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Der Israelit · 1915-01-07 · Heft 2 (7.1.1915) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
55 (1915)
Issue
Heft 2 (7.1.1915)
Date
1915-01-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette' 12. Nr. 2. Der Israelit. 7. Januar 1915. ist. In diesem Falle wäre es ganz verkehrt, wenn -er Lehrer glaubte, unter allen Umstand-n im Interesse der Ausrechterhaltung des eigenen Ansehens eine wenn auch ungenügende Antwort geben zu müssen, sondern er bekenne ruhig, daß er die Schwierigkeit übersehen habe und versuchen wolle, in der nächsten Stunde bie: Frage zu beantworten. Bei ruhigem Nachdenken im Studierzimmer und nnter Zuhilfenahme unserer großen Bibelerklärer wird dann sicherlich die richtige Antwortgefunden werden, und, mit dieser ausgerüstet, wird er die nächste Stunde höchst anregend gestalten können und die Mühe, die er sich gegeben, tausendfach belohnt finden. Ich will wohl bekennen, daß ich es oft in der Oberklasse so gemacht habe und will heute aus meiner langjährigen Praxis nur eine derartige Frage ansühren, die ich im ersten Augenblicke nicht beantworten konnte. Es war bei der sachlichen Behandlung des Themas: „Josef stellt Brüder und Vater dem Könige Pharao vor" (1. B. M., Kap. 40, V. 2S-24 u. Kap. 47, V. 1 —10), als ein Schüler die Frage an mich richtete: Warum hat Joses den Brüdern empföhle», bei der Vorstellung bei Pharao auf die Frage nach dem Berufe zu antworten rupe nwx, und warum richteten sich die Brüder nicht nach dieser Empfehlung und antworteten trotz der Warnung [X5t ’jm? Die Frage war berechtigt; ihre Beantwortung konnte indes nicht sofort erfolgen. Der Lehrer, sah sich aus diese Schwierigkeit das ganze Stück noch einmal an und fand nutzer dieser noch andere auffallende Eigentümlichkeiten im Texte. Wer meinen Ausführungen folgen will, schlage das Chumesch auf und folge meiner Uebersetzung vom 31. Verse an: 31. Josef sprach zu feinen Brüdern und zum Hause seines Vaters: Ich will htngehen und Pharao berichten und ihm sagen: Meine Brüder und das Haus meines Vaters, die im Lande Kanaan waren, sind zu mir gekommen. 32. Die Männer sind (jetzt) Schafhirten, obwohl fie Herdenbesttzer waren, ihre Schafe und ihre Rinder und was ihnen sonst gehört, haben sie mitgebrachl. 33. Und wenn Pharao euch nun rufen lätzt und fragt: Was ist euer Geschäft? 34. Dann sollt ihr sprechen: „Herdenbesitzer waren wir. Deine Diener, von unserer Jugend bis jetzt, sowohl wir als auch unsere Väter", so werdet ihr ständig wohnen dürfen im Lande Goschen, denn ein Greuel ist den Aegyptern jeder Schafhirt. 1. Josef kam und berichtete dem Pharao und sprach: Mein Vater und meine Brüder und ihre Schafe und ihre Rinder, und was ihnen sonst noch gehört, sind aus dem Lande Kanaan gekommen und befinden fich jetzt im Lande Goschen. 2. Einen Teil seiner Brüder aber nahm er mit fich und stellte sie dem Pharao vor. 3. Da sprach Pharao zu seinen Brüdern: Was ist euer Geschäft? Und sie sprachen zu Pharao: Schafhirten sind wir, sowohl wir als auch unsere Väter. 4. Undsie sprachenzuPharao: Als Fremde im Lande zu weilen sind wir gekommen, denn die Schafe -einer Diener haben keine Weideweil schwer die Hungersnot ist im Lande Kanaan, und nun laffe doch deine Diener wohnen im Lande Goschen'. 5. Und Pharao sprach zu Josef also k Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekonrmen. 6. Das Land Aegypten liegt vor dir, in der besten Gegend des Landes laffe deinen Vater und deine Bruder wohnen, sie mögen im Lande Goschen wohnen, und wenn du unter ihnen wackere Männer kennst, so kannst du sie machen zu Oberaufsehern über meine Herden. 7. Und Josef brachte seinen Vater Jacob und stellte ihn dem Pharao vor, und Jacob begrüßte den Pharao. 8. Da sprach Pharao zu Jacob: Wie viele sind der Jahre deines Lebens? 9. Und Jacob antwortete dem Pharao: Die Jahre meiner Pilgerfahrt sind 130: wenig und böse waren meine Lebensjahre und sie haben nicht die Lebensjahre meiner Väter erreicht in ihren Pilgerjahren. 