Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 8 (18.2.1915)
- Date
- 1915-02-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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... <!.14-IJJ:»J ... -.-..1HU, j } . Der Israeli Ein Centralorgan lür das orthodoxe Judentum Begründet oos Dr. Lehmann in fflainz Iflhrnfina frmihfiirf n IT? flim Februar 1915 HS b» au« Jtuiryuny* jranniiiri a* lii, uen 4 Adar 5675 SRiffcaC |/Wm* •»OMMtmtttt pro Bierteliohrr Gewöhnliche «Maate 9H.1.60. ftiftanSaatt (Kunstdruck) «k. 8.—. Auslandspreise: Gewöhnliche Ausgabe: Vesterreich-Uuaaru f Kx., Nußland l Bub* England f ih„ Amerika SO et,., «tederumdr l.fO fl.. Frankreich Fn. sM. UbonuemeutS bei atten Voftanstalten. Buchhondlowg«, sowie direkt bei dem »erlaa. HeitanSaabe rnrr direkt. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate: 30 Pfennig für die sech-gespaltene Tolonel-Zeile; Rabatt nach Tarif. Jnseratenannavme durch den Verlag deS Israelit G. m. b. H., Frankfurt a.M.» Gr. Efchenheimerstr. 23 Del.584S,Amt Hansa, sowie sämtl. Annoncen-Exped. deS In- und Auslands. Platzvorschrifte« ohne NerdindUchkett. Zahlnnge« können außer direkt an den Verlag erfolg« per Eonto Hi de» K. K. Vostfparroste t»len Ms. WMi. «onto »ei de» «t. W«m*****t*m*i ****** H*. 18414. m*Kt* Hi »0» M^ao» Toao>u«»g»ouUg «e MiflU und der« «Mal«. Der llackSruck der Artikel und Correlgondenien des „Israelit“ iss nur unter senauer Quellenangabe, unö, soweit es flcll um größere Ruffflbe handelt, nur nach vorheriger ßenehmigung geftaffef. KahaltsLbrvstcht 1. Hülfe für den Osten (Ausruf.) — 2. Leitartikel: Im Krirgslager. — 3. Auf ätze: Das Große und feine Kehre. — 4. Homiletik: WolfS. Jaeobson, Hamburg: GoUvrrtrauen in schwerer Zeit! — 5. K l e in e s Feuilleton: David Pineas, Frankfurt a. M.: Der sterbende jüdische Krieger. — Einen Pfennig täglich' - Ein Beispiel zur Nachahmung. —«.Korrespondenzen und Nachrichten: Frankfurt a. M. (Lehrstellenvermittlung.) — Aus den Gemeinden: Budapest, Budapest, Budapest, Urmeny, Groß-Wardein, Bartfeld. — Petersburg (Russisches.) — London (Eine stürmische Sitzung) — Paris (Judenverfolgung in Algerien) — New-Aork (Die Emanzipation der Juden auf denk kommenden Friedenskongreß.) — 7. P e r s o n a l i e n: Frankfurt a. M. — Marktbrett. — 8. Qamtlten - Nachrichten. — 9. Feuil leton-Beilage. Unter Kennenkamps Fahnen. ■aBsaaiCMMiaBaasaBBSSSBSss Hülfe für den Osten. Austuf. Der Krieg, der seit sechs Monaten die europäischen Länder durchbraust, stellt uns Juden vor neue gewaltige Aufgaben. Der östliche Kriegsschauplatz insbesondere umfaßt diejenigen Landesgebiete, in denen unsere Glaubensgenossen gm dichtesten wohnen und wo auch in Friedenszeiten jüdische Ltebestättgkeit hilfreich eingreifen. muß. Unter den Ländern des Ostens ist es in erster Reihe Galizien, das unter den Folgen des gegenwärtigen Krieges schwere Heimsuchungen erleidet und dort sind es wiederum unsere Brüder, die am härtesten von den Schrecknissen des Krieges betroffen werden. Während ihre Söhne auf dem Schlachtfelde für die Sache des Vaterlandes kämpfen, find sie selbst vor dem Andrängen des Feindesheeres von Haus und Hof geflüchtet, um in entfernten Zentren Zuflucht zu suchen. Me IudenHeit eines ganzen Landes schreit nm Kitfe. Wohl haben Staat und lokale Fürsorge in den einzelnen Zufluchtsorten