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Der Israelit · 1915-10-07 · Heft 42 (7.10.1915) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 42 (7.10.1915)
Date
1915-10-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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i | t 'S? H WWW ®WW*W- Außerdem bestehen noch S o n d e r - S ch turi m, in welchen selbsttäges Lernen in kleinerem Kreise gepflegt wird, Interessenten, die sich zu beteiligen wünschen, sind höflichst gebeten, sich mit der Verwaltung ins Benehmen zu setzen. Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr ahenbä; Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends 8 bis 10 Uhr,- Freitag Abend von Beginn des Sabbats bis 10 Uhr; Samstag von 9 Uhr vormittags b's Sabbat-Ausgang. Im Lesezimmer sind Kaffee und Erfrischungen erhältlich. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek findet Sonnrag Vormittag nach dem Schiur — 10V* Uhr — durch den Bibliothekar statt. Außerhalb der Bibltothekstunde werden Anmeldungen für Entleihung im Veretnslokale entgegengenommen unb können alsdann die Bücher zwei Tage später bei dem Veretnsdiener abgeholt werden. Aus unseren Wercinen. Im Mekor Chajim hat die Winterarbeit nach dem neuen Lehrplan unter guter Beteiligung begonnen. Der Mikrovortrag findet vom kommenden N2 'S rot? an, Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaale Friedberger Anlage statt. Samstag mittag V» 4 Uhr nachmittags beginnen die 2 p V' f'p-Por träge des Herrn Schachnowitz im Vereinslokale Langestraße 18 wieder. Ebenso werden mit kommendem rctP dlezwanglosenFrettagabendzusammenkünftevön neuem ausgenommen. Das Wintersemester des '2 2c wird Donnerstag, den 14. d. Mts., 9 Uhr abends im Bere nslokale Langestraße 18 mit einem Borttage des Herrn Rabbiner Dc. Winter, Homburg, über: „Die jüdischen Gemeinden in der östlichen Kriegszone" eröffnet. Das hochaktuelle Thema, sowie der Name des Referenten, der auch als guter Kenner des jüdischen Rußland wohlbekannt ist, sichern dem Vorträge zahlreiche Beteiligung. In der Jugendgruppe erfreuen sich die mit JVlT*n2 D2E? wieder begonnenen Stdravorträge am Freitag abend nach Schluß der Synagoge regen Besuches von Damen und Herren. In der Mädchen gruppe findet jeden Sonntag. 7 Uhr abends, ein von Herrn Redakteur Schach nowttz geleiteter Kursus statt. * * --- Vom Vorstande des „Mekor Chajim" wird uns noch geschrieben: Mu kommendem N2Lt beginnen im Vereinslokale die alljährlich so b?- iiebten „zwanglosen Zusammenkünfte" wieder, die bezwkcken sollen, den von auswärts hier weilenden jungen Leuten einen gemütlichen Abend zu bieten, wo sie im Kreise Gleichgesinnter fröhliche Stunden verleben können. Auch in diesem Jahre ist es dem Vorstand wieder gelungen, bewährte Herren zu gewinnen, die für den würdigen Verlauf durch „geistige Zutaten" Sorge tragen werden. Jüdische Wibkiothek und Lesehasse, Langestraße 33. Vom 8. Oktober ab ist die Bibliothek und Lesehalle wie folgt geöffnet: Von Montag bis Donnerstag von 1—4 Uhr nachmittags und von 8 —10 Uhr abends, Freitag Abend nach Schluß des Gottesdienstes bis 10 Uhr, Samstag und Sonntag von 7,11—1 Uhr vormittags und von 3—7 Uhr nachmittags. Kran I>r. Marcus Kirsch n"r. Am Beginne des tU2V-Festes starb in Berlin die Witwe des