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Der Israelit · 1915-07-08 · Heft 29 (8.7.1915) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 29 (8.7.1915)
Date
1915-07-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Hette 10. No. 29.__t_„Der Frankstrrk« * _■ _ 8. Juli 1915. DenmschleS. Berlin, 23. Juni. Ein Berwaltungsstrert um den jüdischen Friedhof in Weitzense, der für alle Kultusgemeinden von Interesse ist, hat das Oberverwaltungsgericht ln einer Grundsteuerklage der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gegen den Gemeindevorstand von Berlin-Weißensee beschäftigt. Dieser hatte die Jüdische Gemeinde wegen ihrer in Weitzensee belegenen Grundstücke zur Grundsteuer herangezogen, wogegen die Jüdische Gemeinde Klage mit dem Antrag auf Freistellung von der Steuer erhob, indem sie geltend machte, daß die Grundstücke von ihr zu Friedhofszwecken benutzt würden und demgemäß nach § Üi des Kommuralabgabengesetzes steuerfrei seien. Der Niederbarnimer Kreisausschutz erkannte in erster Instanz dahin, daß die Klägerin nach einem gemeinen Wert von 715,000 M. zu einer Grundwertsteuer von 2890 Mark heranzuziehen, im übrigen aber sreizustellen sei. Hiergegen legte die Jüdische Gemeinde beim Bezirksausschuß Berufung ein mit dem Antrag, sie nur nach einem gemeinen Wert von 248 OVO Mark zu einer Steuer von 992 Mark heranzuziehen, im übrigen aber freizustellen. Der Bezirksausschuß Potsdam ermäßigte daraufhin die Grundsteuer aus 2704 Mark und wies im übrigen die Klage ab. Der Revision der Jüdischen Gemeinde hat das Oberverwaltungsgericht stattgegeben. Die Jüdische Gemeinde war wegen des Grundstücks Lichtenberger Straße 05 zur Steuer herangezogen worden, weil es zwar durch einen Zaun in das Friedhofsgrundstück einbezogen, aber noch nicht unmittelbar zu Friedhofszwecken benutzt wurde. Das Oberverwaltungsgericht sah die Besteuerung dieses Grundstücks nicht für berechtigt an, weil es in allerkürzester Zeit zur Belegung mit Gräbern bereitgestellt werden sollte. Berlin, 9. Juni. Laut Beschluß des Vorstandes und des Repräfentanten-Ausschmses der jüdischen Gemeinde ist auf dein Friedhof in Weißensoe eine Fläche von etlichen hundert Quadratmetern für die Errichtung eines Ehrenfrledhoses zur Beerdigung der gefallenen .Helden jüoischen Glaubens in Benutzung genommen worden. Auf diesem Ehrenfriedhvfe, der urrnnttelba5 hinter der neuen Halle liegt, haben bereits etwa 25 gefallene Krieger Aufnahme gefunden. Die Bestattung erfolgt aus Kosten der Gemeinde. Später soll in der Mitte des Ehrenfriedhofes ein gemeinsamer Denkstein für die Gefallenen errichtet werden. Nürnberg, 25. Juni. Vor mehreren Wochen wurde hier aus den Kreisen der „Adatz JiSroel" eine jüdische Frauen-Vereinigung „Esras Noschim" gegründet. Neben dem allgemeinen Zweck der Förderung des gesetzestreuen Judentums in Lehre und Leben, hat sich die Vereinigung eine Reihe besonderer Ziele gesetzt und sucht diese durch die eifrige Mitarbeit eigens hierfür ausgestellter Kommissionen zu erreichen. Es sind dies u. A. Ausübung von Gemillus Chessed Pflege geistiger Jntereflen, sowie soziale Hilfsarbeit. Insbesondere bemüht sich die Bereinigung um Stellen und Arbeitsvermittlung für Frauen und Mädchen. Anmeldungen von Stellensuchenden, sowie Mitteilung offener S tellen werden an die Adresse von Frau Albert Ellern, Solgerstr. 