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Der Israelit · 1894-09-27 · Heft 77-78 (27.9.1894) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 77-78 (27.9.1894)
Date
1894-09-27
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1444 zuerst und seitdem wiederholt betont hat. Diese Ueberzeugung bricht sich nunmehr hier von Tag zu Tag in immer größeren Kreisen Bahn, wie das auch nicht anders zu erwarten war. — Ich lasse hier die Aeußerung eines hiesigen liberalen Blattes folgen, welche an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt: Das Treiben jenes Vereins, der den stolzen Namen „Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" sich beilegen zu dürfen geglaubt hat, ist von uns bereits bei einer früheren Gelegenheit gebührend beleuchtet worden, als eines seiner Mitglieder in öffentlicher Versammlung den von den Antisemiten aufgebrachten Rufnamen „Denmiciantenverein" mit Dank occeptirte. Wir haben damals ausgeführt, daß die sattsam bekannten Praktiken der Herren vom Zentralverein dem Antisemitismus, dessen Bekämpfung beabsichtigt wird, nur neuen Nahrungsstoff zuführen könnten, und haben einer Aenderung der für die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens verderblichen Taktik dringend das Wort geredet. Der „Denunctantenveretn" hat jedoch ruhig weiter denunzirt und nun wendet er sich gar mit einer „ergebensten" Zuschrift an die „Germania", zu deren Liebhabereien es gehört, die gewissenlosesten Antisemiten in verhetzenden Beschimpfungen der jüdischen Mitbürger ab und zu noch zu überbieten. Der „Denunciantenverein" will mit der „verehrlichen" Redaktion des „geschätzten" Blattes diesmal nicht darüber rechten, daß sie ihn unter dieser Bezeichnung zitirt hat. Nun, wir wollen mit dem „Zentralverein" nicht darüber rechten, daß er unter heuchlerischer Maske mit Antisemiten sich ins Einvernehmen zu setzen sucht, aber das können wir ihn versichern, daß er durch sein Verhalten in dieser Sache die von ihm vertretene Sache nur noch mehr diskreditirt hat, als er es schon bisher gethan._ nrn rfrjmi.m“! nionn nm de? . nbyüb > sjw »rtosnö td nsn >m »Din non ♦ Djwcon hd n? ,Dxnpn -pan ix iv* Landou in Raschkow. ($tad) Schluß der Redaktion ) Budapest, 26. Sept. Der Dreier-Ausschuß des Magnatenhauses nahm die Vorlage über die Juden Receptton im Allgemeinen und in den Einzelheiten unverändert an. Die anwesenden Bischöfe sprachen nicht dagegen, sondern nur zwei klerikale Magnaten. Hierauf nahm der Ausschuß unverändert im Allgemeinen und in den Einzelheiten auch die Vorlage über die Religion der Kinder an. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht _verantwortlich._ Wordermy im tiefsten Winter. Eine Badeplauderei. Unter ähnlickem Xitel bringen <3ie, geehrter Herr Redakteur, zeitweise so witzige und prikelude Schilderungen der Haute Saison einzelner Badeplätze, dass wollte man, jeden einzelnen an Ort und Stelle auf seine Wahrheit prüfen, man ein ganzes Jahr zu thun hätte. — So ist es Winter geworden, bis ich hier in Norderney angelangt bin. Sie werden fragen, wie ich da herüber kam, über all das Eis. durch dies kalte Schneewasser, das den Eontinent von diesem Eiland trennt? Fragen Sie mich lieber nicht — es mag Ihnen genügen, ich bin da und ich bleibe da. Sie wundern sich; nun ja, warum sollte ich nicht da verweilen, ich kann ja ganz bequem und fein nach streng ritueller Vorschrift leben. Und das geht so zu: „Wie Ihnen wohl bekannt sein dürfte, werden im hiesigen S e e- „h O S l> i 7. Kaiserin Friedrich mit der Winterkur ausserordentlieh günstige „Erfolge erzielt. Beider ist es trotz der l.ilieralität der Verwaltung nicht möglich, die Besucher der Anstalt rituell zu beköstigen und „man plante deshalb den Bau eines speziell israelitischen H o s- „pi/.es. Da man diese Absicht aus mannigfachen tiriinden wieder auf- „gegehen hat, entschloss ich mich auf häutige Aufforderungen von „Aerzten und Kurgästen mein Hotel auch für eine Winterkur für „Erwachsene und Kinder einzurichteu. „Mein Haus, welches auf das comfortnbelste eingerichtet ist, bietet „ausser einer vorzüglichen Verpflegung' und guten Betten, bei massigen „Preisen einen angenehmen Aufenthalt. Es liegt in unmittelbarer Nähe „des Strandes, mit Aussicht auf's Meer, aber dennoch geschützt, und „ist nach dem Nrtheil der Aerzte für eine derartige Kur sehr geeignet." So beginnt nämlich ein Circular, das ich Heute erhielt und das mich in die Eingangs erwähnte Winterstimmung versetzte. — Ich bin überzeugt, dasz das Unternehmen des Herrn Hosmann in weitesten Kr« Een Beifall finden wird, umsomehr als die Erfolge, die auf Norderney mit der Winterkur erzielt worden sind, vorzügliche sind. Im Wesentlichen sind folgende Fälle Gegenstand der Behandlung: Anämie, Rachitis, Scruphulosii und Erkrankungen der Äthmungsorgane und ist das, m Zahlen dem Circular beigegebeue, statistische Material beredtes Zeugnis für den (Erfolg. — Die rühmlichst und weithin bekannte gute nnd sorgfältige Organisation des Hüte! Falk wird es manchem erleichtern, nun auch an dieser Kur >heilzunehmen, woi an ihn bisher der Mangel einer - Küche hinderte. Hoffentlich ist der Zuspruch ein reger, und ist dem schönen Unternehmen des Herrn Hosmann ein gutes Gelingen zu wünschen! — A .. l B. wr M « r e t g e n. _ Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. 8. & D. LÖWENTHAL. Silberwaaren, i76) Frankfurt a. M., Zeil 25, Israel. Cultusgegenstände.

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