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Der Israelit · 1915-05-06 · Heft 20 (6.5.1915) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 20 (6.5.1915)
Date
1915-05-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette 10. Nr. 20. „Lee Frankfurker MrarUt* bliebenen in der Heimat eine wundervolle Organisation errichtet haben, um die Wunden des Krieges zu Lindern und zu heilen. Diese Gedanken bewegten uns, als wir gestern das in der Minka von Goldschmtdt-Rotschild'schen Stiftung befindliche Bereins-Lazarett 33 aussuchten, um einem Konzert für die Verwundeten beizuwohnen. Die herzlichen, im Frühlingsschmuck prangenden Parkanlagen, die stillen herrlichen Räume und vor allem der liebevolle Geist, der überall herrscht, vereinigten sich, um den Kriegsverwundeten gute Pflege und einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Zu dem Konzert hatten sich erste Kräfte der hiesigen Theater zur Verfügung gestellt, deren Darbietungen die Vaterlandsverteidiger (auch ans den Nächstliegenden Lazaretten waren die Verwundeten erschienen) mit Begeisterung lauschten. Der lebende Schutzwall. Das scheußliche Vorhaben der Russen, Juden durch die Feuerlinie nach Oesterreich abzuschieben, brandmark eine Frankfurter Frau in einem Frankfurter- Blatte mit folgenden Versen: Russische Scheußlichkeit. Es schweigt die Schlacht. Die Weiße Fahne blinkt; höret, was sie bringt: „5000 Juden, die mit Hab und Gut Wir ausgetrieben aus der Heimat Ruh', Die schicken wir nun euren Reihen zu. Vergießet nicht der Armen Unschuldblut." Also der Feind. Ein Grausen faßt uns an. 5000 Menschen treiben sie daher, Ruchlose Mörder ihr. Des Satans Bann, Ter Hölle Abschaum, Menschen, nimmermehr. 5000 Menschen! Weib und Greis und Kind, hohläugig — jammervoll in Gram und Not, Lo wanken sie von Angst verwirrt und blind Mit ihren Schritten in den sichern Tod. Auf, Brüder, auf! Nun ist es an der Zeit, Nun gürtet alle euch zum blut'gen Strauß. Viel tausend sielen schon im grimmen Streit: Nun müssen auch die Letzten noch heraus. Heraus! So sag' ich, und so soll es sein. Es küsse keiner mehr Weib oder Braut, Es nenne keiner mehr ein Liebchen sein, Sv lange noch der russische Schrecken graut. Hör' du es, Menschheit! Bäume dich empor! Stoß' aus von dir die ekle Teufelsbrut. Du alte Erde, öffne weit dein Tor, Begrabe sie in Schlamm und Flammenglut. Erhebet euch, ihr Brüder allesamt. Es gilt die Menschheit und Helm und Herd Bon Glut des Zornes und der Scham entflammt Zum Siege traget unser gutes Schwert. Vereinskalender. Verein Mekor Ci,aiim. Samstag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim; Herr Rektor Falk. 4 Uhr nachm, tm VeretnSlokale: Mttro - Vortrag; Herr Joseph Bamberg er. Son n rag, 9'/. Uhr vorm, im Vereinslokate: Gemoro- Herr R. A. Posen. Stunde vor Maariw im Vereinslokale, Langestr. 18: sip; Herr Redakteur S. Schachnowitz. Montag, 8*7« Uhr abends: Gemoro; Herr Dr. Josef Breuer. Dienstag, 7l/t Uhr morgens: Gemoro- Herr R. A. Posen. - */4 Stunde vor Maariw im Vereinslokale: Midrasch; Herr Prof. Dr. Sulz Vach. Mittwoch, morgens nach Schluß der Synagoge bür den Inseratenteil ist die Redaktion nickt verantwortlich; insbesondere ist es ausschließlich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Criuri- Neu erschienen! Erste Folge der Kriegs - Bücher des „Jüdischen Volksschriftenverlags“ Im Schatten des Weltkriegs Jüdische Skizzen von 8. Schachnowitz I);is Nüclili-i» zn^t in vier Novellen, wie die Xot und Crosse der Zeit allerorts, wo Juden in riiuinliclicr Xiihe des Krieysseliau)*latzes leiten und leiden, ihn“ eigenen Aiisdnicksfonnen finden. Von den Krieysnüteu elsässlscher Landgemeinden werden wir zu jüdischen Heldenknaben hinter der Karpatenfront geführt, üewimn n einen Rinldiek in die >seele von Juden, die ein lies C,,hi.s<*<*.seJii(-k mitten in die Kosakenreihen anm Kampfe für ihr liebloses Vaterland gestellt und begleiten daun einen jüdischen Wandersag durch die -rali/.is« he Sandelten«*, alles in Iehendi>-eii /üldcni. die «las lasen zu einem tiefen lliterleben machen. ilIXiOö Preis des Baches 30 Pfennig Otei M.issemtlimdiim* l>illi«f«*r). Zu beziehe» durch das l’iint der Agndas-Jisroel-Jugendorganisation, Frankiert am Kain, Am Tiergarten No. 8. 