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Der Israelit · 1915-09-21 · Heft 40-41 (21.9.1915) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 40-41 (21.9.1915)
Date
1915-09-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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31. September 1915 Der Israelit. Nr. 46 u. 41 Seite 6 (6 Ifa (Kr. Fritzlar), 12. Sept. Der Wehrmann Sally Buchhetm, ältester Sohn des Handelsmanns Isaak Buchheim dahier, beim 50. Res.-Artillerieregiment, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. LaS Ehrenzeichen wurde ihm vom Kommandeur mit ehrenden Worten überreicht. Vermischtes. Berlin, 7. Sept. Der Verein „Israelitisches Heimathaus und Volksküche", Gormannstratze 3, bewirtete an de« letzten hohen jüdischen Feiertagen 500 jüdifcheSoldaten>dtein Berlin keine Angehörigen haben. Die Speisung fand in dem Festsaal, Elsässer Straße 44, statt. Die Zuweisung der Soldaten haben die Militärbehörden übernommen. Berlin, 14. Sept. Eine Anzahl russischer Kriegsgefangener jüdischen Glaubens hatte die Erlaubnis erhalten, unter Begleitung eines deutschen Wachpostens dem Gottesdienst in der Synagoge in der Heidereutergasse beizuwohnen. Nach Beendigung der Feierlichkeit folgten die Gefangenen einer Einladung des jüdischen Hetmathauses in der Gormannstratze, wo sie in einem Saale ein Festesten erhielten. Im grotzen Saale des Hauses wurden deutsche jüdische Soldaten bewirtet. Wilhe mshaven-Rüftriugen, 13. Sept. Die Einweihung der neuerbauten Synagoge fand am 7. Sept. in Anwesenheit der hohen Militär- und Zivilbehörden und vieler Gäste statt. Vor dem Portale sprach Herr Vorsteher Jakob Müller und dann der MagiftraissündikuS Tägert. Die gottesdienstliche Feier wurde von dem Grotzherzogl. Landcsrabbiner Dr. Mannheimer aus Oldenburg geleitet, der zum Schluste seiner htnreihenden Weiherede zum Andenken an die Gefallenen die ewige Lampe anzündete. Den gesanglichen Teil der Feier leitete Herr Overkantor Lin har dt aus Hannover mit einigen Herren des Synagogenchors aus Hannover. Der Bau, welcher 136 Tausend Mark kostet, ist ein Prachtwerk und besonders ist die Einrichtung des rituellen Tauchbades geradezu hervorragend. Man mutz es hoch anerkennen, was die verhältnismätzig kleine Gemeinde für große Opfer gebracht hat, auch für die innere Ausstattung der Synagoge. Eine große Anzahl jüdischer Marinesoldaten sind in Wilhelmshaven, welche soweit sie nicht auf hohe» See waren, zur Feier beurlaubt worden waren. Wien, 13. Sept. Die in Wien seit 1. Januar 19 l5 erscheinende „Wiener Morgenzeitung (Tagblatt in jüdischer Sprache) wurde behördlich eingestellt. Der Herausgeber des Blattes hat gegen die Einstellung Rekurs erhoben. Briefkasten. M. I. in L. 50 Mk. erhalten und an die angegebenen beiden Adresten weiter befördern lasten. W. B. Er mutz den ganzen Kopf bedecken. Wir können keine Firma hier nennen, verweisen Sie jedoch auf den Inseratenteil unseres Blattes, wo Sie gewünschte Adressen finden. Ar mmm. Leistungsfähige, unter streng ritueller Aufstcht stehende MaWNfadrik ist in der Lage, einige tausend Kg prima Mazzen sevent. in Compensatio») auf kommende Ostern abzugeben. 11047 Gefl. 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Die Zeichnungen können aber auch durch Vermittlung der Königlichen Keehandlnng (Preußischen Staatsbank) und der preußischen Central-Genossenschaft»- kasse in Berlin, der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweiganstalten, sowie sämtlicher deutsch-« Kanken» Kandier» und ih er Filialen, sämtlicher deutschen öffentlichen Sparkassen und ihrer Verbände, jeder deutschen KebensoerstcherungsgefeUfchaft und jeder deutschen Kreditgenossenschaft erfolgen. Auch die Post nimmt Zeichnungen an allen Orten am Schalter entgegen. Auf diese Zeichnungen ist zum 18. Oktober die Vollzahlung zu leiste«. 2. Die Anleihe ist in Stücken zu 20000, 100 )0, 5000,2000,1000, 500,200 und 100 Mark mit Zinsscheinen zahlbar am 1. April und 1. Oktober jedes Jahres ausgefertigt. Der Zinsenlauf beginnt am 1. April 1916, der erste ZinSschein ist am 1. Oktober 1916 fällig. 