Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1915-03-11 · Heft 11 (11.3.1915) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 11 (11.3.1915)
Date
1915-03-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2448506-2448518--67376-2488253
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

XjS<?K JjJgDBi Um LiÄL^ 11. März 1915. M 11 M 11 gvankfnvt a. M., den 26. Adar 6676. jj&fTxfrm Der „Frankfurter Israelis wird mit dem JSraeltt" abonniert) Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. 1LV vierteljährlich (Inland). Inserate toi „Frankfurter JSraeltt" kosten 35 Pfg. für die fechSgefpaltene Lolonelzeile; Rabatt nach Tarif. "■ ~~ - . ' ' .... —. ■■ - m1 ■ ~s '■ ~ "; i ii >— ——— . ■— ij i ■ i — i ■■ n- ■ ■ ■aj Inhalt. Die Woche: 1. Militärische Gäste am Sederabend. 3. DaS ,/große Verhör" in der mit». 3. Aus dem Arbeitsplan des Mekor Chajim. 4. Agudas IiSroel Jugendgruppe. S. Silberne Hochzeit. 6. Die Rothschild'sche Bibliothek. — BereinStalender. — Familien- Nachrichten. — Gebetzetten.!! Me Woche gj_!| WitttSrifche Käste am SederaKend Aus unserem Leserkreise wird die dankensrverte Anregung gegeben, es möchten möglichst zahlreiche jüdische Familien es in diesem Jahre als Ehrenpflicht betrachten, einen oder mehrere Mische Verwundete aus den Lazaretten, soweit sie sich in Rekonvaleszenz befinden, an den Sedertisch einzuladen. Es bedarf kaum eines Hinweises, wie dankbar die meisten jungen Soldaten, die monatelang von der Heimat fern waren, die Teilnahme an der festlichen Familienfeier des Sederabends begrüßen werden. Zweifellos wird von Seiten der Lazarettverwaltungen der erforderliche Urlaub, soweit keine ärztlichen Bedenken entgegenstehen, überall gern erteilt werden. Wo sich Schwierigkeiten zeizen, sollten die Herren Rabbinen nicht säumen, zu Intervenieren. Pas „große Hk erhör" in der TQ'ET. Daß es für unsere .Tlttl kein Hindernis gibt, daß kein Krieg, keine Not uns hindern darf zu lernen, wer hätte je daran gezweifelt, ja, daß gerade jetzt mehr denn je, jetzt, da alles Materielle stürzt, die einzige Zuflucht der ewig sichere Hafen der rHlfi ist. Eine Selbstverständlichkeit war es daher, daß auch dieses Jahr, wenn auch natürlich einige Q^irD zu den Fahnen geeilt sind, in altgewohnter Weise auf unserer rCttP gelernt wurde. Auch das vergangenen Sonntag stattgefundene „große Verhör" legte dafür Zeugnis ab. Keine von den Fragen, die an sie gestellt wurden, ließen die v'*11N3 unbeantwortet, und Bewunderung erregte vor allem die geradezu glänzende Beschlagenheit der CHTfO' die erst das letzte halbe Jahr eigentlich zu „lernen" begonnen. Und gerade dieser letzterwähnten Tatsache kommt die größte Bedeutung zu. Denn da, wie auch der Herr Rabbiner in seinem Schlußworte betonte, unsere rcttf1 vor allem deutschen jungen Leuten zum echten Lernen Gelegenheit bieten soll — sie wird ja auch z. Zt. zum größeren Teil von Deutschen besucht — sollte natürlich bei dem Verhören vor allem bewiesen werden, welchen Erfolg gerade auch Anfänger im Lernen auf unserer PD'ET erzielen können, und jeder der Gäste wird den Beweis als erbracht anerkennen. Möge diese Tatsache allen jüdischen Eltern, die bestrebt sind, ihren Kindern eine wahrhaft jüdische Erziehung zuteil werden zu lassen, ein Ansporn sein, ihre Söhne für einige Zeit die 773'V besuchen zu lassen, um ihnen so Gelegenheit zu geben, einer ihrer obersten Pflichten, der Pflicht des Lernens, zu genügen. Aus dem Arbeitsplan des Mekor Hßajim.? Mit dem Bortrag über „Unsere Aufgabe in schwerer Zeit" am letzten Sonntag wurde der Bortragszyklys des Herrn Redakteur Schachnowitz über obiges Thema abgeschlossen. An den nächsten beiden Sonntagen, abends 6^/z Uhr, spricht, wie in den Vorjahren, Herr Dr. Joseph Breuer in den Räumen des Mekor Chajim, Langestr. 