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Der Israelit · 1915-09-16 · Heft 39 (16.9.1915) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 39 (16.9.1915)
Date
1915-09-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 No. 89 Der JSraeltt. 16. September 1915 teren Erfahrungen der letzten Kongresse, die viele seiner Freunde in Deutschland zum Austritt aus der Organisation veranlaßte, eines andern belehren zu laffen. Seinem Standpunkte, neben dem eifrigen Thorastudium, der jüdischen Jugend auch die Quellen des modernen Wissens zu erschließen, blieb er auch in der Praxis treu. Aufsehen erregte es, als er im Jahre 188^ dem Kongreß der russisch-jüdischen Gemeinden in Petersburg einen ausgearbeiteten Plan über die Reorganisation des Jcschiwawesens vorlegte, wonach die Jeschiwa den Forderungen der modernen Pädagogik angepaßt werden sollte. Dieser Reformplan drang nicht durch. Reines eröffnete dann aber selbst eine „M ufterjeschiwa" in Swenziany. An diese Gründung knüpften sich große Kämpfe, in deren Verlauf die Jeschiwa geschlossen wurde. Im Jahre 1905 aber konnte Rabbiner Reines seine Jeschiwa in Li da wieder eröffnen, in der bet Aufrechterhaltung des alten Thorageistes den profanen Disziplinen ein entsprechend weiter Raum gegeben ist. Eine große Reihe von gedankenreichen und formschönen Schriften des Verstorbenen dienen der Verteidigung dieses allezeit von ihm in Wort und Tat eifrig vertretenen Standpunktes. In den acht Abteilungen der Jeschiwah befanden sich beim Kriegsausbruch über dreihundert Schüler. Ob und inwiefern diese Lehranstalt von der allgemeinen Katastrophe in Rußland betroffen worden ist, kann heute mit Sicherheit nicht gesagt werden. Man darf jedoch annehmen, daß das unsägliche Judenleid in Rußland wie die Gefährdung, oder vielleicht gar der Zusammenbruch, seines Lebenswerkes in erster Reihe dazu beigetragen haben, die'Kraft des Mannes, die allzeit der jüdischen Arbeit gewidmet war, zu brechen. Der Name des Führers, dessen Geistesgröße, goldreiner Charakter und edle Gesinnung von Freund und Gegner gleich anerkannt wurden, wird in der Reihe der Großen aller Zeiten genannt werden, ins TD? Dom russischen 3uöenelen0. F»eter§-urg, 3- September. „Retsch" meldet: Die Negierung Hut die Verbreitung von Pogromliteratut der echrrussischen Leute in den Lazaretten verboten, um die Gemüter nicht, gegeneinander aufzureizen. Die jüdischen Flüchtlinge müssen trotzdem in den Lazaretten die schlechteste Behandlung erleiden und Beschimpfungen und Mißhandlungen erdulden. Wohlhabende Juden baten um Entlassung aus dem Lazarett, weil die Behandlung unerträglich sei. Die Krankenpflegerinnen wenden für Juden nur Schimpfnamen und niemals den richtigen Ranken an. 3urücksen9ung 9er gglizisclien Ju9en aus Ru&lan9? Krakau, 2. September. Nach einem Telegraurm des „FremdenblatteZ" hätten die russischen Behörden beschlossen, alle! Juden, welche aus Galizien nach Rußland v e r s ch i ck t w o r d e n f i n b, wieder nach Galizien zurückzubefördern. Mit der Durchführung dieser Maßnahmen sei der russische £ Gouverneur in Tarnopol, Czartoryskhj, betraut worden. Personalien. Treuchtlingen, 12. Sept. Magistratsrat Simon Mayer konnte an diesem Tage auf eine 25jährige Tätigkeit als 2. Kultusvorstand und Kassier zurückblicken. Aus diesem Anlah hat unser Rabbiner, Herr Dr. Mannes aus Schmabach, der — wie gewöhnlich am rstp vor wirken — in unserer Gemeinde weilte, in ticv Morgen predigt auf diese Feier Bezug genommen und den Jubilar als Borbild eines cchtett Jehudi und gewisser.'asten Vorstands hingcstellt. Nach dem Gottesdienst erschien die Gemeindeverwaltung mit dem Rabbiner und den Gemeindebeamten in der Wohnung des Jubilars. Zuerst sprach der 1. Vorsteher Herr Ceftreicher dem Jubilar herzliche Worte des Dankes für die der Gemeinde