Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1895)
- Date
- 1895-01-31
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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b) Carsorisch 1 St. Josua bis Kap. 12. Bnch der Richter nnd Samuel II. Yellin. Hebräische Sprache und Stil: 2 Stunden. a) Grammatik. Die regelmässigen und unregelmässigen Verba mit Suffixis; die Bildungsform des Substantivs und dessen Flexion. Analysir- und Vokalisiriibungen. Memoriren von Musfcergedichten aus der hebr. Litteratur. b) Aufsätze: aroö ,nwvn 2N1LN ,O^vV7'2 k^llkin b]l 2P2D ptixd o^rn'2 nDBn ,D^ten*v2. c) üebersetzungen: onro yov?. (p'pEnxo) Tun (nonyo) .n^u-inm tbsh ,pyön .221V2 o*yDun ^nn (ntwttrwo) ,nnm vvvn .iDtcrm. Yellin. Jiid. Geschichte 1 St. Vom babylonischen Exil bis zu den Geonim. Yellin. Talmud: 5 Stunden. II. Abt. — v"' amn p“»B v"22 rooo *n ny '2 rpo pm« d'w p->S2t. I. Abt. Dasselbe mit cvddw. Dr. Grünhut. Einnahmen im Jahr 1893. Ausgaben im Jahr 1893. Cassensaldo am 1. Januar Waisenhaus-Conto 1893 . . . Mk. 1684.96 Mk. 15369.76 Jahresbeiträge „ 4439.48 Schul-Conto . „ 11279.61 Geschenke . . „ 7471.99 Verwaltungseonto „ 710.10 Zinsen . . . „ 4403.— Für entlassene Eiserner Fonds- Zöglinge. . „ 162.— Conto . . „ 400.— Cassenbestand am Legate-Conto . „ 900 — 31. Dec. 1893. „ 1734.— Effecten-Conto „ 2874.99 Mk. 29255.47 Fonds für entlas sene Zöglinge „ 300.— Geschenk für entlassene Zöglinge,, 405.— 1 Sehul-Conto . „ 6376.05 Mk. 29255.47 Bilanz pro 31. December 1893. Activa: Passiva: Effectenbestand M. 110025.— j J. A. Franklin- Jerusal.-Haus- Fonds . . M. 15336.50 Conto . . „ 36395.39 L. &B. Schwarzseher Cassenbestand „ 1734.- Stiftungsfonds „ 10000.— M. 148154.39 Legate-Conto. „ 12950.— Eiserner Fonds- Conto . . „ 19420.40 Mädchenwaisenhaus- Conto . . „ 107.31 Fonds für entlassene Zöglinge „ 300.— Capital-Conto . „ 90040.18 H4815Ä3» Alliance Israelite Universelle. Die Ackerbaaschule za Jaffa, Die regste Thätigkeit in der Ackerbauschule herrscht während des Monats August, das ist die Zeit der Weinlese. In diesem Jahre ist der Wein besonders reichlich gewesen, die Arbeit des Einsammelns der Trauben und der Weinbereitung, welche in einem so warmen Klima, wie demjenigen von Jaffa, ausserordentlich heikel ist und ganz besondere Ueberwachung und Sorgfalt erfordert, ist unter den besten Bedingungen beendet worden. Wir lassen eine Mittheilung folgen, welche das Central-Comitö über diesen Gegenstand empfangen hat. Die Weinernte ist in diesem Jahre unter aussergewöhnlich günstigen Bedingungen vor sich gegangen. Das ganze Personal der Schule hat thätigen Antheil daran genommen und Alles ist sehr fröhlich verlaufen. Die Zöglinge kamen am Abend unter Gesang und Tanz, Kränze von Weinreben auf dem Haupte, von der Arbeit zurück, ganz wie die alten Verehrer des Bacchus. Ausser den Zöglingen ist eine Anzahl israelitischer Arbeiter für den Transport der Weintrauben vom Weinberge bis zu den Wagen verwendet worden. Schon vor Tagesanbruch war Jedermann bereit, und es wurde sofort begonnen. Wenn man die Trauben während der heissen Stunden des Tages geerntet hätte, so würde man Gefahr gelaufen sein, den Erfolg der Gährung in Frage zu stellen; die Arbeit, welche man um 9 oder 10 Uhr unterbrach, wurde erst nm 6 Uhr wieder aufgenommen, um bis in die Nacht fortgesetzt zu werden. Die Weinlese begann am 5. August und wurde am 26. beendet. Die am Morgen gesammelten Weintrauben wurden unmittelbar gekeltert und in die Kufen gebracht; die am Nachmittage gepflückten Trauben wurden am nächsten Morgen gekeltert und in die Bottiche gethan, um ihre Abkühlung zu erleichtern, Die Verwendung kleiner Kufen hat auch gewaltig dazu beigetragen, die Gährung zu beschleunigen. Um die Abkühlung des Rebensaftes zu bewerkstelligen, verwendet man bekanntlich Kühlröhren, welche in Windungen das Innere der Kufe durchlaufen und durch welche beständig ein Strom kalten Wassers fliesst, der durch ein Tag und Nacht betriebenes Bewässerungsrad zugeführt wird. Die mittlere Temperatur dieses Wassers schwankt zwischen 15 und 20° Celsius. Die Einwirkung des Wassers ist eine sehr merkliche. Während der in Gährung befindliche Rebensaft in einer sich selbst überlassenen Kufe eine Temperatur erreicht, die bis zu 38 oder 40" steigt, überschreitet dieselbe in den abgekühlten Kufen