unvergessen gebliebenen Dr. med. Marcus Hirsch und wurde am dritten Tage wen unter zahlreichem Trauergefolge hier in Frankfurt a. M. zu Grabe geleitet. Der Feiertag hatte jedes Wort öffentlicher Totenklage zurückgedrängtum so ergriffener umstand die Menge das offene Grab, wohl weil sie nur als Tote etne wieder in Empfang nehmen durfte, die einst ein reiches, pfl'chivolles jüdisches Leben voller Herzensgüte in ihrer Mitte gelebt. — Frau Dr. Hirsch zählte zu jenen Frauengestaiten, deren vornehmstes Walten dem Innern des eigenen Hauies gilt, deren Wirken aber deffenungeachtet der Allgemeinheit zu Gute kommt, weil Gatte und Kinder ihren Rat und verständigem Sinn, ihre jüdische Lebenswärme und ihre jüdische Hilfsbereitschaft draußen im Leben in die Tat umsetzen. Mit einer unübertrefflichen Hingebung stand sie ihrem Manne zur Seite, der durch die seltene Opferfreudigkeit, mit der er seinem ärztlichen Berufe oblag, auch dem eigenen Hause manches Opfer an Lebensbehagltchkeit zumuten mußte. Und doch welcher. Friede und welche Lebensfreude ruhte auf dem Hanse! Die Innigkeit, mit der sie ihrem Gatten anhing, ließ sie ganz in ihn und sein Wirken aufgehen. Wenn unsere Weisen den Frauen eine besondere Brocho dafür in Aussicht stellen, daß sie zu warten verstehen bis ihre Männer aus dem Beth Hamidrasch heimkehren, so hat sie sich diesen Segen wohl auch verdient, weil sie ohne Ungeduld ihres Mannes wartete, bis er allen seinen Kranken Trost, Zuspruch oder Heilung gebracht. Wie gütig war sie gegen alle die armen Kranken, die an ihres Mannes Hilfe und Rat appellierten, wie oft hrlf sie mit dem Besten ihrer Habe, wenn es galt, ihres Mannes arme Kranken, die „Aermsten der Armen", zu betten oder zu verpflegen. Ein echtjüdisches Haus war es, dem sie das Gepräge verlieh,' und ihr war die Güte gegen unter ihr Stehende nicht Herablassung, sondern hohe Auffaffung wahren Menschtums. So ward sie ihren Kindern und den Kindern ihres Mannes eine treusorgende Mutter und Erzieherin, dem weiteren Kreis der Ihrigen eine warmfühlende, hingebende Verwandte und Freundin. — Schwer empfand sie es als vor LI Jahren ihr Gatte heimging, aber der Gedanke an die Pflichten, die ihr als Mutier oblagen, hielt sie aufrecht und ließ sie auch über alle Lebensschicksale hinaus die Freude am Leben wiederfinden. — Sie hat sich in ihrer Lebensführung als würdige Tochter ihres Vaters, Jacob Tedesco b"h bewährt, besten Haus in Paris Mittelpunkt und Pflanzstätte echtjüdischen Lebens war, dessen Tisch für Jedermann bereit stand und besten Name voller Verehrung bei allen weiterlebt, die ihm im Leben genaht waren. So wird auch das Vorbild der Heimgegangenen weiter wirken und allen, die sich an ihm erheben, zum Segen werden. «Y'22ttJV Leo Kay« b“i- Leo Kahn hat den Heldentod erlitten. Er war der Besten einer, als Mensch und als Jude. Wer ihn als Schul-. oder Geschäftskollegen kannte, oder sonst mit ihm in Bern rung kam, mußte ihn lieb gewinnen. Sein scharfer Verstand, verbunden mit seiner grenzenlosen Bescheidenheit, seine jederzeittge Hilfsbereitschaft, seine wahrhaft echte Frömmigkeit, waren Eigenschaften, die seiner Jugend den Stempel des Mannes gaben. Und das sagt alles. Wer mit 20 Jahren wie er männlich war in seinem Wollen und Handeln, wer wie er seinen Charakter zu einem harmonischen Ganzen gestaltet hatte, der hatte das Leben nicht umsonst gelebt und das erreicht, was er in seinen jungen Jahren erreichen konnte. Sein Andenken wird in uns fortleben und sein verklärter Geist wird uns umschweben als Musterbild eines jüdischen Jünglings. Y'22H/v Vereinskalender. Verein Mekor Chairm. Freitag, abends nach Schlutz der Synagoge, im Hörfale, Mikro-Vortrag; Herr Josef Bend er. 8'/, Uhr, im Vereinslokale: Zwanglose Zusammenkunft. