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Der Israelit · 1894-11-29 · Heft 93 (29.11.1894) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 93 (29.11.1894)
Date
1894-11-29
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1751 Als Columbus im Glücke war, vergaß er seiner jüdischen Frennde und wurde Fanatiker. Doch ereilte ihn bekanntlich das tragischste Geschick. Damals in seinem Niedergange wandte sich Columbus abermals und wiederholt an Gabriel Sanchez und gedachte er des großen Förderers Luis de Santangel. Die Santangels, welche Dr. Kayserling mit Beaconsfield, dem gleichfallsigen Abkömmling spanischer Juden in Parallele stellt, werden in der Geschichte Spaniens bis 1586 mit Glanz genannt. Der erste jüdische Abkömmling, der mit Amerika Handel trieb, war Juan Sanchez, auch de la Tesoreria genannt. Ueberhaupt sah Amerika von Anbeginn viele Juden, trotzdem die spanische Inquisition auch dorthin ihre Polypenarme ausstreckte. Die Leiden der Vorväter waren die blu-ige Saat der Freiheit, welche den Enkeln zugute kommen sollte. (Schluß folgt.) WM" M « | Z t 0 Z lt. "M« Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich Tharfl&4n8tr‘ HANNOVER. ™ergarten8tr. |>ett Jtonaf u. Höher? Mörhkerfrhrrle ijoi Fra- Dr. jleversou u. Frl. CMllnce zlevy. Die Vorsteherin u. alleinige Inhaberin: _I.KW Bad Homburg v. d. H. Israelitisches Töchter-Pensionat Dr. H. Kottek. Schöner, gesunder Aufenthalt, gediegene Ausbildung, gewissenhafte Pflege. Referenzen: Herr Rabb. Dr. J. Hildesheimer, Berlin; le grand rabbin de France Mr. Zadok Kahn et le grand rabbin de Paris Mr, 8, H. Dreyfuss. Straßburger gut-, Schirm- & PelWaaren-Kager II . Liuige, Frankfurt Mainz Fahrgasse 119 Schusterstr. 3 SpeciaUtät: Neuheiten erster Firmen des Inu. Auslandes in Hüten n. Mützen. Streng feste Preise. (5850 Cognac HDD "?V Nicht zu verwechseln mit aus ->^2-Spiritus hergestelltem Cognac, sondern eigen gebranntes reines Weindestillat unter Aufsicht orthodoxer Rabbiner empfiehlt per Flasche * M. 3.50 ** 4.25 *** 5 Jt. Rothschild, Klugen, Meinproduzent und Weinyandlung. Postkrstchen enthaltend 2 Flaschen gegen Nachnahme oder Einsendung des Betrages franco zugesandt. Wiederverkäufern entsprechender Rabbat. Mit Preislisten rc. meiner selbstgekelterten Weiß- und Rothweine stehe gern zu Diensten. Münchener Eberlbräu Hachrnt. Lübeck im Nov. Es könnte zwecklos scheinen, der Oeffentlichkeit von dem Tode einer Persönlichkeit Msttheilung zu machen, von deren Leben Wenige gewußt. Auf welches allgemeine Interesse hätte auch ein Nekrolog zu rechnen, wenn der Heimgegangene weder durch Reichthum und Stellung noch durch ösi'entliche Wirksamkeit einem größeren Publicum bekannt geworden? Allein der Leserkreis des „Israelit" hat wohl ein Derständnis dafür, daß es auch ein Walten in den allerbcscheidensten Grenzen geben kann, welches die Eingeweihten mit Verehrung und Bewunderung erfüllt, und welchem — wenn es endlich abgeschlossen daliegt — b*.e wohlverdiente Anerkennung offen>lieh ans usprecheit man sich nicht versagen kann. Es ist doch ein erhebendes Gefühl, daß es solcher im Verborgenen blühender Veilchen in Israel gar viele giedt, und man allerwäris Männer und Frauen findet, auf die das Iudenihum mit größerem Stolze Hinweisen könnte, als auf manche unserer berufenen und unberufenen Vertreter. Eine solche Perle war die am 2. Tage rVO'D nach längerer Krankheit sanft htnübergeichlummerte Frau Nanny Eohu van hier. Eine Tochter des frommen Klausners R. Rüben Eo'.m in Aliona und Schwester des vor einigen Jahren vcrsto denen Stiitsrabbiners R. Jesaja Moses Cohn in Frankfurt a. Main, sowie — □vrf? D"!! i’H 7’Tin1? — des in Hamburg lebenden wackeren Herrn Hermann Eomr und des Alkouaer 3"'5? Cohn, war die Heimgegangene allezeit eine muste,hafte Gatiin, eine seltene Mu fer, eine anspruchslose, ihre 4 Wände fall nie verlassende Hausfrau. Ihrem schwerhörigen, leider schon mehrere Jahre sehr schwachen Ehemanne, der als Glaseimeister seine Familie immer a' ständig ernährte, stand sie in unerschütterlicher Geduld und unbeugsamem Gotivertrauen in 32jähriger Ehe stets treu zur Seite und erzog nnt ihm ihre Kinder ui braven Menschen utld guten Juden. Es war ihr noch beschieden, den ältesten Sohn und eine Tochter ganz in ihrem Sinne verhsiralhet zu sehen und G>oßmutterfreuden an lieblichen Enkeln und Enkelinnen zu erleben. Auch mußte es sie mit Genugrhuung ei füllen, daß die zum nicht geringen Theil aus Christen bestehende Kundschaft ihres Mannes bei dessen zunehmendem Leiden in treuer Anhänglichkeit auf ihren zweiten fleißigen Sohn überging. Aber sonst war ihr Leben reich an Heimsuchungen und äußerlich vom Glücke wenig begünstigt. Um so reicherer Lohn wird rhr im I nfeits beschieden sein. Am ersten Tage Q"mn trug man die noch nicht 60jähtige zu Grabe und last die ganze Gemeinde gab ihr das Geleite. Möge ihr rvOi 'hrem leidenden Gatten und ihren Kindern beistehen. n"HS»Jn Fl. 25 Pfg. — % Fl. 15 Pfg. H. Söllner, Scheffel-Garten, Frankfurt a. M. Versandt in Kisten von 25 und 50 Flaschen. 8 Monat Garantie für Haltbarkeit ans Flaschen. (5939 I an die Exped. dss. Bl. erb. E' tn Jmmobilien-Agent empfiehlt sich zur Finanzirung groß. Objekte, Fabrik-Etablissements rc., Umwandlung und Gründung von Aktien-Gesellschaften. Offerten unt. Nr. 3906 jsin junger Mann, 28 Jahre ' alt, Wurstmacher, sucht behuiS Etablirung eine L bensgefährtin mit einem Vermögen von 3 — 5000 Mk. Offenen mit Phorogr. unter Nr. 6032 an die Exped. ds. Bl. erb.

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