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Der Israelit · 1894-10-12 · Heft 80-81 (12.10.1894) · page 45

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 80-81 (12.10.1894)
Date
1894-10-12
Page
– (sequence 45)
Language
German
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5 Linz a. Miche Mer Lehrer Würzburger ^WLehrer Zürndorfer 1.30 M. kch Lehrer L. Nußbaum 5 M. ^urch Lehrer A. Grünspecht 3 M. 4 M. k-Weeme« Durch S. Frank 4 M. ia. Durch Lehrer I. Emmrich 5 M. rpttugenberg Durch Lehrer Blumenkrohn Saarwellingeu. Durch Lehrer I. Heß 4 M. Uttterdeufstetteu. Durch Lehrer Eppstein 4 M. Würzburg. N. N. 7 M. Wittbecken Durch A. Heß 3 M. W. 6. in B. 4 M. Wesel. Durch Lehrer Spier 4 M. A. in H. 4 M. D. Neu eingetretene Mitglieder. Fraukeuthal. I. Neter. Larrpheim. Ludwig Nördlinger. Die Kdene des Philisterlandes. (III. Fortsetzung.*) Baumlos und steinlos soll die Ebene der Philister sein, und ist es auch theilweise in der That. Stundenweit würde man sich vergeblich bemühen, einen ordentlichen Stein zu finden, ausser etwa in der Nähe alter Ortschaften. Das passte einem Beamten wenig, der von einem Dorfe zum anderen reiten musste, aber keinen Stein fand, um den Pflock in die Erde zu schlagen uud sein Pferd anzubinden; darum legte er zu diesem Zwecke einen Stein in den Quersack. Doch fehlt es nicht an Steinen, namentlich auf den Höhen, die meistens noch gar nicht urbar gemacht sind; manchmal findet man das Gestein erst in bedeutender Tiefe, allein die Fellachen holen es heraus, und zwar ohne Pulver, denn es ist eine Art Sandstein, der sich sehr leicht bearbeiten lässt. In Gaza werden beständig Bauten aus Stein ausgeführt, jedoch bisher mangelte es noch nie an Steinen. Die Fellachen bauen sich indessen fast durchweg Lehmhütten; nur Medschdel hat einige aus Stein erbaute Häuser. Die Fellachendörfer haben daher ein jämmerliches Aussehen, was theilweise auch von Gaza gilt, wo man erst in neuester Zeit begonnen, Häuser nach europäischer Art zu bauen. In dieser Beziehung bleibt Gaza weit hinter Jerusalem und Jaffa zurück, weil eben keine Ausländer hier wohnen. Baumaterial kann man auch zu Meer beziehen oder mit der Eisenbahn, wenn diese einmal gebaut sein wird. Baumlos ist die Ebene des Philisterlandes grösstentheils; es giebt sogar viele ganz baum¬ und gartenlose Dörfer,: Es giebt indessen auch Ausnahmen. Dahin gehören die Baum- und Gemüsegärten von Gaza, Dschebalia und Bethlahia, die ein Ganzes bilden und etwa eine Quadratmeile bedecken; ferner die Baumgärten von Medschdel, Barbara, Stalia, Giora und Hanname bei Eska 1 on, die ebenfalls ein Ganzes bilden und wenigstens eine halbe Quadratmeile bedecken. Baum- und Gemüsegärten haben auch Derel-Beleh, Esdud, Khan Junes etc. Die Baumgärten liefern Kaktusfeigen in Massen, Oliven, Datteln, Limonen, Orangen, Maulbeerfeigen, Feigen, Johannisbrod, Aprikosen, Äpfel, Pflaumen, Granatäpfel, Trauben, Bananen u. s. w. Die Gemüsegärten liefern Paradiesäpfel, Betingan, Bamie, allerlei Kürbisse, Melonen, Pasteken, weisse, gelbe und rothe Rüben, Spinat, Salat, Blumenkohl, Kartoffeln, Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer u. s. w. Terebinthen, Tamarinden, Saris u. s. w. liefern Brenn- und Bauholz. Der Ricinus-, der Henna- und der Lilabaum sind Zierbäume. Die Fellachen verwenden meistens Mist und Stroh als Brennmaterial, die Bürger Holzkohlen, welche die Fellachen des Gebirges von Hebron liefern, ebenso wie den Kalk. Die Gemüsegärten werden grossentheils durch Schöpfbrunnen bewässert. Grundwasser findet man überall im Lande der Philister, allerdings mitunter in bedeutender Tiefe, mit Ausnahme von Der-el-Beleh, wo das Wasser näher ist als in Jaffa. (Fortsetzung folgt.) *) 8. Nr. 517.

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