3. Der Zeichnungspreis beträgt, wenn Stucke verlangt werden, SS Mark» wenn Eintragung in das Reichsschuldbuch mit Sperre bis }5. Oktober 1916 beantragt wird, 98,80 Mark für je 100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinfen (oergl. Z. 8). 4. Die zugeteilten Stücke werden auf Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin bis zum 1. Oktober 1916 vollständig kostenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch diese Niederlegung nicht bedingtder Zeichner kann sein Depot jederzeit — auch vor Ablauf dieser Frist — zurücknehmen. Die von dem Kontor für Wertpapiere ausgefertigten Depotscheine werden von den Darlehnskasten wie die Wertpapiere selbst beltehen. 5. Zeichnungsscheine sind bei allen Reichsbankanstalten, Bankgeschäften, öffentlichen Sparkassen. LebensversicherungSgesellschaften und Kreditgenossenschaften zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Venvendung von Zeichnungsscheinen brieflich erfolgen. Die Zeichnungsscheine für die Zeichnungen bei der Post werden durch die Postanstalten ausgegeben. 6. Die Zuteilung findet tunlichst bald nach der Zeichnung statt. Ueber die Höhe der Zuteilung entscheidet daS Ermessen der Zcichnungsftelle. Besondere Wünsche wegen der Stückelung sind in dem dafür vorgesehenen Raum aus der Vorderseite des Zeichnungsschetnes anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Vermtttlungsteüen nach ihrem Ermessen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden. 7. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Beträge vom 30. September d. I. an jederzeit voll bezahlen. Sie sind verpflichtet: 30 °lo des zugeteilten Betrages spätestens am 18. Oktober 1915 20 °/0 „ „ „ „ „ 24. November 1915 25 % „ „ „ „ „ 22. Dezember 1915 25 °f0 tf ff ff ff ff 22. Januar 1916 zu bezahlen. Frühere Teilzahlungen sind zulässig, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen deS Nennwerts. Auch die Zeichnungen bi» zu 1000 Mark brauchen diesmal nicht bis?nm ersten Ginrahlnngstermin voll befahlt zu werden. Teilzahlungen find auch auf sie jederzeit, indes nur in runden durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts gestattet; doch braucht die Zahlung erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark ergibt. Beispiel: Es müssen also spätestens zahlen: Die Zeichner von Mk. 300 Mk. 100 am 24. November, Mk. 100 am 22. Dezember, Mk. 100 am 22. Januar, die Zeichner von Mk. 200 Mk. 100 am 24. November, Mk. 100 am 22. Januar, die Zeichner von Mk. 100 Mk. 100 am 22. Januar. Die Zahlung hat bei derselben Stelle zu erfolgen, bei der die Zeichnung angemeldet worden ist. Die im Laufe befindlichen uunerxiuslichen Schatzanweisungen des Reichs werden unter Abzug von 5°/„ Diskont vom Zahlungstage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zu dem Tage ihrer Fälligkeit in Zahlung genommen. 8. Da der Zinfenlauf der Anleihe erst am 1. April 1916 beginnt, werden auf sämtliche Zahlungen 5°/0 Stückzinsen vom Zahlungslage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunsten des Zeichners verrechnet. für Schuldbuch- Beispiel : Vom dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ah für Stücke eintragungen bei Zahlung bis zum 30. Sept. Stückzins. für ein halbes.Jahr - , tatsächlich zu zahlender Betrag also nur M. 96,51 M. 96,31 „ „ am 18. Oktober „ für 162 Tage - 2,25Pio, „ „ „ „ „ „ M. 96,75 M. 96,55 „ „ „ 24. November „ für 126 Tage - 1,7 Wo, „ „ „ „ „ „ M. 97,35 M. 97,55 für je 100 M. Nennwert. Für jede 18 Tage, um die sich die Einzahlung weiterhitl verschiebt, ermäßigt sich der Stückzmsbetrag um 25 Pfg. 9. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Antrag vom Reichsbank-Direktorium ausgestellte Zwifchenscheine ausgegeben, über deren Umtausch in Schuldverschreibungen das Erforderliche später öffentlich bekannt gemacht wird. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorgesehen sind, werden mit größtmöglicher Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden. (3354 KerUu, im August 1915. Reichsbank - Direktorium. Havensteiu. ' v. Grimm. 4 yt , > :-r; I h ■

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