geleisteten treuen Dienste und überreichte ihm in deren Namen und ans Anerkennung seiner gesegneten Wirksamkeit einen prachtvollen silbernen Pokal. Alsdann feierte Herr Hauptlehrer F u l e r Herrn Mayer als den Mann, dem die Gemeind.', nicht zuletzt in religiöser Hinsicht gar vieles zu verdanken habe. Aeuherst gerührt, sprach darauf Herr Mayer in einigen Worten seinen Dank aus für die erwiesene Aufmerksamkeit und erklärte sich bereit, auch weiter seine Kräfte in den Dienst der Gemeinde stellen zu wollen. Zuletzt sprach noch der Herr Rabbiner herzliche Worte. Auterodr, 12. Sept. In körperlicher und geistiger Rüstigkeit begingen Herr Levi Rons he im und Frau Marianne geb. Goldschmidt dahier das Fest der goldenen Hochzeit. Bon den noch lebenden 10 Kindern des Jubelpaares stehen 4 unter den Fahnen. Herr Krersrabbiner Dr. llohrr-Eschwege überreichte die vom Kaiser verliehene Jubiläumsmedaille. Euskirchen, s. Sept. Siegfried Hanßitcv, Ofsizier-Stellv. im Res. Jnf.-Reg. 2<J, ist mit dem Giseruen Kreuz ausgezeichnet worden. bür den liberaleren ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Eine Gemeinde snckit frommen Religionslehrer. Cantor n. Schächter oder nur Cantor u. Schächter. Einkomm. 12-l<)oo mit Ambesier. bis M. 2000. Anmeldg. n. F- P. E. 918 an Rudolf Rosse, Frankfurt a.M., ohne Beifüg, von Original-Zeugnissen. (11030 Leder engros Lehrlino gesucht mit eins. Zeugnis. Samstag geschlossen. Offerten unter F K A 829 an Rudolf Rosse, Frankfurt a. M. (11020) Lehrstelle sucht jung. Mann mit E'inj.- Berecht. in gröster. Geschäft, das Samstags geschlossen. Offerten unter K 11031 an die Exp. d. Bl. erbeten. Lehrlingssielie. Lehrtg , nicht mit. 15 Jahr, findet Aufnahme in mein. 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Uerstchernnge Mit Einschluß der Kriegs-Gefahr übernimmt noch bio ans weiteres die SÄioer £eDen5oerrnOeruriflö-0efe[l[i8flil 0. ö. uKltc leipziger) elegründel lsöO Ohne Extraprämie beim Eintritt Deckung der llnegsschädenbeirrage aus späteren Divi denden. Sofortige Auszabllmg der ganzen Bersichernngosiimme. Vandsturmpflichtige, die nicht eingeslcllt werden, brauchen llriegsschadenbeinäge nicht zu entrichten. Aufruf I Unterzeichnete richten an unsere edeldenkenden Maubenobrüder die ergebenste Bitte, ihre Mildtätigkeit einem OO jährigen Nulruölienmtcn, der nach lojäliriger geivissenhaster Änitiernng seht fast erblindet und von sonstigen schiveren körperliche» <Gebrechen heimgesncht ist, znwenden zn wollen. Der mininierzeichnete Berlagsbuchhündter Louis Lamm, Postscheckkonto 7.130, ist zur kLittgegeiinahine von traben, über die an dieser stelle gnittierr wird.'gerne bereit. > 110:5:5 Berlin, Monat Tischri ch'abb. Dr.Höxter, Gipsstr. 24. niabb. Dr. DipsehütL,Barnimstr.W. 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Beide Werke in deutscher Sprache erschienen sind schon broschiert zum Preise von Mk. 2.— 'h psTiD Fjic'cn D‘7C:2 N212 C'Cirn zu beziehen durch 8. ir E I NIT X, Oberrabiner, Pctcrrasar (dom. Heveo) (Ungarn). Sukkoh zu kaufen gesucht. L. Strasrmann, Frankfurt a. M., Zischerseldstr. 9. (llt>27 SlSiiSM Nimm ölelne mr J. TachanerlT Bad Hissingen Versand nur per 'Nachnahme. Enthaarung^ - Mittel „tlsra,, stets prompt wirkend und äußerst angenehm im Gebrauche. Zn beziehen die Dose ä 75 Pfg. und Mk. 2.— durch Hirsch-Apotheke und ehern, pharm. Laboratorium Wftrzburg POBecerie (j. oppenQeftn Frankfurt a. KI., Börsenplatz 1 Zubab. Bernhard Rnbinstcin wünscht Kohlen und Koks sowie alle sonstigen Brennmaterialien in erstklassiger Qualität zn den billigsten Preisen. (3228 8. Moses & Co., Sandweg 32. Telefon Amt Hansa 000« — Lager Osthofen. famiiie fiias Riiidnsleüi Frankfurt a. M. MM 9lacht' äglich gingen noch felgende N"-, -Bckmsch -HlUhebiillgen c:u: Z. 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