ihre Pflichten gegen die Notleidenden nicht vergessen. Tausende sind bereits in Baracken untergebracht und werden in Volksküchen mit Nahrung versorgt. Groß ist aber dennoch die Zahl derjenigen, die sich hilflos, ohne Schutz und Obdach, in mangelhafter Kleidung, den Unbilden des Winters preisgegeben, in verzweifelter Lage befinden/ groß auch der seelische Notstand all der Tausende von geistigen Arbeitern, der Thora-Gelehrten und Rabbinen. Der Krieg hat uns gelehrt, für das, was uns lieb und teuer ist, grosso Opfer zu bringen. Wir zweifeln nicht daran, daß alle unsere Glaubensgenossen in den Landesgebieten, die göttliche Fürsorge vor einer Ueberflutung durch feindliche Schaaren bewahrt hat, wie auch in den neutralen Ländern unserem Hilferuf für unsere leidenden Brüder im Osten Gehör schenken werden. Wir wenden uns an alle unsere Glaubensgenoffen: spendet reichlich, jeder nach Kraft und vermögen und helft uns das Begonnene Kikfswerk dnrchznführen. Gruppenverband der Agudas Zisroel in Deutschland. Rabbiner Dr. I. Auerbach, Halberstadt Vorsitzender Spenden nehmen entgegen: Büro der AgudasJtsroet, Frankfurt, a. M., Zeit 85. (Postcheckkonto, Frankfurt, a M 6712). Büro des Gruppenverbandes, Halberstadt, (Bostcheckkonto Berlin 18901). Redaktion dieser Zeitung. Wir brauchen dem vorstehenden Aufruf kaum ein Wort der Empfehlung hinzuzufügen. Möchten überall, wohin er dringt, frelmillige Helfer ««fc Helferirmerr sich in den Dienst der Sammlungen stellen, in jedem Haus die oft bewährte Opferbereitschaft aufs neue wecken und insbesondere in den Pur im tagen dem Hülferufe Widerhall verschaffen. Wir verkennen dabei keineswegs, daß auch innerhalb der Landesgrenzen und daß auch für Erez Israel noch gewaltige Opfer zu bringen sind — aber dennoch: nlic diese Opfer muffen gebracht werden. Möchte nur jeder sich fragen, wie es in seinem Kreise aussähe, welche Geldopfer es gekostet hätte, wenn, Gott behüte, russische Kosakenhorden unsre Grenzen überflutet und unsren Wohlstand vernichtet, unser Familtenglück zerstört hätten! Verdienen wir uns das gnädige Geschick, das uns beschieden ist, und spenden wir im Geiste der Schekel-Leher IJtMM 1S2 — die „Sühne unsrer Person". Eine besondere Ausgabe bildet jetzt die Versorgung der Hunderttausende galizischer Flüchtlinge mit Mazzos. Neben der allgemeinen Hülfsaktion sollte die „Agudns Israel" unsres Erachtens hierauf ihr besonderes Augenmerk richten. Auch die geistig-religiöse Fürsorge für die vielfach der Verwahrlosung preisgegebene Jugend in den großen Flüchtlingscentren fordert die ernste Aufmerksamkeit gerade der gesetzestreuen Organisation. Kurzum: nur außergewöhnliche Opfer der weitesten Kreise können den schweren Aufgaben halbwegs Genüge leisten, vor die unS der Jammer der Kriegszeiten stellt. Marmor und grnuen, die bereit strrb, als Sammler an ihrem Wohnorte fit faa-iere«, wolle« fich bei ihrer Agrrba» Isroel- Ortsgruppe ober bei ««ferer Redaktion melde«. ~ * * Reichliche Sendungen von Kchirhe«, Kleider« ««d Masche für die galiztfchen Flüchtlinge an die Adresse der „Jüdischen Frauenvereinigung,Frankfurt a. M., Schützenstraße 14" find weiter dringend erwünscht. In Pilsen allein sind, wie uns von dort telegraphiert wird, z. Zeit „zwölftausend halbnackte Flüchtlinge zu bekleiden und mit Mazzos zu versorgen." Ü i 1 ZS n