16, über die nößS ö'öVß. Teilnehmer werden gebeten, Machsor (Nvß '3) mitzubringen. Die Sabbatbriefe, die allwöchentlich regelmäßig an Mitglieder und Nichtmitglteder ins Feld hinausgehen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Weitere Adressen sind dem Vereine (Langestraße 18) bekanntzugeben. Agudas Aksroet Jugendgrnppe. Die Sprechstunde der Lehrstellenvermittlung der Agudas Jisroel Jugendgruppe (Hanauer Landstraße 17) findet jewells Sonntags von 11—12 und Donnerstags Abend non 9—10 Uhr statt. Die A. I. Jugendgruppe bittet sämtliche unter den Fahnen stehenden Mitglieder um Aufgabe ihrer MMärdreffen. Am Sonntag, den 21. März, abends, spricht Herr Redakteur S. Schachnowitz über „Russisch-Polen". Näheres wird noch bekanntgegeben. $ * * Bon der Lehrstellenvermittlung der A. I. I. wird uns geschrieben: Die Arbeitstage für Lehrmädchen ist in diesem Jahre nicht sonderlich günstig. Es mangelt sehr an Lehrstellen für junge Mädchen. Wir bitten dringend alle Geschäftsinhaber, Lehrmädchen auSzubilden und die Lehrbedingungen mitzuietlen. Silberne Hochzeit. Herr und Frau Eduard Feist feierten am 9. d. Mts. das Fest ihrer Silbernen Hochzeit. Der Jubilar, der in allen Kreisen der Frankfurter Judenheit als mxöfi "IN« nin, als eifriger Chewra-Mann, mip ^231 rrtaft bekannt ist, findet neben seiner ausgedehnten geschäftlichen Tätigkeit noch Zeit und Muße für alle öffentlichen Angelegenheiten de- Judentums und entfaltet ein segensreiches Wirken im Dienste von NON Die innigsten Segenswünsche eines großen Freundeskreises begrüßten das Jubelpaar an seinem in aller Sttlle begangenen Hochzeitstage. Nie Votßlchitdsche Mbtiot-ek. Die Freiherr Karl von Rothfchtldsche öffentliche Bibliothek hatte im Jahre 1914 einen Zuwachs von 1487 bibliographischen Bänden, wovon '830 Bände gekauft wurden. Der Gesamtbestand betrug am 31. Dezember 77655 Bände Druckschriften, 216 Bände Handschriften, 3454 Exlibris. Besonders wertvolle oder zahlreiche Geschenke erhielt die Anstalt, wie der Bericht mitteitt, von Frau Baronin James von Rothschild, der Redaktion der „Frankfurter Zeitung* und von Herrn Geh. Kommerzienrat JDr. Leo Gans. Die Zahl der OeffnungStage betrug 328, die der Besucher 23255, sodaß im Durchschnitt täglich 71 Personen die Anstalt benutzten. Die Zahl der benutzten Bände belief sich auf 27 764, wovon 19 541 nach Hause verliehen, 8223 in den Leseräumen benutzt wurden. Die Benutzung der reichhalttgen Handbibliothek der Leseräume ist dabet nicht mttangerechnet. Daß die Benutzung hinter der des Vorjahrs zurückbleibt, ercklärt sich aus dem Krieg. Für den Sammelkatalog wurden 284473 Zettel bereitgestrllt. Der Katalog erstreckte sich am Schluß des Jahres auf 49 Frankfurter und ungefähr 800 auswärtige Bibliotheken. Die Gesamtzahl der bis zum Schluß des Jahres verarbeiteten Zettel betrug 693 124. Verelnskalender. Verein Mekor Ehaft«. SamStag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dtoim; Herr Rektor Falk. 31/» Uhr nachm, im BeretoSlokale: Mikro-Vortrag; Herr Hermann Goldschmidt. Sonnrag, 9\ Uhr vorm, im BeretoSlokale: Gemoro; Herr R. A. Posen. 4 Uhr nachm.: Semoro; Herr Dr. Joseph Breuer. 6*/, Uhr nachm.tot Bereinslokale, Langestr. 16: Pijutim für Pessach; Herr Dr. Joseph Breuer. Montag, 8s/4 Uhr abends: Mischnah; Herr Rektor Falk. 5ortierf 15^) G.M.HOLZ J HOFLIEFERANT WIOLFSECK DfepopulärsleOgarre unsortiert < >>*v FRANKFURTaM

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.