Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 55 (1915)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1915)
- Date
- 1915-02-04
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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fr*! *** ‘ -1 &ttJMEUT ,««kftet ». »., tat 4 3<‘™<J«- JK 6. 6. 20. Schebat 5675. £ffc*£ f^-6 srti^nryn Der ^Frankfurter Israelit" wird mit dem JSraelit" abonniert; Abonnement für beide Blätter zusammen Mk. 1.60 vierteljährlich (Inland). Inserate im „Frankfurter JSraeltt" kosten 36 Pfg. für die sechsgespaltene Lolonelzeile; Rabatt nach Tarif. Inhalt.;um Gedächtnis Marti« Feist's. — Die Woche: iartin Feist-Fond. — BeretnStalender. — Kamlltennachrichten. — Gebetzetten. Zum Gedächtnis Martin Feist's. Am Ausgange der 2'v' nx?ntr am Sonntag morgen hielt Herr Direktor Dr. Lange nach dem Gottesdienste im Hause eine Gedenkrede, die, von Rabbi Jochanan ausgehend, dessen Tod wie ein Sonnenuntergang wirkte, mit tiefempfundenen Worten an Hand ergreifender Midraschbtlder all das was wir in Martin Feist verehrten und heute beweinen, kurz zusammenfaßte. Als Lehrer und Freund wollte es Redner versuchen, der Klage um seinen Verlust Ausdruck zu geben. Denn in den letzten Jahren verkehrten sie nicht nur wie Schüler und Leherer miteinander, sondern auch wie vertraute Freunde, die in vertrauten Beratungen miteinander sich aussprachen über alles, was sie bewegte und vor allem, was sie für die Erhaltung und den Aufbau des heiligen Gebäudes der Religion zu tun vermöchten. Martin Feist Vs« war einer der wenigen, die mit den Vorzügen der Jugend die Vorzüge des Alters vereinigten, ein jugendliches, für alles Gute und Schöne begeistertes Herz und ein doch überlegtes und planvolles Handeln kennzeichneten ihn in allem, kennzeichneten den Menschen, kennzeichneten den Juden. Wo er helfen konnte — er hat es ja nicht anders von seinem von der ganzen Welt so geachteten Vater gesehen — mußte er helfen. Und doch hat er schon in früher Jugend gezeigt, daß auch das Helfenmüssen nicht einem dunklen jugendlichen Drang entsprang, schon leisten, zu wollen, sondern daß er sein Helfen so gestalten wollte, daß es auch wahrhafte Hilfe würde und von dauerndem Erfolg gekrönt wäre. Wie ein gereister Mann überlegte er und wußte seine Pläne, von denen sein Kopf so voll war, zu begründen. Und doch beharrte er nicht auf seiner Ansicht, sondern die Bescheidenheit, die die Jugend besitzen sollte, zierte ihn tatsächlich. Gerne ließ er sich belehren und leiten und ließ auch seine Ansichten fallen, wenn andere ernsthafte Bedenken gegen sie äußerten. Und sein rmJT erst I Ihm war es keine angelernte Gewohnheit, feurig wie ein junger Mensch und doch mit der Liebe eines reisen Mannes, dessen Ansichten schon abgeklärte find, so ging er in seinem Judentum auf, kein Opfer war ihm zu groß, das er nicht gerne gebracht hätte, um persönlich ganz als Jehudt zu leben, um bbXl miß1? auch für die Erziehung und Wiedergewinnung und Erhaltung unserer Brüder für die Thora zu wirken. Nur den einen Namen ^AgudaSJiSroelJugen dorganisation" brancht man auszusprechen, um zu wissen, waS er geleistet hat. Nur das eine Wort: „Paris" braucht man zu nennen, um zu wissen, wie er dort zu wirken versucht für rav rn’ött und dafür, daß die Jugend für die Thora wieder gewonnen werde. Es ist ein