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Der Israelit · 1895-02-14 · Heft 13 (14.2.1895) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 13 (14.2.1895)
Date
1895-02-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXVI. Jahrgang. M 13 Der Israelit. Ein Gentrat-Hrgan für das orthodoxe Zudenlyum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 14. Febrnar 5655 (1895). Leitender Artikel. _ i Die Wahrhaftigkeit und die Ethik! des Judenthums.'' j Bon Rabb. Heinrich Galandarrer in Soborten (Böhmen). XI. Bei der Wahl eines Richters muß mit großer Vorsicht vorgegangen werden, sowohl bezüglich seiner Würdigkeit, als auch bezüglich der Fähigkeit desselben, und wenn ein Unwürdiger für dieses verantwortungsvolle Amt ernannt wird, wird dies so betrachtet, als wenn man einen Götzenhain neben dem Altar Gottes errichten würde (Sanhedrin 7 a)1). Bezüglich der Achtung, die man dem Richter zu zollen verpflichtet ist, brauchen wir nur darauf hinzuweisen, daß derselbe die göttliche Gerechtigkeit auf Erden vertritt und deßhalb auch mit dem heiligen Gottesnamen „Elokim" benannt wird. In diesem Sinne deuten unsere Weisen die Psalmworte: „Gott dein Gott bin ich" ’djn tP^** D’p^M. Wisset Ihr Richter, obwohl Ihr die Vertreter der Gottheit genannt werdet, Ich bin der Herr, der Euch überwacht; das Volk aber soll andererseits wieder einsehen, welches ehrenvolle Amt Ihr bekleidet und eS soll Euch ehren und nicht gering achten. Wehe dem Zeitalter, das seine Richter richten will (Midr. Rabb. Psalmen.2) Man darf die Achtung vor dem Richter nicht *) Vergl. Nr. 91 deS vorigen Jahrgangs. ->dm:ü mwM yüu mo pn uw pi -i'Oyvn 7a (i nnm) mitfM p M7 rv? iodi -p jnn Dnuitpi tytDsw .(N"y '7 pnruD i"d ’"DyM Dum M’np nns pai ,’djn Tp7M v'p>M (2 uw iyn ,77pn M7 D’p7M -map D’p7M oanM tim-pp ’ntnpi DU”“i7 maa ’npan um aMnar? 7dmi im ,oa’aj 7y nn’üDity hm d’dbuw mna ’im ,omM j’tdq Dm D’p7M dhim ,(D’7nn7 na-u; von dem jeweiligen Urthetl, das er fällt, abhängig j machen, ihn verehren, wenn dasselbe ein befriedigendes. ihn gertngschätzen oder gar schmähen, wenn j dasselbe ein ungünstiges ist, und es nicht so r machen, wie es einst Jener gethan hat, von dem dir Rabbinen Folgendes erzählen: Ein Mann kam einst mit einem Prozeß vor den Richter» den er gewann. Als er den Gerichtsfaal verließ, konnte er die Gerechtigkeit und die Weisheit des Richters nicht genug loben. Nach einiger Zeit kam er wieder mit einem Prozeß vor denselben Richter, diesmal aber wendete sich das Blatt und er verlor den Prozeß. Als er hinauskam, schimpfte er auf den Rrchter. Da fragte man ihn: Wie kommt das? Gestern warst Du des Lobes voll über denselben und heute tadelst Du ihn so sehr? —Darum verbietet die Thora, den Richter zu fluchen. (M. Rabbah 3i3) Milde oder Strenge, welche in jeder Rechtssache anzuwenden waren, blieben der Wahrhaftigkeit und der gewissenhaften Berücksichtigung aller vom Gesetze vorgeschrtebenen Momente während des ganzen Gerichtsverfahrens Seitens des Richtercollegiums anheimgestellt. Was die Todesstrafe betrifft, so gingen die Anschauungen der talmudtschen Rechtsgelehrten ebenso, wie heutzutage die Ansichten der Juristen, auseinander, ob dieselbe anzuwenden sei oder nicht. Rabbi Elasar ben Asarja behauptet, ein Gerichtshof, der einmal in siebzig Jahren ein Todesurtheil fällt, verdient grausam genannt zu werden. Rabbi Akiba ging in seiner Milde so weit, daß er die Todesstrafe ganz verwarf, dagegen ist Rabbi Schimeon der Ansicht, daß die Aufhebung der pnn 7üm Mai p 17 nw rnina ntpyü UTiian noM (3 ,D?iyn 7aa imoa pm oswn uos idmi msh Mai miM na’ii ]’M 7QM7 1UD70 ML' ,7a"rn 772M Mai p 77 iTH D’D’ aNM •p7 .riDity Drm naiiro mn 7ionN 77 noM ,uo»n noi» ]*n . (m " 7 na*i) . 77an M7 D'p7M,amn ~p mmn

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