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Der Israelit · 1894-07-05 · Heft 53 (5.7.1894) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 53 (5.7.1894)
Date
1894-07-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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|XXXV. Jahrgang.' M 53. Der Israelit. Ein Genlrat-Hrgan für das orthodoxe IudenLhum. Begründet von Vr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 5. Juli 5654 (1894). Leitender Artikel. UaM P. M. fi Wechsler v“X Höchderg. Noch auf's tiefste erschüttert, stehen wir unter dem Eindrücke der Schmerzenskunde pnrrn m'BBD nra oroD rmn yiöim dw pnsn aytoyn pn*?N. Wenn wir sein Leben schildern wollen, so können wir dieses nicht trefflicher, als mit den Worten n rny dipd Moses war ein Gottesdiener. Gottesdiener zu sein, war das einzige Ziel seines Strebeus und dieses bildete den Inhalt seines Lebens. Die Jahre seines Erdenwallens waren ein fortgesetzter, ununterbrochener Gottesdienst. Wenn Einer, so wußte dieser pnx die Anforderung unserer ^"1 lrcan □ Dty db6 vjt i'LPv bi in der vollkommensten Weise zu entsprechen. Von seinen wahrhaft frommen Eltern, — sein Vater war ein Bruder cma« n pnan pwn bv p'pn ny^Dj/n, seine Mutter eine Tochter des so berühmten b“® D’QiyiNi *?yuyD '1 in Zell a. M.— rrnnn ’ina bv erzogen, lenkte er schon in frühester Jugend die Aufmerksamkeit auf sich. Seine außergewöhnliche Fassungsgabe, verbunden mit einem ganz eisernen Fleiße machten ihn schon frühzeitig bewandert in D'pD^En d"ip. In seinen ersten Jünglingsjahren lernte er bei seinem Onkel Yiinv jvnn yidix ’"j d’djjw“) ruv in Zell. In der vollsten Bedeutung des Wortes konnte man von dieser Zeit an auf ihn anwenden ndyud rvoiö pdd nV. Ununterbrochen, d’d'd efb'b nw, lernte er nmn; ’"n p wäre er schon berechtigt gewesen, von sich zu sagen nn n:p D’jntf pa w. Er hatte in seinen Jugendjahren schon so viel gelernt, als viele andere in einem ganzen Lebensalter lernen können. Von Zell aus ging er nach Ungarn, um dort zu den Füßen der cmu: ayjayiia omaa "1 in Kobersdorf u. nyayH yw 'n in Preßburg zu sitzen. Beide brachten ihm bis zu ihrem Lebensende die höchste Verehrung als p'irr und )iüb entgegen. Mit dem außergewöhnlichen nunob, das selbst in früheren Jahrhunderten, als wahres nmo^» Anerkennung gefunden hätte, vereinigte der Verstorbene ein wpmr, — wir behaupten nicht zu viel — das nicht übertroffen werden kann. Der einzige Vorwurf, den seine bnx nrn-i ihm je gemacht haben, war der, daß er allzusehr ioyy bv Tonn sei, uy rwo »wn nND und so glaubte er, immer noch nicht genug zu leisten. Als er von Ungarn zurückkehrte, wollte er immer noch weiter zu den Füßen der nnn sitzen; er hatte das zwanzigste Lebensjahr noch nicht erreicht. Er weilte in Zell und in Würzburg. Durch den kurz darauf erfolgten Tod seines älteren Bruders der ihm gleich war in nun min und seines Vaters b"w, war er gezwungen zu seiner Mutter nach Schwabach zurückzukehren, um dieser bei der Wetterführung des väterlichen Geschäftes stützend zur Sette zu stehen. Die eigentliche Thätigkeit, die das Geschäft erforderte, übernahm seine Mutter n«y npisn, sowie seine jüngeren Geschwister, damit myjn pnxn sich fast ungestört dem rnin- Lernen widmen könne. Als seine Lebensaufgabe betrachtete er von dieser Zeit an, ‘wara minpamfr. In welch vollkommener Weise er diese Aufgabe zu erfüllen suchte, das vermag keine Feder zu schildern. Wer das Glück hatte, sich zu seinen vn'vbn rechnen zu dürfen, der weiß, daß kein Vater sich mehr seinem Sohne hingeben kann, als der Verstorbene yj sich seinen DH’D^n hingegeben hat. Es gab keine Zeit, in welcher er nicht rnnyip festgesetzt hatte nW>n nnrna und npan nmotswa lernte er mit d^vu nn'virn D’jöpi. Keine Mühe war ihm zu groß, um auch die schwierigsten Stellen dem Verständnisse nahe zu bringen. Bei dem überaus großen nmoV konnte er sich doch aus Liebe zur min in die Anschauungsweise von Kindern versetzen und diese einführen in das mw-Lernen. Mit väterlicher Liebe sorgte er auch für die Bedürfnisse seiner cnn^n, weit

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