8, erbeten. Ztzürth, 4. Juli.UDem vom Direktor der Israelitischen Waisenanstalt Dr. Deutsch an die AuffichtSstelle erstatteten Bericht über das Jahr 1914/15 entnehmen wir: Die Anstalt war im Schuljahr 1914/15 von 36 Knaben und 16 Mädchen besetzt, die auf die verschiedenen BttdungSanstalten sich verteilt haben. Der überwiegende Teil de.- Knaben besuchte die israelitische Realschule, au welcher mit Schluß des Schuljahres 6 der Absolutortalprüfung sich unteAvaen haben. Die Mädchen besuchten großenteils die Volksschule, einzelne die Städtische Höhere Töchterschule und Handelsschule, an welch letzterer ein Zögling die Entlassung-Prüfung abgelegt hat Wie selbstverständlich, stehen auch viele der ehemaligen Zöglinge unter den Waffen. Manche von ihnen haben es zu Beförderung und'Auszeichnung gebracht, einige ihr Leben auf dem Felde der Ehre für König und Vaterland gelassen. Eudtkuhneu, 27. Juni. Auf den hiesigen drei evangelischen und den jüdischen Friedhöfen und auch an verschiedenen anderen Stellen in unserer Gemeinde befinden sich viele Gräber, in denen die Helden ruhen, die in den Kämpfen in und um Eydtkuhnen den Heldentod für das Vaterland gestorben sind. Auf dem jüdischen Friedhof, dessen Umfassungsmauern stark zerstört und dessen Grabstätten teilweise sehr beschädigt sind, befinden sich 4 Einzelgräber in denen deutsche Helden ruhen und ein russisches Grab. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. 5 < i r i < i K I Wenzel & Thorwesten p| (Ink. W. Thorwenten) i Gartenarchitekten. M Telefon 4664 Hansa. BUro Hansa 868. 13 Unser Blumengeschäft befindet sich |j| ab I. Juli 1915 > m m EJ 151 Eingang Kaiserplatz. m mmmmmmmmipuonpim un (3133) Frankfurter Hof. Eingang Kaiserplatz. toiioifp?|olFS7F5?I|o1Folfo|folfpj LSJ s 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 El ^51 i J. H. Lussmann Söhne Langeltraße 89 jfegr. 1951 Tel* H. 2469 MISTER und BELEUCHTUNGSKÖRPER Umänderungen Aufarbeiten Installationen für Elektrizität und Gas. Telefon-Anlagen. (3351) Klingel-Leitungen. ■- -■ 6. Preuss. - Süddeutsche (232. Kdnigl. Preuss.) Klassen - Lotterie. Zur 1. Klasse. Ziehung am 9. und 10. Juli 1915, habe noch abzugeben : Achtel Viertel Halbe Ganse Für die erste Klasse.Mk. 5-— Mk. 19.— Mk. 20.— Mk. 40.— Für alle 5 Klassen .Mk. 25.— Mk. 50— Mk. 100.— Mk. 200 — Porto und Bestellgeld 15 Pfennig. Gewinnlisten-Abonnement 60 Pfennig Fr. Landmann, Frankfurt a. M. Kgl. Lotterie-Einnehmer, Kalbfichergasse 3, 1 Treppe, Telephon Hansa 2074 FAHRGASSE 144,111,85, F. B. Auffarth, Zell 134 Buch- und Lehrmittelhandlung. Frankfurt a. ■ Fernspreclrar Amt Hanta 512« Umfangreiches Lager aller wichtige« Erscheinungen beS literarischen Weltmarktes Annahme von Abonnement auf sämtliche Fach- und Unterhaltungszeitschristen deS In» und Auslandes. — Anstchtsendungen bereitwilligst — (2991 6. Preußisch-Süddeutsche (282# Kgl# Pr«) Klassenlotterie. Zn der am 9.|10. Juli stattfindenden Ziehung habe ich noch Lose abzngeben (3129 Prds für . . . % y4 V»_7i Los Mark 5— 10.— 20.— 40.— Porto und Bestellgeld 15 Pfg. Listenabonnement 65 Pfg. Frankfurt a. Main Ernst Lejeune Schäfergasse 15 Tel. 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