harter, schwerer Schlag, von dem wir betroffen wurden, ein Schlag, der bei dem plötzlichen Verluste, den wir erlitten, es uns scheinen läßt, als sei die Sonne, die tatsächlich erst aufgegangen, schon bis zur Mittagshöhe wärmend und segenspendend emporgestiegen, um dann plötzlich unterzugehen, ohne das Werk des Segens, das sie begonnen, vollenden zu können. Mit Worten des Trostes schloß der Redner und der Mahnung an die Jugend,, mit unverbrüchlicher Treue zu den Aufgaben, die sich und uns der Verstorbene gestellt, zu stehen und das Werk, in dem er vor allen anderen und für alle anderen geleistet und das sich auch sein Vater als sein ebenswerk gedacht hat, fortzusetzen. j| Me Marlin Ieist-Iond. Die Agudas Jtsroel Jugendgruppe, Frankfurt a. M., gibt in einem Rundschreiben an die Mitglieder und Freunde bekannt, daß sie es für eine Ehrenpflicht halte, das Andenken Martin Feist's innerhalb der A. I. Jugendgruppen für alle Zeiten durch Schaffung eines Fonds festzuhalten, der einem der Zwecke zugute kommen soll, deren Förderung ihm besonders am Herzen lag, und der den Namen Martin Feist-Fond führen soll. Es wird hierbei besonders an zwei Zwecke gedacht: Die Erhaltung und Ausgestaltung der Beth-Hamidrosch-Bibliothek, die den Namen seines unvergeßlichen Vaters trägt und die Schaffung einer Wanderbibliothek, die er selbst im Interesse der Jugendorganisatton, mit uns geplant hatte. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Zustimmung zu diesem Plane durch Zeichnung eines Beitrags zu bekunden. Bereinskalender. Berei« Mekor Cbajim. Freitag Abend nach Schluß der Synagoge, im Hörsaal Friedberger Anlage: Mikro; Herr Prof. A. Weyl. — 81/* Uhr abends im BereinSlokale Langestraße 18: Zwangloses Beisammensein. S amStag, morgens nach Schluß der Synagoge: Dinim; Herr Rektor Falk. 31/* Uhr nachm, im BereinSlokale : aprpy; Herr Redakteur Schachnowitz. Sonntag, 99U Uhr vorm, im BereinSlokale. Gemoro; Herr R. A. Pofen. 4 Uhr nachm.: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. — 6 Uhr AbendS im BereinSlokale: Jtrmejohu; Herr Dr. Joseph Breuer. Montag, 8-,4 Uhr abends. Mischnah; Herr Rektor Falk. Dienstag, 8*j4 Uhr abends: Gemoro; Herr R. A. Posen. Mittwoch, morgens nach Schluß der Synagoge inp frfap *wp. 89/4 Uhr abends: Gemoro; Herr Dr. Joseph Breuer. Jeden Morgen nach Schluß des Gottesdienste-: Mtschna. Agudas Jisroel Jugeudgruppe. Freitag nach Schluß der Synagoge: Sidrah-Bortrag; Herr Dr. Heinrich Lohn. (Damen und Herren). SamStag, */,11 Uhr: „Dorath Horischaunim"; Herr Direktor Dr. Lange. (Damen u. Herren). 11 Uhr vorm.: Raschi zur Torah; Herr Lehrer Hirschberg. 11 Uhr vorm.: Gemoroh; Herr Rachelsohn. 13Uhr vorm.: Gemoro; Herr Dr. R. Lange. Dienstag, 9 Uhr abends: Gemoro; Herr Dr. M. Lange. Mittwoch,» Uhr nachm.: Nwijim; Herr S. Un n a. 9 Uhr nachm.: Sprechstunde des Zimmernachweises. Donnerstag, 8/49Uhr nachm.: Gemoroh; Herr Direktor Dr. Lange. Agudas Jisroel Madcheugruppe. Sams, tag, 4 Uhr nachm.: Thillim; Herr Hirschberg. Sonntag, */»9 Uhr abends: Hebr.Sprachkursus. Mittwoch, 8/49 Uhr abends: Nähabend und Turn« kursus (Tiergarten 8). Zacharias Wertheimber'sche Stiftnug (Klaus) Herr Rabbiner Dr. Lorsch: Freitag Abend nach Schluß des Gottesdienstes: Bortrag über w2U puu 8*Sf xzrfcJy .10,, ä Vtorhamajor. .'.12 Ijottzr chi iti | G M stost.Ligarren pimo 1 --- ~