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Der Israelit · 1894-06-25 · Heft 50 (25.6.1894) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 50 (25.6.1894)
Date
1894-06-25
Page
– (sequence 11)
Language
German
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925 Dr. Wallach und dem seit 10 Jahren am Hospital thätigen Dr. Einsler, die Tag und Nacht im Dienste der Leidenden stehen; ferner 2 Apotheker, die den ganzen Tag und sogar einen Theil der Nacht beschäftigt sind, Arzneien zu bereiten. Das Bedientenpersonal besteht aus 3 Krankenwärtern für die männliche und 4 für die weibliche Pflege, einem Haushälter, Köchinnen, Dienern und Gehilfen. Wir bilden uns nicht ein, daß unser Hospital einzig in seiner Art sei; aber mit Genugthuung können wir hervorheben, daß unser Hospital auf den Grundpfeilern der Barmherzigkeit errichtet und vom Geiste wahrer Nächstenliebe durchweht ist. Unser Hospital weist keinen zurück. Der Schwindsüchtige findet ebenso wie der Typhuskranke Aufnahme und verläßt cs nicht eher, als bis er — wo noch Hilfe nöthig — vollkommen hergestellt ist. Unser Hospital ist nicht nur eine Zufluchtsstätte für Kranke, sondern auch für Altersschwache, die zumeist einsam und verlassen unser Hospital aufsuchen, um dort ihre letzten Tage zu verleben. Das Sterbeverhältniß betrug 1 1l2°l0. Dies günstige Verhältntß ist die natürliche Folge der sorgfältigen Pflege und aufmerksamen Behandlung, die den Kranken in unserem Hospital zu Theil werden. Er vermißt hier nicht das zärtliche Mitleid, welches von einem Angehörigen zu erwarten ist, er entbehrt nicht der liebenden Fürsorge, die alles zu seiner Bequemlichkeit thut. Alles was die Aerzte verordnen, sei es noch so kostspielig, von den kräftigsten Fleischspeisen und Bouillons bis zu den besten Weinen, wird den Kranken verabreicht. — Da die meisten Patienten sehr arme und alleinstehende Leute sind, die sich nach einer übeiftandenen Krankheit nicht die nöthige stärkende Pflege verschaffen können, so verbleibt der Genesende im Hospital bis er völlig erholt ist. Angesichts der größeren Anforderungen, die an uns gestellt werden, müssen wir an eine Vergröberung des Hauses schreiten, was uns jedoch nur hochherzige Gönner ermöglichen können. Anfangs war unser Hospital ausschließlich für Aschkenasim-Pruschim bestimmt, heute steht cs allen Aschkenasim offen. Wir sind daran, es zu einem „Allgemeinen Jüdischen Krankenhause" zu erheben. Die Ausgaben betrugen 38,842 Frs, denen 37,942 Frs. Einnahmen gegenüberstehen, es ergab sich somit ein Deficit von 900 Frs. Literarische Notiz. Bad Ems. In 't, n"D 's ^xicff Fürth er Druck 1843, hat sich in dem Wort ein Fehler eingeschlichen. Das „ff' mutz *npi sein. Dies geht aus der Stelle im nm ff-no v'd mens und ruvia nuno daselbst am Deutlichsten hervor. K. > Vermischtes. < Wie viel Buchstaben giebt eS in der Bibel? Ein Holländer hat die mühselige Arbeit unternommen, die Zahl derselben zu berechnen, und hat diese auf 3,568,480 angegeben. Diese Zahl soll derselbe nach einem vierteljahrhundertjährigen Zählen herausgebracht haben. Ein jüdischer Schriftgelehrter im vorigen Jahr.hundert, Namens Jzchak Dulabrigo num “ßiD rmsNftn pfiL' niHND3 giebt die Zahl jeder einzelnen Buchstaben in den 5 Büchern Moses in seinem Pentateuch wie folgt an. Von dem Buchstaben N sollen 27057, 3 16344, J 2109, "I 7032, H 28052, 1 30513,? 