144,111,85, R9SSMARKT 179 Ne« eröffnet. A. b. Konstabler Wache. (3065) 6. Mai 1915. •rn? (rbv toip. 8®/4 Uhr abends: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. Donnerstag, V* Stunde vor Maariw im Beretnslokale: Midrasch; Herr Pros. Dr. Sulzbach. Jeden Morgen nach Schluß des Gottesdienstes: Mtschna. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Samstag, 10 Uhr vorm.: Doroth Horlschaunim; Herr Direktor Dr. G. Lange (Damen u. Herzens. 10 Uhr vorm.: Gemoro,' Herr Rabbiner Schüler. 10 Uhr vorm.: Gemoro; Herr Dr. M. Lange. 11 Uhr vorm. Raschi zur Thora- Herr M. Hirschberg. 12 Uhr vorm: Gemoro- Herr B. Rachelsohn. Sonntag, 8 Uhr vorm.: Gemoro - Herr B. Rachelsohn. 11 Uhr Sprechstunde der Lehrstellenvermittlung. Dienstag, 9 Uhr abends: Gedanken aus Pirke Owaus- Herr 5k, Ochsemann (Damen u. Herren). Mittwoch, 9 Uhr abends: Nwtjtm; Herr S. Unna. 9 Uhr abends: Gemoro - Herr Dr. M.Lange. 9 Uhr abends: Stenographie - Herr B. S t e r n. Donnerstag, 9 Uhr abends: Gemoro- Herr Direktor Dr. G. Lange. 9 Uhr abends: Sprechstunde des Zimmernachweises und der Lehrstellvermtttlung. Agudas Jisroel Mädchengruppe. Sams, tag, 4 Uhr nachm.: Ruth- Herr Hirschberg. Sonntag, 0 Uhr abends: Mischle. Montag, V,9 Uhr abends: Handarbeitsabend. 3/49 Uhr abends: Turnen- Frl. M. Leph (Tiergarten 8). Dienstag, 9 Uhr abends: Französisch; Frl. R. I e i d e l. Mittwoch, V,9 Uhr abends: Handarbeitsabend. Donnerstag, 9 Uhr abends: Stenographie - Frl. I. K a tz. Zacharias Wertheimber sche Stiftung (KlauS) Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Samstag, IO3/* Uhr vorm.: Die Stdra mit Rasch!. 11*4 Uhr vorm (für Schüler). n^o o: 4V* Uhr nachm.: xop 822 'o:. Sonntag, 7 Uhr vorm.: »xep X22 'c;. Montag, eine Stunde vor nrao(fürSchüler): njpc. Dienstag, 7 Uhr vorm : map *22 m Eine Stunde vor nn2v (für Schüler): "w. Mittwoch, vor nn:v: 1. (für Schüler) eine Stunde “:b>ö; 2. ifür Schüler) eine Stunde vr. Freitag, vorm. 7 Uhr: rrv,7! *02 'öl. Während der ni'Sv-Zeit an den Wochentagen 20 Minuten vor 2'ipv: Bor trag. Herr Rabbinatsass. Posen: SamStag, vormittags nach Schluß der Synagog, Friedb. Anlage: bin "n Sonntag, 8 Uhr vormittags: a"n rm». Mittwoch, 7 Uhr vormittags: a"n m». Verein Liwiath-Chen (Herr Prof. Dr. S u l z - bach> Sabbat nach nnw: Midrasch im Hörsaale Friedberger Anlage. Familiennachrlchten. Gehn tot. Eine Tochter, M. Neumann, (Weißbecker) Helmholtzstratze 20. < armizwohfeier. Alfred, Sohn des Herrn Louis Katzenstein, Tiergarten 44, in der Synagoge Friedberger Anlage. cheöehetten 'rpns nzv Frei tag A b end 7.25. Samstag Morgen 7.30 Predigt. Samstag Nachmittag 5.00 „ Abend 8.45. Wochentags morgens 6.00. nachmittags 7.00. Dampfwascbanstalt 6EBR. V06EL Frankfurt a.M., RBdelhelmer Lnndstr. 21. Tel. Amt 11,2067. Haushaltungswüsche jeder Art (weiß und bunt) Beraohnung nach dem Trockengewicht (pfundweise) Nasswäsche, Trockenwäsche, Mangelwäsche Sorgflltlge Ausführung. :: Sehonendste Behandlung. (2951 Lieferzeit 2—3 Tage. Garantiert ohne Ohler. KWM.WerWWii.il. und Färberei Hugo Luckner (Inh. Gebr. Rtiver), Leipzig ohem. Wasohanalalten ca. moo »ng«-,-,,,,. Mainz, Offenbach a. M.» Hanau, Qiessen, Wiesbaden, Bingen, Homburg v. d. ff.. Nauheim. Darmstadt, Neu - Isenburg, " ■■■■■ — ■ Qriesheim a. M., Höchst a. M. — (2773) Chem. 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