10. Als Jacob den Pharao gesegnet hatte, ging er hinweg von Pharao. Hauptschwierigkeiten: 1. Warum verlangt Josef, daß seine Brüder aus -re Frage Pharao's nach ihrem Gewerbe n;ps antworten sollten (V. 1), während er selber die Ankunft der Brüder mit dem Bemerken;xx ’yn anzuzeigen sich erbietet? (V. 32). 2. Warum wird die Rede der Brüder durch das völlig überflüssig erscheinende hjhb nein unterbrochen (V. 4)? 3. Warum gibt Pharao nach den Worten der Schrift dem Josef und nicht den Brüdern den Entscheid auf die Bitte? (V. 5.) 4. Warum berichtet die Schrift über den Besuch Jacobs bei Pharao? Und endlich die Hauptfrage, wie bereits oben angegeben. Zur Erklärung muß vorausgeschickt werden, daß es im alten Mizrajim sogen. Kasten gab, das sind insich abgeschlosiene Gesellschaftsklaffen, deren Mitglieder nur durch ihre Geburt denselben angehörten. Man unterschied vier Kasten: 1. die Priester, die auch das Staatsoberhaupt stellten, 2. die Krieger, 3. die Acker- und Herdenbesitzer und 4. die dienende Klaffe, zu welcher auch die Hirten gehörten. Diese vierte Kaste war bie verachtetste Klaffe und durfte niemals mit den Leiden obersten Kasten verkehren. Aus Vers 6 und 7 des 56. Kap. erfahren wir, daß die Jacobfamttie mit ihrer Nachkommenschaft und ihrem Herdenbesitz nach Mizrajim kamen, nirgends aber hören wir, daß sie Knechte und Mägde mitgebracht hätten. Wir wissen ja auch, daß Jacobs Söhne selber die Hirten der Herde ihres Vaters waren. Ais solchehätte Josef sie niemals zu Hose führen, sie niemals dem Pharao vorstellen dürfen. Darum sagt er auch Vers 32, daß er bem Könige berichten wolle, „die Männer seien eben jetzt Schafhirten" d. h. durch die Hungersnot seien sie in die vorübergehende Notlage geraten, das Hirtengeschäst auszuüben. Früher war das nicht so gewesen: Bon Haus aus waren sie Herdenbesitzer. Damit, so wollte Josef den Brüdern sagen, will ich fürs erste versuchen in Erfahrung zu bringen, ob der König die Vorstellung überhaupt gestattet. In diesem Falle gebe ich euch den dringenden Rat, nichts mehr von sXL »yn zu erwähnen, sondern auf die Frage nach dem Geschäfte nur unbedenklich rwps 'Pix zu antworten. Als nun aber die Brüder vor Pharao standen und aus die Frage nach dem Geschäfte antworteten: „Schafhirten sind wir, wie es auch unsere Väter waren", da war der König sprachlos darüber, daß Angehörige aus der verachtetsten Kaste es gewagt hatten, mit ihm von Angesicht zu Angesicht zu verkehren. Und da die Brüder kein Wort mehr aus seinem Munde vernahmen und aus des Königs Mienen nichts Gutes herauslasen, da richteten sie, um der peinlichen Situation ein (£nbe zu machen, zum zweiten Male das Wort an Pharao: daher die Wiederholung njnB Sx nvx'i. Sie wagen nun auch gar nicht mehr, um dauernde Ansässigmachung im Lande zu bitten, sondern nu: um vorübergehenden Aufenthalt im Lande Goschen. Nach dem bestehenden Hofzeremoniell wollte oder durfte der König wohl keinen Augenblick länger als nötig mit den „Schafhirten" verkehren, die darum auch sofort den Thronsaal verlassen mußten, was uns indes die Thora in leicht begreiflicher Rücksichtsnahme verschweigt, nnd so kommt es, daß Pharao nicht den Brüdern, sondern dem Josef den Entscheid auf die vorgetragene Bitte gibt und aus seinen Ansangsworten: „Dein Vater und deine Brüder sind zu d ir gekommen", hört man noch den Groll des Königs über die Autzerachtlasiung der bestehenden Vorschriften heraus. Aber, so meint wohl Pharao nach Vers 0, an einem Königswort (s. Kap. 45, B. 17 bis SO) dürfe nicht gedeutelt werden, und darum möge Joses seiner Familie Wohnplätze anweisen, wo er wolle, am besten wäre es allerdings im Lande Goschen, recht weit von der Residenz; auch dürsten selbst tüchtige Männer unter den Brüdern nie in eine höhere Gesellschaftsklasse befördert werden, wie es der König wohl anfänglich im Sinne gehabt