2198, N 7186, D 1802, ’ 31530, 3 8610, T 3350, 7 21570 D 14472, □ 10924, 2 9854, ] 4257, D 1833, ]) 11247, 5 3976, rj 834, L 2925, s> 1067, p 4694, 18125, W 15596, n 17949. Die gesammte Zahl der Buchstaben im 1. Buche Mos. 78O64, im 2. B. M. 63529, im 3. B. M. 44790, im 4. B. M. 63530 und im 5. B. M. 54802. Mithin beträgt nach dieser Angabe die Buchstabenzahl der 5 Bücher Moses 304,840, also hat die Bibel außer den 5 Büchern Moses 3,262,675 Buchstaben. Am 9. Juni starb plötzlich zu Homburg u. Mai« der beliebte Herr Emanuel Heymann. Der Verlebte machte den Feldzug 1870/71 mit. Er war ein braver frommer Mann und ein tüchtiger Familienvater, er wurde nicht nur von Juden, sondern auch von Christen sehr bedauert. Kempen (Posen). Am 4. Juli riQN n""> feiert der hier im ganzen Umkreise sehr geachtete CultuSbeamte M. Löwenthal, RabbinatSverweser in Groß-Wartenberg seine silberne Hochzeit und sein 25 jähriges Amtsjubiläum. Wie ich aus sicherer Quelle erfahre, veranstaltet der Bezirksvorstand schon heute große Vorbereitungen, um diesen Tag würdig zu begehen und werde ich nicht versäumen s. Z. darüber näheres zu berichten. L.-n. New-?)ork, 1. Juni. Unter den 47 Wohlthätigkeitsinstituten, welche von dem kürzlich verstorbenen Banquier Jesse Seligmann ohne Unterschied der Religion mit Legalen bedacht worden find, befindet sich das Hedrerv Lenevolent und Orphan Asylum, mit einem Legat von Dollars 50,000, Mount Sinai Hospital D. 2,500, Home for aged and infirm Hebrews D. 1,000, United Hebrews Charities D. 1,000, Montdfiore Heim für chronische Kranke D. 1,000. 15 Anstalten je D. 500, 9 Institute find mit je D. 250 bedacht und 18 andere Institute mit je D. 100. (Drohung mit dem Strike.) Die „Kreuzzeitung" droht Herrn von Plötz, daß sie nicht mehr mitspielen werde. Sie nimmt Anstoß daran, daß der Herausgeber der „Zukunft", Maximilian Harden alias WittkowSky, wie verlautete, die Redaction oder mindestens die geistige Leitung einer vom „Bunde der Landwirthe" demnächst herauszugebenden täglichen Zeitung übernehmen solle. Unter dieser Voraussetzung, sagt die „Kreuzzeitung", würde sie sich an dem Kampfe nicht weiter betheiligen können. Die „Zukunft" des „JudensprößlingS" Maximilian Harden wird wegen ihrer, dem Grafen Caprivi feindlichen Haltung von den ostelbischen Agrariern eifrig unterstützt, und der Judenhaß tritt da zeitweise hinter den Haß gegen den „neuen Kours" zurück. Daß dies nicht auch bei der „Kreuzzeitung" der Fall ist, zu deren Mitarbeitern schon so mancher „Judensprößling" gehörte, dürfte darauf zurückzuführen sein, daß Herr v. Hammerstein vor einem gefährlichen Concurrenten Angst hat. Die Drohung mit dem Strike ist, scheint es, nur ein Act journalistischer Selbsterkenntniß und Vorsicht im Kampfe ums Dasein. Nach dem soeben erschienenen „Bericht der Alliance Israelite Universelle (Allgemeine Israelitische Allianz) vom I. und II. Semester 1893" (Sitz der Gesellschaft Paris,

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