Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 11 (7.2.1895)
- Date
- 1895-02-07
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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mm WWWW *m w 224 deutschen Reichsverbands jüd. Religtonslehrer, Herr Neustadt. Breslau und als wettere Mitglieder die Herren Rabb. Dr. Wreich ner-Samter, Dr. Ro s enth a l-Rogasen, Dr. Bamberge r-Schrimm. und die Herren Lehrer Borchardt-Samter, Grünfeld-Schwersenz und WarschawSky- Neutomischel. An der Versammlung betheiligten fich sämmtliche Mitglieder der Vertretung der hiefigen jüd. Gemeinde. Nach Schluß des Bezirkstages vereinigten fich die Thetlnehmer im Korporationssaale zu einem gemeinsamen Mahl, welches die Anwesenden btS zum späten Abend in fröhlicher Stimmung beisammen hielt. Koste». Die Auflösung der hiefigen jüdischen Schule ist am 1. November Thatsache geworden. Der an ihr amttrend' Lehrer Stngermann wurde nach Schildberg versetzt und die 12 Kinder der Schule wurden der hiefigen evangelischen Stadtschule überwiesen. Religionsunterricht erhalten ste durch den Lehrer der jüdischen Schule im benachbarten Städtchen Czempin, der zweimal wöchentlich zu diesem Zweck herkommt. DaS Immediatgesuch, baS die Schulsozietät an de« Kaiser eingereicht hatte, ist also unberückfichtigt geblieben; dagegen hat die Regierung zu Posen die Gemeinde benachrichtigt, daß die evangelische Schulklaffe, an welche die jüdischen Hausväter nunmehr (statt der früheren 12 Prozent) etwa 60 Prozent Schulbeitrag zahlen müssen, gehalten sein wird, wenn ein Beamter von ihnen angestellt würde, der zum Religionsunterricht-Ertheilen befähigt und berechtigt sei. ein Pauschquantum als Beihilfe zur Besoldung dieses Beamten der jüdischen Gemeinde betzusteuern. Unsre Gemeinde hat nun das Amt eines Kantors und Religionslehrers (Stngermann hat diese Aemter und außerdem die öffentliche Volksschule versehen) mit 1800 M. Gehalt und 200 M. jährlichen Nebeneinkommen zur baldigen Besetzung ausgeschrieben. Statistisches. Nach dem im böhmischen Landtage vom Landesausschuß erstatteten Bericht über den Stand des Volksschulwrsens vertheilen sich in coafesfion. Hinsicht die 287 Pcivatschulen Böhmens wie folgt: katholische: 21 czechische, 40 deutsche, 2 utraq Mische, zusammen 63; evangelische: 51 czechtsch-, 13 deutsche, zusammen 64; israelitische: 3 czechische, 90 deutsche, 2 utraquistische, zusammen 62 und interkonfesfionelle: 29 czechische und 33 deutsche, zusammen 62. — Dem ntederösterreichtschen Landesausschuß-Berichte zufolge, betrug im Jahre 1893 die Zahl der die öffentlichen Volks- und Bürgerschulen in Niederösterreich besuchenden Kinder 370.148. Davon waren dem Glaubensbekenntnisse nach: katholischer Religion 349.228, evangelisch A. C. 3408, evangelisch H. C. 427, Israeliten 16.691, eines anderen Glaubensbekenntnisses 288. confesstonslos 96. Bon diesen confesfionslosen Kindern entfallen 92 auf Wien. or Anzeigen. “Co Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Stelleu-Nochweis-Berei« jüd. Kanfleute, Breslau. Knabeu-Peufionat Direct. Berger Mainz. DaS Jwßlitwt ermöglicht seinen Pensionären, die hiesige höhere Schulen besuchen sollen, durch gewissenhafte Leitung in oer Freizeit und sorgfältige Ueberwachung der Schularbeiten ein regelmäßiges Aufsteigen in die höheren Klaffen und Erreichung der Berechtigung zum Einjährig - Freiwilligendienst, ohne ein Examen ablegen zu müssen. Gründliche Vorbereitung für alle Gymnasial- und Realfchulklaffen, zur Prüfung für dm Einjährig-Freiwilligendienst, sowie für dm kaufmännischen Bemf durch rasch fördemdm, dm individuellm Bedürfniffm des Einzelnen gmau angepaßtm Einzel-Unterricht. Feine Erziehung; beste Referenzen. Für Ausländer beste Gelegenheit zur raschen Erlernung der deutschen Sprache. — Prospekte auf Wunsch gratis und franco, mm_ Soeben erschien ein hebr. Werk i in der Biblloth&que Nntlonnle zu „Ml-Qlnee Israel bi'Parte“. I Paris. — Preis S Mark. — Zu be- Dasselbe enthilt verschiedene hebr I ziehen beim Heraasgeber Dokumente surGeschichte der Jaden, I Isidore Qoldblum, kopirt aus den hebr. Handschriften * Wiesbaden, Scbwalbacberetr. 10. Ehefs u. Bewerber werben dingend ersucht, UNS ibre Gesuche zu überweisen. — Unser Bestreben ist einzig unv allein darauf gerichtet, beide Theile zu befriedigen und der hochheiligen Tendenz unseres Verein? zum Siege zu verhelfen. I. A.: Marti» Araeukel. Schriftführer. Johann Wirth’sche Hof-Buchdruckerei A.-G. Mainz. Specialit&t: Druck hebräischer Werke: Die verschiedenartigsten hebräischen Schriften: als deutsche, österreichische, russische etc. stehen uns zur Verfügung. Preise billigst. Gtediegene Ausführung, fehlerfreier Satz. verantwortliche Redaktion: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des .JSraelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'fchm Hofbuchdruckerei-Actim.Gesellschaft tu Mainz.