Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 99 (10.12.1894)
- Date
- 1894-12-10
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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Metz. EugLne Fribourg 10 M. Michelbach a. L. L. 10 M. Rieder Ohmen b. Mücke i. Hessen. Geld von Frau Pauline Frank 8 M. Reueuahr. Wwe. Borg 4 M. Pfaffenhofen (Elsaß). Gabr. Leopold 4 M. Quedlinburg. Simon Kank 20 M. Sohn in X. 10 M. Für die russ. Flüchtlinge in Palästina und das Hospital "fpu in Jaffa. Bieruuddreißigstes Berzeichnitz.*) A. Legat. Hannover. Durch Landrabbiner Dr. .S. Gronemann.- aus dem Nachlaß der Heine und Georgine Jacobsohn'schen Eheleute,n"« 200 M B. Spenden. A. B. in B. 4 M. Braunsbach. Durch I. Schiller 3 M. •) S. Nr. 532. B. H. in 8. 4 M. Borke«. Durch Lehrer D. Katzenstein 5 M. Czaruika«. Durch Frau L. Schweriner 4 M. Ellingen. N. N. 4 1. § Eberbach. S. D. 4 M. Efchwege. W. Levt 4 M. E. K. in H. 4 M. Freystadt. Sally Alexander 4 M. f reudenthal. Durch Hirsch Loewe 4 M. amburg. Frau Joseph Ehrenberg 4 M. Hatten. Durch A. Cahn 10 M. Jgr. in S. 6 M. J. Z. in W. 4 M. 8. L. in 8. 40 M. Für die von der Cholera Heimgesuchten in B o r s z c z o to (Galizien). Bon Ungenannten gefammelt 75 M. Für die israelitische Präparanden- Schule in Bnrgpreppach. Bon Ungenannten gefammelt 15 M. t t n nptfUmHiHMrCirTOn n li-«>- Die Ebene des Philisterlandes. (V. Fortsetzung.*) Wer das Reiten gewohnt ist und ein gutes Pferd hat, kann im Lande der Philister über Reisestrapazen nicht klagen. Lästig ist nur der Umstand, dass man keine anständige Nachtherberge und keine Lebensmittel findet, wenn man nicht die Gastfreundschaft der Bewohner in Anspruch nehmen will. Die öffentliche Sicherheit ist in einer solchen Ebene viel schwerer aufrecht zu erhalten, als auf dem Gebirge; denn in der Ebene fliegen die berittenen Beduinen nach Belieben hin und her, was auf dem Gebirge nicht so leicht geht. Die öffentliche Sicherheit hängt ausschliesslich von der Regierung ab. Wenn die Behörden, selbst bis zum Pascha hinauf, die Beduinen ausrauben, wie es unter der Regierung des vorigen Pascha der Fall war, so gehen auch die Beduinen auf Raub aus. Rauben aber die Beduinen, so stehlen auch die Fellachen; es ist ja leicht, Alles den Beduinen in die Schuhe zu schieben. Dabei bleibt es aber nicht beim Stehlen und Rauben; es giebt auch Todtschläge. Seit drei Jahren *) 8. Nr. 533. ist es aber ganz anders geworden. Die Regierung schickte nämlich einen Militär- Pascha mit ausserordentlichen Vollmachten nach Gaza, welcher alle verdächtigen Beduinen eiufiug, sie mit Stockschlägen traktirte und die Hauptschuldigen, etwa dreissig, nach Jerusalem schickte, wo sie abgeurtheilt wurden; fast alle erhielten mehrere Jahre Kerkerstrafe. Seitdem sind die Beduinen zahm geworden. Die Regierung baute auch auf deren Kosten zwei Wachtthürme an der Strasse nach Jaffa und einen in Bersabee. Die Gazenser wagen [es jetzt sogar, im Gebiete der Beduinen Grundbesitz zu erwerben. Die Beduinen von Gaza, bekannt unter dem Namen Ter abin, 7 ajaha und Azazme stehen schon seit zwanzig Jahren unter einander im Krieg wegen einer ausgedehnten Landstrecke. Der Regierung gelang es bisher nicht, Frieden unter ihnen zu stiften; daran sind wohl die Beamten schuld, da sie nur danach trachten, für sich etwas herauszuschlagen. Die streitenden Parteien werden die betreffende Landstrecke wahrscheinlich dem Sultan überlassen.