Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 85 (1.11.1894)
- Date
- 1894-11-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2448412-2448488--39541-2487694- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1596 2. ES ist unwahr, daß Gelbart von der General-Versammlung zum Vorsitzenden gewählt wurde. Dagegen sprechen die §§ 13 und 20 der Statuten. In § 13 lautet es wörtlich: „Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Schriftführer. dem Rendanten und 2 resp. 3 Beisitzern. Der Vorstand vertheilt unter sich die Geschäfte des Vorsitzenden, des Schriftführers und des Rendanten re. 3. Es ist unwahr, daß Herr Ehrlich vom Gefammtvorstande zum Rendanten erwählt worden ist. Wiewohl ich Herrn Ehrlich, nebenbei bemerkt, für absolut befähigt zu diesem Posten halte und meine Stimme ihm zweifelsohne zuqefallen wäre, ist weder Herr N., noch ich darüber angefragt worden. Herr Ehrlich verwaltet sein Amt nur von Gelbarts und vielleicht Eichenbaums Gnaden. 4. Es ist wahr, daß Herr Gelbart bisher keinerlei statutarisches Recht hat das Amt des Vorsitzenden zu führen. Der Vorstand hat sich bisher noch nicht constituirt, es hätte somit der älteste der Kollegen, Ehrlich-Oppeln den Vorsitz führen müssen. 5. Es ist w a h r. daß Herr Gelbart am Abend des 15. Juli unaufhörlich in mich drang, ihm meine Stimme für das Amt des Vorsitzenden zu geben, was ich aus hier nicht näher zu erörternden Gründen ablehnte. Den Mißdeutungen gleich die Spitze abzubrechen, erkläre ich, daß i ch wegen übergroßer Beschäftigung keinerlei viele Arbeiten erheischendes Amt in Ahawas Achim zur Zeit übernehmen könnte und würde. 6. Es ist Thatsache und durch eine Legion von Beweisen zu belegen, daß dies „Ahawas-Achim Triumvirat" Schritt für Schritt gegen die Statuten verstößt. Für heute nenne ich nur 2 Fälle: 1. Die gegen § 26 der Statuten erfolgte Einberufung der Generalversammlung, die selbstverständlich, da sie eben statutenwidrig nicht von dem Vorstande, sondern dem eigenmächtig sich in die Verwaltungsgeschäfte thetlenden „Triumvirat" geschah, ungiltig ist. 2. Die von dem oben genannten „Triumvirat" aus eigener Machtvollkommenheit uns Kollegen R. und mir — zugega igene Ausschließung aus dem Verein, die wir selbstverständlich, da sie statntenwidrig ist, ignorircn. Es ist dem Uiterzeichneten erst gelungen, die „Allmacht" des Herrn Gelbart insofern zu brechen, als dieser in seiner Mittheilung an die Kollegen vom Juli cr. die Geldbeiträge an ihn „den Leiter"!! — zu senden erbittet, wiewohl cs § 13 der Statuten ausdrücklich Absatz 3 heißt: „Der Vorsitzende und Schriftführer kann in einer Person fein, der Rendant darf keine anderen Vereinsge sch äste verwalten und doch nannte sich Herr Gelbart in jener Aufforderung Vorsitzender und L.'iter. Die oben genannten drei Herren sprechen meinem Kollegen N. und mir jegliches Interesse für den Verein ab, weshalb sie — auf Grund w lches § meine Herren? -- uns das „Ausweisungsdekret" zugehen ließen. Gerade das Gegenlheil liegt vor: Rur das allergrößte Interesse für die Mitglieder der Ahawas Achim gebietet uns streng den Statuten gemäß die Geschäfte zu handhaben und sie nicht der Willkür dreier Herren preiszugeben. Ich bin auch erst an die OÖffentlichkeit — sicher nicht zum Nutzen des Vereins — getreten, nachdem meine gegen die willkürliche, statutenwidrige Geschäftshandhabung gerichteten vertraulichen Beschwerden unbeantwortet blieben. All die Kunststücke, wie die Verlegung der General-Versammlungen in die entlegensten Orte, werden zerschellen an meinem eisernen Willen, dem höchsten Vereinsgesetze, den Statuten, Folge zu leisten. Keinen mir aufgedrungenen Instanz mzug werde ich scheuen znm wahrhaften Gedeihen der mir am Herzen liegenden Vereinigung „Ahawas Achim". Graf-Glogm. Preis der viergespaltenen Petitzeile oder deren Raum 10 jPfennig. „ /* (* r rju Der Preis jedes Inserats Muchermarül. «• mmma" Zehnte Auflage! Vockrvuitt für iSraelit. grauen von Rebekka Wolff — geb. Heinemann. — Zehnte, durch 100 Recepte Als vorzüglich anerkannt. Nicht mit werthlosen Nachahmungen zu verwechseln. Preis Mk. ».5«. Franksn rt a. M. 446) I. Kavffmarr«, Verlag, vermehrte u. verbesserte Auflage. Elegant gebunden. Wir empfehlen nrrer "hd rozr b'bb Tafelgesänge für Freitagsabeud. Preis 25 Pf. Joh Wirth'sche Hof Buchdruckerei A-G., Mainz. Verantwortliche Redaction: OSear Lehmann in Mainz. — Expedition deS „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hochuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.