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Der Israelit · 1894-07-26 · Heft 59 (26.7.1894) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 59 (26.7.1894)
Date
1894-07-26
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXXV. Jahrgang. Imeite Beilage M M 59 Des „Israelit“. Literarischer Bericht. Abul-Hassau Lieder Nach Jehuda benHalevi von Bernhard Löwenstein (U. Perles, Wien 94.) Der Titel klingt befremdlich. In einer warm empfundenen, zu Herzen gehenden Vorrede gibt Gustav Karpeles die Erklärung desselben: „Ja, ein rechter Abul-Hassan-Sänger war unser Bernhard Löwensteinl Und viel von dem Geiste des alten Andalusiers lebte und webte in ihm, nahm Farbe und Gestalt in seinem Schaffen an. So haben die Treuen, die ihm am nächsten gestanden, mit Recht diesen köstlichen Liederhvrt. den sie nun aus dem Nachlasse des Unvergeßlichen herausgehoben, „Abul-Hassan-Lieder" genannt, gleichviel, ob es treu dem Liede Jehudas sich anschmiegende oder seine Gedanken fortspinnende und nachbildende Weisen und Klänge sind, die sie uns von dem modernen Abul-Hassan spenden." Unter den Liedern selbst sind nicht alle aleichwerthig. In manchen überrascht uns die Pracht des Bildes, die Tiefe des Gedankens und der Reichthum der Sprache. Andere waren besser fortgeblieben. Die Herausgabe ist mit großer Sorgfalt und Liebe bewerkstelligt und vom Verlag sehr würdig ausgestattct. Zeitungsnachrichten und Corrcspondenze« Deutschland. Mainz, 20. Juli. Der isr. Vorstand zu Eorfu ersucht uns um Veröffentlichung nachstchender Mittheilung: Bis vor wenigen Jahren haben die Engros Käufer von D'jnriN auf unserer Insel sich einer gewissen Eontrolle seitens des hiesigen Vorstandes in der Weise unterworfen, daß sie sich bescheinigen ließen, daß ihre Waare an einem bestimmten Platze gekauft, die nicht gepfropft sind und daher nnzo rpnz siegen. Dafür zahlten sie an die Gemeindekasse eine kleine Vergüruna, welches Geld die Gemeinde aber stets nur zur Unterstützung durchreisender isr. Wanderer verwandle. In neuerer Zeit versenden diese Kaufleute die hier gekauften ohne unser Gemeindesiegel direct zum Verkaufe nach Triest, was wir hiermit öffentlich bekannt geben. Amerika. New Dort. Mehrere Rabbtnatskandidaten erhielten bet der Schlußfeier des Seminars ihre Diplome und Rev. R. Großmann vom Tempel Bethel, welcher eine Jnaugural-Dissertatiou über das Thema „Die Opfer der Juden historisch und vergleichend behandelt" ausarbeitete, erhielt das Prädikat eines Doktors der Theologie, welches er auch wohl verdient, da er einer der strebsamsten jungen Forscher ist. vermischtes. der Ausstellung für Wirthsbedansarnket zu Münster i. W. erhielten die Aepselweine und Aepselwein-Champagner der Tampfkctterei Viktoria, T. Rothschild Sobn in Frankfurt «. M. die höchste Auszeichnung, die goldene Medaille, und den Ehrenpreis des Münsterer Wirthevereins. Tic Hamburger israelitischen Ferientolonisten, HO an der v>at)I, trafen am letzten Freitage zu ciuem vierwöchentlichen Ansenthaltc in Sldesloe ein. Tiesetben haben bei vollständiger cigener häuslicher Einrichtung in Begleitung von einem Lehrer, zwei Lehrerinnen, einer barmherzigen Schwester, einer Tberköchin ic. wiederum nt den großen und voribeilhaft bclegenen Räumlichkeiten der vormaligen hiesigen Papierfabrik Wohnung genommen. Berlin, 17. Juli. Tie antisemitische ..Staatsb. Ztg." schreibt: „Tie Träger des Namens Götze Hanen bekanntlich ihr Recht aus den Namen bis an die höchste Stelle verfolgt und gegen die Abänderung des Namens Schmul ur Götze an den Kaiser eine Immedialvorstellung gerichtet. Diese Eingabe ist aus Befehl des Kaisers dem Ministerium des Innern zur Prüfung und Bescheidung überwiesen. Ter Minister des Fnnern, gez. in Vertretung Braunbehrens, hat nun der ,.T. R." zufolge unter dem 30. v. M. dem Herrn Tr. Rudolf Götze in Würzburg eröffnet, daß es nach erfolgter Prüfung bei dem Bescheide vom 12. Mürz d. I. sein Bewenden haben muß. Ein weiterer Schritt steht nicht mehr offen." Sleinösurth (Baden.) Tie kleine jüdische Gemeinde dahier ieierte am letzten Freitag die Einweihung ihrer neuerbaulen Synagoge- Tie Festlichkeit verlies in allen Theilen würdig und erhebend. Mit Recht konnte Herr Rabbiner Tr. S on dheimer aus Heidelberg in seiner Festpredigt hervorheben, wie alle Bewohner Steinsfnrths ohne Unterschied des Glaubens in seltener Einmüthigkeit durch Beflaggen kur Häuser und Betheiligung au der Feier wetteiferten. sowohl der katholische als auch der evangelische Geistliche des Torfes waren unter den Ehrengästen. KcSmark. Aus Aufforderung einiger hervorragender Gcmeindemitglieder hält Sr. Ehrw. Herr Heinr. Teutsch, einem Bedürfnisse in der hiesigen Gemeinde entsprechend, allsabbatliche -i>"2'-Borträge in der Synagoge, die, weit gediegen, geist- und inhaltsreich, sich eines großen Beifalls erfreuen. An der hiesigen jüd. Volksschule fand dieser Tage die Schlußprüsung in den Religionsunterrichtsgegenständen statt, die eine glänzendes Resultat zu Tage gefördert hat, fast sämmtliche Kinder beantworteten die an sie gerichteten Fragen in pHpii sne; nv:rc p": in höchst befriedigender Weile, und sahen sich der Schulpräses H. B. Graus und viele Anwesende veranlaßt, Herrn Deutsch und den übrigen Lehrern für den Religionsunterricht, ihren Tank und ihre vollste Anerkennung auszusprechen. II. Der zum Unter-Staatssekretär im Ministerium der öffentlichen Arbeiten ernannte Abgeordnete Romanin Jacur in Rom gehört dem rechten Centrum an. Er ist ein tüchtiger rlekonomist; seine Güter bei Padua sind Musterwirth

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