Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 96 (10.12.1894)
- Date
- 1894-12-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1804 die Fühlung, die sie gewinnen, wird übrigens nicht nur von Bedeutung für die methodische Handhabung der Wohlthätigkeit sein. ES wird auch schon vor deren Durchführung, der Erfolg eintreten, daß so manchem Hülfsbedürftigen recht oft zweckmäßiger, rascher, grundlegender geholsöi werden kann. Endlich wird erreicht werden, daß die aus gemeinsamen Gesichtspunkten geübte werkthätige Liebe zur Erfüllung höherer Pflichten übergeht, die Quellen des Elends und der Leiden ausfindig macht und auf deren Abstellung die Bemühungen richtet. Man wird schließlich auch auf Arbeits¬ und Erwerbsvermittlung den Blick lenken können, denn dieses betrachten wir als höchstes Ideal der Wohlthatigkeit. Man bezeichnet diese Wirksamkeit mit Recht vorbeugende Wohlthatigkeit. und hierbei werden wir in der That des Spruches eingedenk: ..Wohlthaten, die Wohl'haten überflüssig machen, sind recht eigentliche Wohlthaten." Die Erkenntniß der Richtigkeit der angeführten Programmpunkte hat in überaus kurzer Zeit diejenigen Vereine zusammenge'ührt, welche sich den Verbesserungen und Neuerungen nicht verschließen, so daß Ende 1893 schon 24 Vereine dem Verbände angehorten. Auch die Verwaltungsmitglieder mancher bis jetzt noch nicht angeschlosienen Vereine stehen den Bestrebungen des Verbandes sympathisch gegenüber und haben für spcuer den Anschluß in Aussicht gestellt. Einige andere bis jetzt noch außenstehende Vereine haben ihrer Sympathie dadurch Ausdruck verliehen, daß sie ihre Jahresberichte dem Verbände gern zur Einsicht überließen. Es find bis jetzt folgende Vereine angeschlossen: Stipendien-Verein für israelitische Studirende. Verein für Verbreitung und Förderung des Handwerks unter den Juden zu Düsseldorf, Zweigverein Hamburg. Heymann- Matthias- Stiftung. Henry JoneS Loge. Verein zur Gesundheitspflege schwacher israelitischer Kinder zu Hamburg. Beschenkungscomite der Henry-Jones-Loge. Verein zur Speisung hülfsbedürftiger israelitischer Kinder zu Hamburg. Israelitischer Verein für Gebrechliche. Israelitischer Verein für Krankenpflege. Israelitischer Frauenverein für Krankenpflege. Israelitischer Verein zur Unterstützung armer Greise. Israelitischer Schillingsverein zur Unterstützung armer Wittwen und betagter Jungfrauen. Israelitischer Wohlthätigkeitsverein von 1856. Israelitischer Unterstützungsverein von 1862. Jsraeliti'cher Wohlthätigkeitsverein von 1884. Verein 2l0S8ameaeh Leb. Untcrsttttzuttgscomite der Henry-Jones-Loge. Ausstattungsverein ,-Hacliuos.sath Kal* loh.“ Gesellschaft zur Vertheilung von Feuerung an israelitische Arme von 1783. Verein von 1871 zur Vertheilung von Lebensmitteln. Verein zur Unterstützung dürftiger Familien an Sabbat und Festtagen. Verein zur Speisung armer Reisender an Sabbat. Verein zur Vertheilung von Kleidungsstücken an arme hiesige Israeliten. Israelitischer Unterstützungsverein von 1829. Die wiederholt empfohlene illustrirte Familien-Zeitschrift „Frohe StUNdcn" aus dem bekannten Volksschriften-Verlag von Rich. Herm. Dietrich in Dresden kann mit ihrem vorzüglichen Inhalt Anspruch auf die Beachtung des ganzen deutschen lesenden Publikums erheben. Jeder Familie wird diesmal ganz besonders der Artikel: „Der Sieg über den Würgengel unserer Kinder" in Lieferung 29 zum Lesen eindringlichst empfohlen. Erstaunlich ist, was von den „Frohen Stunden" in den vorliegenden Lieferungen 22 bis 29 den Lesern für den billigen Preis von 10 Pfennig pro Lieferung geboten wird. — Der Hauptroman „Die rothe Marie" von Natali König ist von ungewöhnlichem Jnterefie. Diesem folgt der äußerst feffelnd geschriebene Roman „Die Märchenprinzessin" von Ernst Falkenberg. Daran schließen sich ferner: „Das Gelübde", Erzählung von Emmy Weiß. „Schäfchen", Märchen zum Erzählen für die lieben Kleinen von Marie Schwarz. Illustration „Selbstvertheidigt" mit Text. Humoristisches. „Abgestürzt"' eine Touristengeschichte von Karl Zastrow. „Demscher Volkshumor", eine Sammlung von Schwaben und Seehasenftreichen, Ränken, Schwänken und Schnurren. Illustration „Vielliebchen-Geschenk" mit Text. „Zur Maienzeit", eine Geschichte von F. v. Minra. Illustration „Beim Gärtner" mit Text. „Geächtet", Erzählung aus dem Leben von L. H. Schubert. „Erlöst", ein Stimmungsbild von F. v. Minra. Illustration „Halt zweier Jäger vor einer Dor schänke" mit poetischem Text. Spiele für die Kleinen. „Mit eherner Stirn", Lebens-Tragödie aus dem mitteldeutschen Wald- und Wildschützen-Leben von Oswald v. Moritzdorf. Miszellen. Humoristisches in Bildern. Illustration „Grotzinütterchen ertheilt gute Lehren " „Das Recht zum Spielen", Erziehungs Skizze von G. Linke, Winke für junge Hausfrauen. Illustration „Sommernacht im Walde" mit Text. Gefängniß-und Gerichtssaal-Studien in vier Erdtheilen. „Wie einmal Einer den Backofenzins erhob", von C. Trog. „Der Mundinger Kuckuck". „Ein Tiroler Dönchen". Illustration „Ein glücklicher Fang" mit Text. „Mein Freund Egon", Humoreske von Gebhard Schätzler-Perasini. Illustration „Der gestörte Apfeldieb". ,,Der Sieg über den Würgengel unserer Kinder" mit Abbildung, die Blut-Entnahme, Spritze und Serum-Impfung gegen Diphthcritis darstellend. — Alle Buchhandlungen und Kolporteure, sowie auch Dielrich's Verlag in Dresden selbst nehmen zu jeder Zeit Bestellungen auf die ,Frohen Stunden" zum Preise von 10 Pfennig entgegen und können alle bisher erschienenen Nummern in beliebigen Zwischenräumen nahbezogen werden. Die Auflage des Fam lienblatteS „Frohe Stunden" hat bereits die ansehnliche Zahl von ^30üOO Exemplaren erreicht, welches bei der heutigen Ueberfülle an Büchern und Zeitschriften gewiß ein beachlenswerthes Resultat ist. UM" Anzeiger,. "MM Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Blookerl Cacao stets die feinste Marke. General-Depot: Schlauerdan 16, Berlin NW.