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Der Israelit · 1894-12-31 · Heft 102 (31.12.1894) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 102 (31.12.1894)
Date
1894-12-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1936 Wege der Frau David Btschitz den Betrag von 1,500,000 fl. verwendet." Amerika. New-Aork, 28. November. Die hiesige Presse giebt ihrer Verwunderung Ausdruck darob, daß bei den ausgcbrochenen Streiks sich zahlreich Juden betheiligen. Es sei charakteristisch für dieselben, so schreibt die Zeitschrift „Sun", daß die Juden beim Anbruch des Sabbats sich von den übrigen streikenden Massen zurückziehen, um den Sabbat zu heiligen. Man sollte nicht glauben, daß solche Leute sich von den anarchistischen Agitatoren verleiten lassen könnten. Auch dürfe man keineswegs annehmen, daß sie selbst Anarchisten seien, da der Arnarchismus und seine Anhänger keine Spur eines religiösen Gefühls kennen. Vermischtes. Berlin, 18. November. In recht bescheidener und primitiver Weise vollzog sich heme Nachmittag auf dem Friedhöfe in Weißensee die Beisetzung des am 15. cr. nach turpem Leiden verschiedenen Dr. Julius Joel, welcher zwei Jahrzehnte hindurch bei der hiesigen israelitischen Gemeinde als Inspektor des Begräbnißwesens angestellt gewesen. Joel, welcher im Jahre 18^5 in Labischin (Provinz Posen) geboren wurde, genoß seine talmudische Ausbildung in Filehne. Er widmete sich bis zum Jahre 1855 philosophischen Studien und promovirte in Halle mit einer Abhandlung über Talmudexegese. Er wirkte hierauf als Dozent in Weinheim an der dortigen israelitischen Erziehungsanstalt (das jetzt nach Köln verlegte unter Leitung des Dr. Plato stehende Seminar-. Doch schon im Jahre 1861 folgte er einem Rufe nach Schivelbein, wo er zwei Jahre als Prediger und Lehrer fungirte, um alsdann nach Lauenburg überzusiedeln, in welcher pommerschen Stadt er bis zum Jahre 1871 als Rabbiner und Prediger amtirte. Dann kam der Verblichene nach Berlin, wo er kurze Zeit darauf als Inspektor des Begäbnißwesens der jüdischen Gemeinde angestellt wurde. Im Jahre 1888 wählte ihn der Vorstand der jüdischen Gemeinde zum Inspektor des alten Friedhofes in der Großen Hamburgerstraße. Er war ein warmer Freund talmudischer Litteratur. Er lebte zurückgezogen, war ein guter edler Charakter und pflichttreu in seinem Dienst. Posen. Dem vier und fünfzigsten Bericht über den Stand und die Verwaltung der Israelitischen Waisen-Knaben- Anstalt zu Posen. (Jahre 1892 und 1893 ) entnehmen wir: Mit der im vorigen Jahresbericht geschilderten Erweiterung der Räume in unserer Anstalt hat die Erhöhung ber Zahl der Zöglinge nicht in der gewünschten Weise erfolgM< können, weil die vorhandenen Mittel durch den Bau stark in Anspruch genommen wurden. Gleich nach^ vollendetem Bau versuchten wir eS, mehr Zöglinge als früher in unserer Anstalt unterzubringen, wir mußten unS aber bald in dieser Hinsicht wiederum Zurückhaltung auferlegen. Von den Gemeinden der Provinz, zu deren Gunsten die Erweiterung bestimmt ist, und welche allein von ihr Nutzen ziehen, haben bisher nur einige wenige mit regelmäßigen, wenn auch nicht sehr erheblichen Beiträgen unS unterstützt; die meisten ziehen sich von jeglicher Beihülfe zurück und wundern sich, wenn sie mit ihren Waisenkindern in einen Nothstand gerathen, daß wir nicht sofort helfend eingreisen. Wir halten auch zum ersten Mal zu unserer Bekümmerniß in den Etats von 1892 und 1893 ein beträchtliches Defizit zu verzeichnen, und zwar im Jahre 1892 einen Fehlbetrag von 2366 Mark 3 Pfennig, und im Jahre 1893 einen solchen von 1393 Mark 81 Pfenige; wir hoffen, daß die Mildthätigkeit edler Herzen diese Fehlbeträge aus unseren Jahresrechnungen bald schwinden machen wird. Die Zahl der Zöglinge, welche die Anstalt im Laufe des Jahres 1892 beherbergte, betrug 25, im Jahre 1893 — 26. Briefkasten der Redaktion Eine Reihe von Rechenschaftsberichten verschiedener Anstalten mußten wegen Raummangel füc spätere Nummern znrückgestetlt werden und biiten wir die geehrten Einsender dieserhalb um gütige Nachsicht. Briefkasten der Expedition. H. H. 24 M. 1.33. f* H It I C t 6 f H. "W» Für den folgenden Theil ist die Ncdaction nicht verantwortlich. Wfo verfangen S/e dusdruck/tch gen we/fcch höchst pröm/'/rten: Cossmanns gebn Java-Kaffee i$45pß,mjOOPfg.p%äPacket. A.Cossmann Köln-Deutz,! Niederlagenin fast allen Städten Deutschlands, wo solche noch nicht vorhanden, werden dieselbe auf gefl. rlnfragen errichtet, man erbitte Preis conrant. Für mein. g. mttiell. Mündet, ö 17 Jahre alt, der soeben seine Lehre als Buchbinder beendet, suche bei sehr besch. Anspr. Stellung als angeh. Gehilfe. Offerten an L. Holzer, Rödelheim. 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