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim; Herr Rektor Falk, ZV, Uhr nckchm. im Bereinslokale: 2py py; Herr Redakteur Schachnowitz. Sonntag, 9'/« Uhr vorm, tm Veretnslokale: Gemoro; Herr R. A. Posen. 1 Uhr nachm., im Bereinslokale, Langestr. 18: Gemoro- HerrDr. Joseph Breuer. — 6 Uhr abends im Veretnslokale: Jirmejohu; Dr. Joseph Breuer: Montag, abends 83/, Uhr im Vereinslokale: Gemoro - Herr Dr. Joseph Breuer. Dienstag, 83/4 Uhr abends: Gemoro; Herr R. A. Posen. Mittwoch, abends 8^ Uhr im Vereinslokale: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. Jeden Morgen nach Schlutz des Gottesdienste»: Mischna. Vereinigung zur Pflege jüdischer Lebensanschauung, ’2X n^HJ. Donnerstag, 14. Okt., 9 Uhr abends im Veretnslokale, Langestr. 18: Eröffn ungsabend, Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Winter, Homburg, über: „Die jüdischen Gemeinden in der östlichen Kriegszone". Aandas Jisroel Jugendgruppe. I r e t t a g, 6 Uhr abends: Sidrahvortrag; Herr Redakteur Schachnowitz. Samstag, 10V, Uhr: Gemoroh; Herr Dr. M. Lange. 10V, Uhr: Doroth Horischaunim: Herr Direktor Dr. Lange. 11 % Uhr: Tauroh; Herr A. Htrschberg. Dienstag, 9 Uhr N.: Gemoroh; Herr Dr. M. Lange. Mittwoch, 9 Uhr N.:Nwijim; Herr S. Unna. Donnerstag, lj, 9 Uhr N.: Gemoroh; Herr Direktor Lange. Agndas Jisroel Madchengruppe. Samstag, 3 Uhr R.: Pirke Omans; Herr A. ty-irschberg. Sonntag, 7 Uhr N.:Tefilloh; Herr S. Schachno witz. Montag, 9 Uhr abends: Turnen; Frl. Leyh. Dienstag, 9 Uhr abends: Französischer Sprachkursus; Frl. R. I e i d e l. Mittwoch, 8*/, Uhr abends: Handarbeitsabend. Donnerstag, 9 Uhr abends: Jeschojohu; Herr Oberlehrer Joseph Kaufmann. Zacharias Wertheimber'sche Stiftung (Alans) Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Samstag, 108U Uhr vorm.: Die Stdra mit Rascht. lls/4 Uhr vorm, (für Schüler): r6'J0 or 4l/t Uhr nachm.: Kop 822 'o:. Sonntag, 7 Uhr vorm.: KBp 822 'BJ. Montag, eine Stunde vor nroa(für Schüler): n:»0. Dienstag, 7 Uhr vorm.: Kap 822 'w. Eine Stunde vor nruD (für Schüler): Mittwoch, vor nrüü: 1. (für Schüler) eine Stunde 2. <sür Schüler) eine Stunde r6*se Br. Freitag, vorm. 7 Uhr: Kap 822 'Ol. Herr Rabbinatsafs. Posen: SümStag, vormittags nach Schlutz der Synagoge Frtedb. Anlage: b*?k "n. Sonntag, 8 Uhr vormittags: B"N miK. Mittwoch, 7 Uhr vormittags: v"N mw. Verein Liwjath-Chen (Herr Prof. Ar. Sulz. bach.» Samstag nach Mincha im Hörsaale Friedberger Anlage: anna. Montag und Mittwoch, abends 7 Uhr, Langestr. 18, Seitenbau: bik "n resp. K“ipü. Familiennachrichlen. Geburten. Eine Tochter: Eugen Weil (Birk) Am Tiergarten 38. cheöetzeite«. n3 nsv- Freitag Abend 5.15 Samstag Morgen 8.—. SamStag Nachmittag 4.00. „ Abend 6.30. Wochengo ttesdtenst: Morgens 6.30 Nachmittag 5.30.

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