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Der Israelit · 1895-01-24 · Heft 7 (24.1.1895) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 7 (24.1.1895)
Date
1895-01-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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genossen ganz Ungarns erfreut, daher mehr in der Lage ist den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Wir geben der zuversichtlichen Erwartung Raum, daß der Appell der Vereinsleitung an die Opferwilligkeit der Cultusgemeinden nicht wirkungslos verhallen und daß dem Vereine durch Zuwendung reicher Geldmittel die Möglichkeit geboten werden wird, die schönen Ziele und edlen Zwecke des Vereines zu verfolgen. vermischtes. Darmftadt. Am 19. Jan. verschied der pflichtgetreue Beamte der hies. Religionsgemeinde, Herr MeyerErlanger, im 72. Lebensjahre. Während einer fast 40jährigen Dienstzeit hat der Verstorbene durch gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten die allgemeine Liebe und Anerkennung sowie ungetheilte Achtung für seinen biederen ehrenhaften Character in der Gemeinde gefunden. An seinem Grabe sprachen außer dem Rabbiner Dr. Selver, der erste Vorsteher der Gemeinde, Herr Commerzienrath Blumenthal. Berlin. 20. Januar. Am l. Februar Mittags um 12 Uhr wird die neu begründete „jüdische Lesehalle" und Bibliothek zu Berlin in der Burgstraße 16 (Cassels Hotel) eröffnet werden. Sie ist Jedermann zugängig. Außer einem reichen Vorrathe von Büchern, die allen Richtungen der jüdischen Litteratur angehören, enthält sie in annähernder Vollständigkeit alle irgendwie bedeutenden isr. Zeitschriften. Im Lemberger allgemeinen Krankenhause haben nach einem dem „Fr. Bl." vorliegenden Berichte kürzlich zwei Kranke, welche sich als Antisemiten deelarirten, jüdische Krankeuzimmergenossen überfallen und mißhandelt sowie in ihrer Wuth Einrichtungsstücke zertrümmert. Gegen die Excedenten wurde die Strafanzeige erstattet Alt Äeru«, 3. Januar. Eine rohe antisemitische Ausschreitung wurde gelegentlich einer jüdischen Hochzeitsfeier in unserem Städtchen in Szene gesetzt. Im Saale der Wittwe Frey hatten sich die Hochzeitsgäste um das Brautpaar versammelt und begaben sich von da aus zur Trauung nach der hiesigen Synagoge. Als von dem Rabbiner aus Pteß der TrauungSact vollzogen werden sollte, drang, wie der „Oberschl. Anz." berichtet, ein Pöbelhaufen gewaltsam in die Synagoge, erbrach die Thüre zum Frauenchor, warf daselbst die Pulte um und schlug mit Stöcken auf die Bänke, so daß der TrauungSact in roher Weise gestört wurde. Auf dem Rückwege von der Synagoge nach dem Hochzeitshause wurden die Hochzeitsgäste mit Koth und Steinen beworfen. Pretzburg, 7. Januar. Am 5. d. M., starb Samuel Adler, Kaufmann in Preßburg. 51 Jahre alt, nach kurzem, schweren Leiden. Derselbe war außerordentlich hochgeachtet und angesehen, tüchtiger reeller Kaufmann, voll seltenem Herzensgute 132 und Mitglied fast sämmtl. Wohlthätigkektsinstktute verschiedener Confesstonen. Am Leichenbegängnisse nahmen trotz des denkbar schlechtesten Wetters außer zahlreichen Geschäftsfreunden aus Wien und Fabrikanten aus Mähren und Schlesien, noch Deputationen des „Israel. Volksküchen-Vereines", „Israel. Kinderbewahranstalt", „Israel. Frauen- Verein", Israelisches Mädchen-Waisenhaus", „Israelitischer Commis^Unterstützungsverein", „Knaben-Waisenhaus", „Chewra-Kadischa", „Peuel Zedek", „Jüdischer Bildungsverein", „Kaufmännischer Club", „der Ausschuß der israelitischen Cultusgemeinde" mit ihrem Vorstande Herrn Joel Wolf, „Talmud-Thoraschule" und zahlreiche andere Vereine theil. DaS zahlreiche Personal gab dem geliebten Chef vollzählig das letzte Geleite. Am Grabe hielten in Abwesenheit des erkrankten Oberrabbiners Ehrwürden Herrn B. Schreiber, Rabbinatsassessor der israelitischen Cultusgemeinde, Herr Leon Friedmann und Herr Samuel Donath im Namen der Chewra-Kadischa einen warmen Nachruf in welchem die Verdienste des Verblichenen gewürdigt wurden; das zahlreiche Auditorium war tief bewegt. Adler hinterläßt eine tieftrauernde W'ttwe, ferner fünf unmündige Kinder, zwei tieftrauernde Bruder, Jac. Adler, Schuhwaarenfabrikant in Men, und Hermann Adler in Jokoi. rv'DSJn. Briefkasten der Medaetion. Dr. R. in B. Bis zur Einsendung des Nachrufes über Louis Stillmanu war der Letztere auch uns völlig unbekannt. Die Einsendung an uns geschah indeß von einer Seite, von welcher wir annehmen mußten, daß ihre Angaben correct seien. I. B. in Trier. Erbitten zur Ansicht. Briefkasten der Expedition. A. F. in Ncubidschow. Der Anfang der Erzählung „Nur eine Tochter" ist leider bis Nr. 2 d. I. (7 Fortsetzungen) vergriffen. N. in S. Betrag erhalten. holländ. G SLO o wurde auf der Weltausstellung in Antwerpen 1894 mit dem "4xran<l Prix.“, der höchsten Auszeichnung prämiirt. Eine derartige hohe Anerkennung wurde bis jetzt noch keinem holländ. Fabrikate verliehen; mithin bleibt Blooker’s Cacao die feinste Harke. »M- Anzeigen, Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. 8HI. LÖWENTHAL Sil berwaaren, ns) Frankfurt a. HL, Zeil 25, Israel. Cultusgegenstande.

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