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Der Israelit · 1894-11-29 · Heft 93 (29.11.1894) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 93 (29.11.1894)
Date
1894-11-29
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1744 \ Hn den Vorstand des Krieger- und Landwehrvereins zu Auowrazlaw wurde der Kaufmann Moritz Norden als Mitglied fast einstimmig gewählt. Paris. M. Leopold Frankfurt, General-Jnfpector für Straßen- und Brückenbauten, ist in hohem Alter gestorben. Durch fast vierzig Jahre stand derselbe an der Spitze des Straßen- und Brückenbauamtes im Departement Indre et Loire und erfreute sich einer so groben Popularität, daß der Stadtrath von TourS einen der Quais der Loire nach ihm benannte. Anlaß hiezu gab die gefährlichste Ueberschwemmung, welcher je die Loire-Gegend ausgesetzt war. M. Frankfort war damals Chef-Ingenieur und seinen hervorragenden Kenntnissen, feinem raschen Erfassen der Situation und seiner Energie war e8 zu verdanken, daß Tours von einer unabsehbaren Katastrophe bewahrt wurde. Sprechfaul. (Für alle unter dieser Rubrik erscheinenden Artikel übernimmt die Redaction dem Leserkreise gegenüber keine andere als die preßgesetzliche Verantwortung.) Bon der württ. bad. Grenze. Die sogenannte Berichtigung des Herrn Bezirksrabbiners Dr. Schlesinger aus Breiten in Nr. 88 zu dem Artikel „aus Baden" in 80/81 Ihres gesch. Blattes zeigt schon bet oberflächlichem Lesen, daß dieselbe geschrieben ist. Einsender dieses steht der beiderseitigen Polemik gänzlich fern, will sich auch auf die Einzelheiten der beiden Korrespondenzen nicht einlaffen, ist aber der Ansicht, daß der heiligen Sache der Sckcchita wenig gedient ist, auch eigenthümltche Reflexionen angesichts des Kampfes um die Erhaltung dieser Institution hervorgerufen werden, wenn man Angriffe auf Schächter, seien solche berechtigt oder nicht, auf humoristische Weise abfertkgen und zurückweisen will. Wenn der Schächter auch nicht aus Kilometer» Entfernungen sehen soll, muß er doch in der Nähe „sehr gut" sehen können; es ist dem Herrn Bez.- Rabbiner sehr wohl bekannt, daß bet der Schechita und Bedika nicht nur gutes „Sehen", sondern „Beobachten" nöthig ist; z. B. ob das an geschächtet ist; es wird der hochgradig Kurz, sichtige selbst mit der Brille und zwei solchen kein zuverlässiges Urtheil bei den o’jd’d von Tauben, Junghahnen u. s. w. haben; es kommen noch eine Menge andere o'in in Betracht, z. B. welche Narbe an der Lunge das Vieh rivnv macht, ob eine iaya iayv nyn, bei üopn «aaD ob dwd vorliegt u. s. w. u. s. w. N. E. Briefkasten der Redaetion B. in R. Die Leber wild nicht wie anderes Fleisch durch Salzen gemacht, sondern muß unmittelbar am Feuer gebraten werden. Man verfährt auf folgende Weise: Die Leber wird zunächst gut abgespült, um das an der Oberfläche haftend: Blut zu entfernen, dann zum Braten auf's offene Feuer oder auf einen entsprechend gelöcherten Rost gelegt. Sobald die Leber sich auf dem Feuer befindet oder unmittelbar vorher, streut man etwas Salz darauf und läßt sie so lange braten, bis das im Inneren befindliche Blut vollständig herausgeflossen ist, das ist so lange, bis sie ohne weitere Zubereitung genossen werden könnte. Auf Papier oder auf irgend einen anderen nicht durchlöcherten Gegenstand darf die Leber beim Braten nicht gelegt werden. Soll die Leber nach dem Braten nochmals auf's Feuer kommen, z. B. zum Kochen oder Backen, so müssen beim Braten längs und quer Einschnitte gemacht werden, öderes muß vorher beim Abscheiden der Galle und der daneben befindlichen Ader ein Stückchen Leber mit abgeschnitten werden. Die Schnittflächen müssen nach unten gelegt werden. Werden nur Theile der Leber gebraten, oder soll sie ohne weitere Zubereitung so gebraten genossen werden, so sind keine Einschnitte und kein Abschneiden eines Leberstückchens nothwendig. Nachdem die Leber nach Vorschrift gebraten ist, wird sie dreimal mit Wasser begossen. Einen unserer verehelichen Abonnenten in Nordhauser» bitten wir hierdurch höflichft, uns eine oder mehrere Nummern der daselbst erscheinenden antisemitischen Zeitung zu übersenden. Im Voraus herzlichsten Dank. Auslagen werden gern zurückerstattet. „Pretzburg". Schicken Sie uns einmal etwas zur Probe. Wenn e8 brauchbar ist, wollen wir eS gern zum Abdruck bringen. tiolläna. C &LC 3LO wurde auf der Weltausstellung in Antwerpen 1894 mit dem ,,<xrand Prix“, der höchsten Auszeichnung prämiirt. Eine derartige hohe Anerkennung wurde bis jetzt noch keinem holländ. Fabrikate verliehen; mithin bleibt Blooker’s Cacao die feinste Marke. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. 8. & D. LOWENTHALSilberwaaren. 176) Frankfurt a. M., Zeil 25, Israel. Cultusgcgcnstande.

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