Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 60 (30.7.1894)
- Date
- 1894-07-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXXV. Jahrgang. M 60 Der Israelit. Ein AenLrat-Hrgan für das orlßodore IudentHum. Begründet von Dr. Lehman« in Mainz. Montag, den 30. Juli 5654 (1894). Leitende Artikel. Die Wahrhaftigkeit und die Ethik des Judenthums. Von Rabb. Heinrich Galandarrer in Soborten (Böhmen). II. Kapitel. Wahrhaftigkeit in Handel und Verkehr. Wie in Gesinnung und Sprache, so aufrichtig und gewissenhaft soll man auch in seinem ganzen gesellschaftlichen Handel und Wandel sein. Hat nicht schon Abraham die selbstloseste Uneigennützigteit dem König von Sodom gegenüber an den Tag gelegt? Ihr, die Ihr nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit strebet, schauet auf die Helden, denen Ihr entstammt, auf die Felsen, aus welchen Ihr gehauen wurdet, auf den Brunnen, aus dessen Tiefe Ihr hervorgegangen; das waren Kämpfer der Wahrheit, Helden der Redlichkeit, ohne Fehl, lautern Herzens, reinen Sinnes, von hohem Seelenadel, von erhabener Denkweise. Da ist Abraham. Gott, der Herr spricht zu ihm, „durchwandere dieses Land (Kanaan), denn ich gebe es dir zum Eigenthum". Nun stirbt ihm seine Frau Sarah und der wirklich „von Gottes Gnaden" eingesetzte rechtmäßige Besitzer des Landes findet kein Plätzchen, wo er ihre Leiche bestatten könnte, bis er ein Stück Feld erstanden für den hohen Betrag von 400 Silberschekel, und Abraham fragt nicht erst, wo bleibt die göttliche Verheißung, er bleibt wie zuvor treu seinem Gotte, in Liebe und Wahrhaftigkeit. Da ist I s a k. Gott sprach zu ihm, „wohne in diesem Lande, ich werde mit dir sein, werde dich segnen." Nun wollen seine Knechte Wasser zum Trinken und sie müssen es erst von den Hirten Gerars erkämpfen, Jsak aber frug nicht erst, wo bleibt da die Zusage Gottes, und blieb in seiner Gottesverehrung unerschütterlich. Da ist I a k o b. Der Allmächtige spricht zu ihm: „Das Land, auf welchem du liegst, werde ich dir geben." Nun will er sein Zelt aufschlagen und er muß den Platz dazu erst erstehen um 100 Keßitah; es fiel ihm gar nicht ein erst hierüber nachzudenken, wte sich dies mit seinem von Gott zugedachten Besitzrecht über Kanaan verträgt, sondern er blieb in der Wahrhaftigkeit seines Glaubens an den einzigen Gott so fest wte bisher. Das sind Vorbilder der uneigennützigsten, ehrlichsten und aufrichtigsten Frömmigkeit. (Sanhedrin, Chelek 10S, b)1) Eine ganz besondere bauliche Gewissenhaftigkeit sollst du in deinem Verkehr mit den Armen, Verlassenen. Unterdrückten, mttWaise, Wittweund Fremdling, mit Sklaven und Knecht, deren einziger Anwalt und V .rthetdtger Gott ist, bekunden (Exodus 23). Vergeht sich dein Bruder irgendwie gegen dich, so bewahre nicht den Haß gegen ihn im Herzen, sinne nicht auf Vergeltung und tückische Rache, sondern weise ihn mit Offenherzigkeit und Treue zurecht (Leviticus 19). Thue deinem Nächsten kein Unrecht, eigene dir kein unrechtmäßiges Gut an, sei ehrlich in Maaß, Gewicht und Elle, richtige Wage, richtige Gewichte, richtige Scheffel, richtige Kannen sollen bei dir sein, denn ich der Herr bin dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Lande Mizrajtm (das.). „Und du sollst vor dem Blinden keinen Anstoß setzen", d. h. du sollst deinem Nächsten nicht einen Rath ertheilen, von dem du im voraus weißt, daß er ihm zum Schaden, dir aber zum Nutzen gereichen könnte. (Leviticus 19^ Nascht z. St.)') njjnx p ’D pN3 pnnn Dip omaNp tiidn (1 t)üj bpw mND 'ia rupz' ly nLv m» hn map? DipD wpa 'iai nwn p«a ~iu ’mDN,;nnn Py -imn nPi •vnn nPi '*ai nana wjw ly wsd nPi mrwP d’d inay 1? rrPy aaw nns -w« p«n apy^ ttien , Tino "ins nowp nwoa rupttf “iy nüd npi i?n« yioaP cipo tppa naan« .(3"y-»D"p p6nn pae) nno nn« vnn «Pi naain naw nsy ]nn nP :Pi&od jnn n? *iiy 39P1 (2 Ptaui rpy *jpiy nriNi -non ->P npi ivn idnn Pn iP . (1V1YQ3 '"l£n ,ü"’ N“lp*1) UD’H