'L- Herr Kaplan, hat seinen Posten verlassen; an seine Stelle ist Herr Apfelbaum, der Sohn eines Kolonisten von |TDT 3pJ?’ getreten. Berichtigung. Die uns von Herrn Dr. Löwenstein seit dem Monate M a i 1887 für palästinensische Zwecke übermittelten Summen betragen nicht, wie in Nr. 539, Seite 44, Kolumne 2, Zeile 5 v. u. irrthttmiich angegeben, 11224 Mk. 62 Pf., sondern bloss 5798 »Ir. 8« Pf. Die Red. An die wohllöbl. Vorstände der israelitischen Cnltnsgeineindenl lat der Üothstand unserer Brüder im heiligen Lande das ganze Jahr hindurch ein sehr beklagenswerther, so steigert sich derselbe noch bedeutend beim Heran nahen des P essac h-Festes. Um Veranstalten von besonderen Sammlungen znm Beschaffen von nüD und anderer Lebensmittel ]D)für die Moth leidenden im Lande der Väter bittet darum innigst Dr. A. Salvendi. *) Derselbe ist inzwischen leider verstorben. TP!“jVQ vor. Die Bed. In den Monaten November und Dezember 1894 vom Unterzeichneten gemachte Sendungen.^ I. An Herren Gebr. Isaak und Chaim Hirschensobn in Jerusalem: Schlussrate eines Legats von Frau J. Schweriner in Filehne 32 hl. 48 Pfg. II. An Herrn Oberrabbiner 8. H. Schreiber in Pressburg: für den Verein "rmnn rnD% daselbst.12 „ — „ III. An Herrn Oberrabbiner Salomon Schreiber in Beregsäsz: für den Verein "8N"1'!8-s ’DttirU daselbst .... 12 „ — „ zu übertragen 56 M. 48 Pfg. *) 8. Nr. 586.

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