haben mag, sondern ihre Beförderung muffe sich im Rahmen der 4. Kaste halten. Der Unwillen des Königs hatte sich aber auch noch nicht in dem Augenblicke gelegt, als der alte, ehrwürdige Vater Jacob dem Herrscher Mizrajims oorgestellt wurde und auch die edelsinnige Begrüßung des Patriarchen apy» 70': (Vers 7) vermochte diesen Geisteszustand nicht zu ändern. Der Empfang war gar zu frostig. Nur eine ganz gleichgiltige Frage, die aus vier Wörtchen besteht, richtet Ph. an Jacob; kein Wort des Lobes über den tüchtigen Sohn, den er doch noch vor wenigen Jahren vor den Ohren seiner Diener als „einen Mann, in welchem der Geist G's ist", gerühmt hatte, soll das Herz des Vaters erfreuen, der durch eine kurze Aufrollung seiner Lebensgeschichte vergebens des Königs steinern Herz zu rühren sucht. Und alles dies hatten die Brüder durch die Antwort (Sjt ’jn verschuldet. Hätten fie sich nach dem Rate Josefs gerichtet und sich als nipa 'twx bezeichnet, — es wäre alles anders gekommen. Die Fremdlinge wären sicherlich als Angehörige einer geachteten Kaste und als Anverwandte eines hohen Staatsdieners mit Auszeichnungen, soweit es das Gesetz zulietz, bedacht worden; das war nun durch die unbedachte Antwort verscherzt. „Unbedacht?!" Nein, es ist nicht anzunehmen, daß Josefs Brüder die Antwort „unbedacht" — sie war ja vorbereitet und gewiß auch vorgesehen — gegeben haben. Was mag der Grund gewesen sein? Zur Beantwortung dieser Frage muß vorausgeschickt werden, daß im Hause Jacobs die abrahamitischen Traditionen eine sorgsame Pflege erfuhren, und daß besonders die Verheißungen in der Familie bekannt waren, die sich auf den Erwerb des Landes Kanaan bezogen, wie sie beim a'-imn pa rna verkündet worden sind. Beim Einzuge der Jacobfamilie in Mizrajim hat wohl ein Wort die Geister der Söhne am meisten beschäftigt, ein Wort, das sie gegenwärtig selber berührte, das Wort G's an Abraham: 7x1: fror u :nn yn> flaeo wnx nnx yjn nnam nrh xb pjo. Dieser Satz, der bei Josef eine andere Deutung als bei seinen Brüdern erfuhr, war die unmittelbare Veranlassung für die Antwort der Brüder an PH.: whjx jxx njn Wir sind Hirten'. Josef, der das nn: „Fremdlinge zu sein im Lande, das ihnen nicht gehört" auf rutyjvxe yanx bezog, war der festen Meinung, nach dem Wortlaut der Verheißung sei nur ein vierhundertjähriges Verweilen im Auslande erforderlich, um das pp, die Erlösung und den Auszug herbeizuführen. Das LNayi anx irrn hielt er etwa für eine Parenthese. Nach ihm war die Zeit des rinay, der Knechtung, überhaupt nicht angegeben. „Deine Nachkommen werden Fremdlinge sein im Lande, das ihnen nicht gehört, 400 Jahre, man wird fie dabei auch knechten und unterdrücken", so muß Josef die traditionelle Verheißung gedeutet und gemeint haben, 4M Jahre nach Jsaks Geburt müsse G's Wort: Nachher werden sie mit großem Vermögen ausziehen", in Erfüllung gehen; nur ein ununterbrochenes rvn; und nicht ein ununterbrochenes nnay sei für Herbeiführung des pp erforderlich. Darum rate er, Josef, im Vertrauen auf den G. der Väter, auf die Frage des Königs nach dem Geschäft der Brüder njpo ’twx „Herdenbesttzer" zu antworten; sie würden dann als Mitglieder einer geachteten Kaste zwar das rinay, die Knechtung — von der die Verheißung spricht — nicht allzusehr empfinden, aber die Göulah würde dadurch keinesfalls auf spätere Zeit hinausgeschoben werden. Die Brüder indes waren anderer Meinung. Sie hielten die beiden Momente der tradierten Verheißung für gleich wesentlich und meinten, nur ein ununterbrochenes 7IN2 und nnay seien für die Herbeiführung des pp entscheidend. Mit Vorbedacht antworten sie: sxx njn „Wir sind Schafhirten!" Sie wollen nicht einmal das Erscheinen der Geulah für längere Zeit als notwendig hinausschteben, sie wollen die Kette der Widerwärtigkeiten nicht unterbrochen sehen und lieber selber leiden, als ihre Nachkommen leiden zu laffen. Welch ein Edelsinn spricht nicht aus diesem Verhalten! Beide, Josef