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Der Israelit · 1894-09-27 · Heft 77-78 (27.9.1894) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 77-78 (27.9.1894)
Date
1894-09-27
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1452 pikiert. „Wenn Du es aber genau wissen willst, werde ich ihn, wenn er wieder kommt, fragen, wie oft er Dich schon vergeblich hier gesucht hat." Feiwel merkte die Verlegenheit seiner Tochter mit großem Vergnügen. Wenn Albert Selma so liebte, daß er ihr zu Gefallen ins Haus kam, konnte sich Feiwel dem Vater gegenüber aufs hohe Roß setzen. Dann war sein Kind gut versorgt und er konnte ohne Sorge für dessen Zukunft den Abend seines Lebens verbringen. Er mußte hier klar sehen. „Sage einmal," begann er nach einigen Nachdenken, „mir ist eine gute Partie für Dich angetragen worden." Selma schwieg und Feiwel fuhr weiter -. „Es ist ein braver, tüchtiger und hübscher junger Mann mit gutem Geschäft und aus sehr seiner Familie. Hättest Du Luft Dein Glück zu machen?" „Und Dich allein lassen? Mein Vater, so lange Du lebst, und Gott möge Dich hundert Jahre alt werden lassen, bleibe ich bei Dir, will ich von einem anderen Glück nichts wissen." „Das ist ja Unsinn. Ich bin ein alter Mann und der liebe Gott kann mich jeden Tag zu sich rufen. Ich möchte, bevor ich mein Haupt zur ewigen Ruhe lege, Dich versorgt wissen. Jetzt bietet sich eine gute Gelegenheit und ich will nicht, daß Du aus Rücksicht für mich Dein Glück verscherzest." „Mein Glück? Was ist Glück, mein Vater? Doch nur der Zustand, in welchem wir uns behaglich und zufrieden fühlen. Und ich bin glücklich bei Dir, mein lieber Vater, ich sehne mich nicht nach einem zweifelhaften Glück, da ich ein sicheres besitze." „Und willst Du denn gar nicht wissen, wer der junge Mann ist, den man mir für Dich angetragen hat?" „Nein, mein Vater, Ich bitte Dich, sag mir den Namen nicht und laß mir meine llnbefangenheit einem jedem gegenüber." „Wie Du willst," sagte Feiwel. „Du bist mir nicht zu viel und Gott weiß, wie schwer mir dein Fortgehen ankommen würde. Aber ich würde mich gerne in alles finden, wenn es Dein Glück gilt." „Du weißt jctzt, Vater, wie ich denke. Du hast kein Glück als Schadchen; bei Deiner Tochter am wenigsten." Lustig auflachend ging sie zum Zimmer hinaus. Feiwel trommelte mit den Fingern auf dem Tische. Er wußte Bescheid und faßte den Entschuß, den größtmöglichen Vortheil aus der Lage zu ziehen. (Fortsetzung folgt.) Briefkasten der Redaetion. N. H. in I. Ob Generalmusikdirektor Levi in den Adelstand von Sr. Majestät dem österreichischen Kaiser erhoben wurde und wann, können wir Ihnen nicht sagen. Vielleicht kann Ihnen einer unserer geehrten!e!eser Auskunft geben. VM" M n §_ e i ß e rr. 'W Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. £owo Simon a. 9TL. 9ti*di€€4f*C6te. 1£. xyv. »vck{v SKm-sUx od*e. ooooocaoooaoooooa Frankfurt a. M. I A . I I"- I streng 1^3 Zimmer v M 1.50a«. nrvm teichtblasend, empfiehlt zu mäßigem Preis (I3r A. ROTHSCHILD, hebr. Buchhandlung, Frankfurt am Mai«. Leiäslberg. Pensionat für wr. Töchter von Hanna Neumann, vorm. Frau Dr. Reckeiulorf. Wissenschaftliche, häusliche u. gesellschaftliche Ausbildung. Referenzen u. Prospekte durch die Vorsteherin. (4835 IJrnftonat Oeschw. Sobernh eim. Bingen a. Rh. Grüud kiche häusliche, wisse« schaftliche u. gesellschaft liche Ausbildung junger Mädchen. (4060 fysnyp nso nr Beste Onal., 28 Stunden Brennzeit, per Postkiste a 10 St. M. 6 od. fl. ö. W. 3 50. frco. gegen Nachnahme. S. N. Rofcnthal, Frankfurt a. M., Allerheiligenstr. 52. P. 8. Bei Bahnsendungen billiger. (85e ranan Ä'i f Männer u. Frauen m. allem Zubehör, vorschriftsmäßig gefertigt. liefert (4760 E. Eschwege, Bamberg, Wäschegeschäft. □'□7fr «• D'jnnK en gTos, eil detail direct v. Corfn, Corsika etc, liefert in großer Auswahl zu billigsten Preisen (4X23 S. Oppenheimer, hebräische Bttchhandlung, Mannheim E. 4, Nr. 4. Leirathsparthien werden durch ^einevertrauenSwerthePerson, die in den feinsten Kreisen eingesührt ist, unter strengster Discrekion vermittelt. Offerten unter A. A. 100 Nürnberg postlagernd, Postamt I.

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