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Der Israelit · 1915-03-25 · Heft 13-14 (25.3.1915) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 13-14 (25.3.1915)
Date
1915-03-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit Jj] Ein Centralorgan f6r das orthodoxe Judentum Begründe! dob Dr. Lehmann in IDainz 86. Jahrgang. ssaa Sranhfurt fl m flcn 25, ^015 A3 13 u. 11. ain-, «Jen 10 3ii^art 5675 m*mmm pro «ierielirnvr r GewNnNche Ausgabe SRI, 1,60, vrstauSgabe (Kunstdruck) 9». 8,— Auslandspreise: «ewödnliche Ausgabe: Oesterreich-llnaar« » Ks., «ußlaud 1 Bub« England l oh., Amerika 60 eta, Riwerlaude l.SO fl., «rankreich Fn. MO. Abonnements bei alle« »ostaastalten. BuchHandlnngen. sowie direkt bei hem »«wo. SettanSaabe uwdirekt. Der JSraelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate: 30 Pfennig für die sechSgespattene Tolonel.Zeile; Rabatt nach Tarif. Jnseratenannahme durch den Verlag des JSraelit G. m. b. H., Frankfurt a.M., Gr. Lfchmheimerstr. 83 Del.S84S,»mt Hansa, sowie sSmtt. Annoncen-Exped. des In« nnd Auslands. PlatzvorfchrMeu ohne Nerdiudlichkr». II 3a$luuge* können außer direkt au dm Verlag erfolgen per Tont» »et der K. K. Vostfparkaste «pte» Na. II «onto »ei de« «. Wostsparkastenanet »ndapest Mo.18L»ch. Tonis »ei »er Mtgaer Tom«ert»a«i ste Hit« || nnd der« Filialen. Her NachSruch Ser Nrtihei uaö torrelponSenzen Ses »Israeül“ in nur unter genauer Quellenangabe, unö, soweit es fich um größere fluffäfce handelt, nur nadi Dorherlger öenehmigung geilaftet Aufruf! Zn Palästina Herrscht zurzeit eine bittere Kot, wie ste an Schwere und Ausdehnung seit Menschengedenken nicht vorhanden war! f&ciufettbe Ifttttgern! Das Gefchäftsleben stockt. Handwerker, Kinderlehrer, Gelehrte befinden sich in trostloser Lage. Darbenden Schulkindern fehlt es an Brot; die Aermsten brechen auf der Straße vor Entkräftung zusammen. Es herrscht eine nie dagewesene Teuerung, und es fehlt an Geld zum Betrieb von Notküchen und zur Verteilung der spärlichen Nahrungsmittel. Wir sind nicht nur als Juden, sondern auch als Deutsche zur Hilfeleistung verpflichtet und handeln auch im Sinne unserer Reichsbehörden, wenn wir einem Teile der notleidenden Bevölkerung des uns verbündeten ottomanischen Reiches mit dem Aufgebot aller Kräfte zu helfen uns bemühen. Zn dieser außerordentlichen Lage appellieren wir an den gtauvensbrüderlichen Sinn und die Menschenliebe der deutschen Synagogen - Kenternden. Es sollen durch einmütigen Beschluß aller Rabbinate und Gemeindevorstände in: Deutschen Reich die zwei letzten Tage des bevorstehenden Peffachfestes den Charakter eines großen Palästina-Tases derGemeinden Deutschlands erhalten. Alles, was an diesen beiden Tagen in sämtlichen Synagogen des Reiches an Thorafpendeu, Erlös von Alijos und Mizwos, Haskoras Neschomaus-Gaben, Matnas-Jad-Spenden und sonstigen Liebesgaben, unter denen sich jüdische Opferwilligkeit an diesen Gedächtnistagen nach guter alter Gepflogenheit betätigt, eingeht, soll zu einer großen Sammlung vereinigt werden, zur Ausgestaltung des begonnenen Rettungswerkes. Dieses erstreckt sich auf Lebensmittelverteilung, Unterstützung von Notküchen, Errichtung und Erhaltung von Schulküchen in den ärmsten städtischen Schulen, gewerbliche Unterstützung und Darlehen für arme Handwerker, Witwen und Waisen, Thoragelehrte, Lehrer und verschämte, notleidende Familien. Die Deutsch-Holländische Palästina-Verwaltung, die noch in den lehlen Jagen vom deutschen Kenerat-Konsrrl in Jerusalem im Wege des „Auswärtigen Amtes" zur kräftigen Kortsehung ihres Ailfswerkes aufgefordert worden ist, wird durch ihre verantwortlichen Organe in Palästina die gesamten Mittel durch dirette Zuweisungen an die schwer Bedrängten ihrer schleunigen Verwendung zuführen. Ks gilt das Schlimmste, von unseren Wrüdern im heiligen Lande avzuwenden. Es gilt ein Kilfswerk von unaussprechlicher Größe zu stchern! Berlin, Frankfurt am Main, Amsterdam, den 1. Nissan 5675. Deutsch-Holländische Palästina-Verwaltung Der vorstehende Aufruf wird von den Vorständen des „Jerbandes orthodoxer Kttbbirier Deutschlands''-, der „Kereinigung traditionell-gefehestreuer Kaöbiner- und des „Allgemeinen Iiaöbiner-Aerbandes in Deutschland-" aufs wärmste unterstützt. 8091

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