Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 86 (5.11.1894)
- Date
- 1894-11-05
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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1609 Darmstädter Juden beziehen mußte, und daß er in diesem Bewußtsein gehandelt. Daß dies der Fall gewesen, verneint der Richter nicht. Es durfte daher nicht zu einer Freisprechung kommen. Das Reichsgericht verwarf jedoch heute die Revision, weil die Fcststcllung, daß die Antragsteller mit dem inkrimintrten Ftugblatte nicht getroffen und nicht gemeint seien, eine t hat sächliche sei. Kaul Lentze. & Vermischtes. Kifsivgen. im Oktober. Aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Regierungspräsidenten von llnterfranken und Aschaffenburg, Graf v. Lurburg und seiner Gemahlin, geb. Prinzessin von Schönaich-Charolath, begab sich der Distriktsrabbiner Bamberger mit dem Vorstand der israelitischen Kultusverwaltung nach Schloß Aschach, dem Sommeraufenthalt des Grafen, um im Namen der israelitischen Gemeinde Kissingen einen silbernen Pokal zu überreichen. Dieser, ein Prunkstück im Renaissancstil gehalten, zeigt das Gräflich Luxburgsche und das Fürstlich Schonaich-Carlothsche Wappen mit den Jahreszahlen 1869-1894 und trägt die Inschrift: , Zur freundlichen Erinnerung von der dankbaren israelitischen Kultusgemeinde Bad Kissingen". Der Regierungspräsident war sehr erfreut über die Gabe und sprach den beiden Herren seinen lebhaften Dank aus. Er versicherte die israelitische Gemeinde seines lebhaftesten Jntereffes und erkundigte sich besonders über den Stand der Synagogen- Angelegenheit. Nach erfolgter königlicher Ernennung war Dr. E. Kali scher, zweiter Rabbiner der Gemeinde in Kopenhagen, zum Audienz beim König von Dänemark befohlen worden. Der König äußerte unter Anderm leine besondere Anerkennung darüber, daß Dr. Kalischer in l1/’ Jahren eine solche Beherrschung der Landessprache erlangt habe. Briefkasten der Redaction. Herrn Dr. ... in Berlin. Daß die „Jüd. BolkSzeitung" gar nicht befürchtet, daß wir einmal Einiges über das Leben und Treiben ihrer Berliner und Wiener Freunde zum Besten geben könnten, hat wohl seinen Grund darin, daß fle uns für zu anständig hält, Dinge wie beispielsweise die Biographie der zionistisch-Philipson'schen Esterka zu veröffentlichen. Das würde allerdings mehr nützen, wie hundert Adlersche Broschüren. W in B. Zum Vorbeter-Amte an den hohen Feiertagen nimmt man selbstredend nur einen in sittlicher und religiöser Beziehung absolut würdigen und vertrauenswerthen Jehudi. dem selbst die kleinste rinro heiligeGewissenssache ist. Sind mehrere Personen da, die düse Eigenschaften in sich vereinen, so ist selbstverständlich dem Gelehrteren der Vorzug zu geben. Wenn Sie nun in Ihrer Gemeinde über sittliche relig.-zuverlässige, dabei auch talmudisch gebildete Chasonim verfügen, so war die Abweisung eines Privaten, der sowohl was Religiösität, als auch „Samdones" betrifft, gegen Ihren Angestellten zurücksteht, eine correcte Handlung. Die Thatsache, daß der Betreffende der öffentlich pim man gew ohn h eitsm ä ß ig Übertritt, seither den reformirten Gottesdienst besucht, zeigt, daß Ihr Vorgehen ein vollständig richtiges war. w*r Anzeigen. Für den folgenden Thcil ist die Redaction nicht verantwortlich. I! Jur Erlernunn des <0 Haushalts findet ein junges Mädchen aus anständiger Familie per Dezember Slellung. Frau Gustav Marks, Crefeld, (5589 Hochstraße 130. C^unger Mann, 18 Jahre ast, <0 der seine 3jähiiqe Lehrzeit am I. Dezember d. I. in einem Nähmaschinen Geschäft beei det hat, sucht Stellung als Commis, auf Con'pioir oder Reiseposten. Branche egal. Offerten unter Nr. 5363 an d. Erp. d. 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