wie seine Brüder, sind in ihren Gesinnungen und Handlungen von den besten Absichten für ihr Volk beseelt und sind mit Hintansetzung persönlicher Vorteile nur auf deffen Wohl bedacht. Es mag noch hinzugefügt werden, daß — nach dem Midrasch — in diesem Streit selbst Vater Jacob nicht die Entscheidung treffen konnte; denn va heißt es üöd nrcn ppn dx nib:b ts>pa ::ax apy\ In dem Vorwort zu seinem Religionslesebuch, das in der „Literarischen Warte" bereits eine eingehende Würdigung erfahren hat, weist der Berfaffer, Herr Kollege Einstädter, Frankfurt a. M., darauf, hin, daß die Religionslehre das Aschenbrödel unter allen Religionsfächern bilde, trotzdem sie ein sehr wichtiger Bestandteil des Religionsunterrichts sei. Im Märchen wird Aschenbrödel schließlich noch Prinzessin. Soweit wird es die „Religionslehre" ja nie bringen, aber das genannte Buch wird wesentlich dazu beitragen, daß sie wieder zu Ehren kommt. An zwei andere Lehrbücher wurden wir bei seinem Durchlesen erinnert. Vor ca. 6 Jahren gab ein bekannter westphälischer Rabbiner ein Lehrbuch der „prophetischen" Religion — sie hat bekanntlich eine entfernte Aehnlichkeit mit dem Judentum — heraus, das in methodischer Beziehung ähnliche Bahnen einschlägt wie das „Neligionslesebuch". Und an die rniin nivy mußten wir denken. „Das ist Geist von meinem Geist!" So würde das Urteil des Direktor Ludwig Stern ’n über das Einstädter'sche Merkchen gelautet haben und er hätte sich gefreut, daß sich ein Lehrer gefunden, der für beschränkte Schulverhältnisse und für die Mittelstufe der Volksschule das geschaffen, was ihm selbst vorschwebte: in elementarer, leichtfaßlicher, anschaulicher und anziehender Form Thorakunde zu verbreiten. Die Notwendigkeit, die Religionslehre als selbständigen Unterrichtsgegenstand zu behandeln, begründen Stern und Etnstädter in fast gleicher Weise. „Die Religionslehre als selbständigen Unterrichtsgegenstand zu behandeln", so sagt Einstädter im Vorwort, „ist verpönt worden, seitdem man an den lange Zeit gebräuchlich gewesenen Katechismen den Geschmack verloren har. Da hat man sie denn bald dem Pentateuchbald dem Gebete-Uebersetzungsunterricht oder der Biblischen Geschichte angeschloffen, ohne damit befriedigende Ergebnisse zu erzielen Eine Auswahl der Pentateuchstücke mit Rücksicht ans den systematischen Religionsunterricht ist unmöglich wegen der sich bietenden Uebersetzungsschwierigkeiten, oft auch wegen des Zeitmangels. Der Anschluß an die Gebete ist ein erzwungener, bei dem von einer Lückenlosigkeit nicht die Rede sein kann. Und der Unterricht in der Biblischen Geschichte verliert seinen eigentümlichen Reiz, sobald dj.e gemütvollen Erzählungen, die als Ganzes wirken müffen, zerlegt oder zersetzt werden zu allerlei Betrachtungen und Erörterungen". Wir müffen hier eine kleine Einschränkung machen. Wir meinen, daß durch einen Uebersetzungsunterricht, wie ihn Herr Hauptlehrer Reuß— Berlin in mehreren, in „Erziehung und Lehre" erschienenen Lehrproben vorgeführt hat, ein wesentlicher Teil der Thorakunde vermittelt wird und daß auch der Biblische Geschichtsunterricht ohne jedes Bedenken dazu herangezogen werden kann. Wir geben aber gerne zu, daß nicht sehr viele Lehrer im stände sind, den Uebersetzungsunterricht in der von Herrn Kollegen Reuß vorgeschlagenen Form zu erteilen. Re- , ltgionslehre und hebräische Grammatik in der gleichen i Unterrichtsstunde in „anlehnender" Form zu betreiben, dazu gehört ein methodisches Geschick, wie wir es nicht I bei jedem Lehrer voraussetzen dürfen. Darum: das eine tun und das andere nicht laffen. Religionslehre, Biblische Geschichte und Uebersetzurrgtzmiterrrcht müffen fich gegenseitig stützen und ergänzen, entbehren aber können wie keines von diesen Fächern. Deshalb begrüßen auch wir das „Religionslesebuch" als eine wertvolle Bereicherung der jüdischen Schulbücherliteratur. e.

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