Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 49 (21.6.1894)
- Date
- 1894-06-21
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXV« Jahrgang. Zweite Beilage zu M 49 des „Israelit". Leitender Artikel. Erwiederung. Meine, in Nr. 34 und 35 des geschätzten „Israelit" sich befindliche Erklärung der Piutstelle: j'v' man und pp-© in dem rormn rsns, für a"rw von y"v'-> hat in Nr. 37 desselben, seitens eines Herrn S. Naus Hamburg, zwar nur eine theilwetse, aber dennoch umfängliche Entgegnung erfahren. Herr S. N. bezweifelt zunächst die Wichtigkeit und dann die Berechtigung meiner Frage überhaupt, da die Paitonim nicht gehalten sind der Ordnung der tnoa zu folgen. Dann meint er, ist die Beantwortung der Frage eine einfache: der Verfasser wollte seinen Namen;vpn verzeichnen, er brauchte dazu ein n, das er bet ppis unmöglich anbringen konnte, er setzte daher vor pp-© den p von nnon r»\ umgekehrt als die Stellung derselben in der Gemara und er hat so das n errungen. Ferner wird nachgewiesen, daß der Paiton auch bei andern Dinim die Reihefolge im Talmud nicht berücksichtigte, wie 'np D'nDB, wo die strittige Stelle vorkommt, werden dhm am Ende des Blattes, während der Paiton selbe schon früher erwähnt. Es werden als Belege für diese Ansicht noch einige Dinim berührt und aus all Diesem wird positiv erklärt, daß der Paiton nur dem '2 % seinem Namen und dem oft mit Mühe gesuchten Reim zu Liebe, seine Rücksicht walten ließ, sonst Nichts und: „Einer weiteren Erklärung bedarf es nicht." Es wird noch schließlich ein sehr gewagter Unterschied zwischen Gemara und Piutim gezogen und als Beweis auf die Aufzählung der mso 'ann im moj rrno? — soll wohl nuran hbd gemeint sein — und die in dem Piut r6nan nrw für hingewiesen. Ich will mich nun in meiner Erwiederung, beziehungsweise Rechtfertigung meiner Erklärung in Nr. 34, 35 möglichst kurz fassen. Ein Talmudgelehrter und zugleich Paiton von der Größe des jrcn, mit dessen Piutim und Ansichten rvisDin, nttw mnan und andere Rischonim sich eingehend und vielfach befassen — Stehe Heidenheims Einleitung zum y"Dtt6 -nino u. a"nttf — verdient eine rücksichtsvollere Behandlung, als die ihm von Seiten des Herrn S. N. zu Theil wurde. Der bedächtige Leser des betreffenden vnv wird denselben thatsächlich systematisch geordnet finden; da sind die Dinim sorgfältig grupptrt: bi pan np'-n, rftyan, nntD, niD©, naDn, -non, wie von einem po©, einem Meisterredner, der nicht verschiedene Dinge zusammenwürfelt, entsprechend seinen Worten in der Einleitung roiww -)pnm und eben daher kommt auch der Hauptdin von mow Pflicht für D’ito zuerst und dann der Din von nr» roDn zum Ausdruck. Daß der Paiton aber die der Dintm-Zusammenstellung von ri2vri eine unnöthige Aenderung gegen die angemessene Reihenfolge in der Gemara, vorgenommen und yw man vor pp-© gesetzt, eine Aenderung, welche dem systematischen Sinn Eintrrag thut — das bekundet eine Tendenz, und diese ist, um eine Erklärung des ... . -ny »k wie die von gegebene, auszuschließen, wie das in meiner ber. Erklärung ausgeführt, welche ja, abstrakt, von Herrn S. N. als zutreffend bezeichnet wird. Was Herr S. N. von '2 % Namen des Paiton und Reim spricht, als hätten diese jrcn in die Feder vorgesagt, ist, gelinde gesagt, recht eigenthümlich. Jeder Hebräer weiß, wie dergleichen Dinge dem gewandten Schreiber nur ein Spiel find. y'tm der in diesem Piut vielfach den Dtnim-Gruppen Verba wie: nm, iayv, noi, nay.vorgesetzt, könnte ja recht schön und bequem auch bet raon »an mit . . . pp*© nin beginnen und das n wäre da. Wenn ich die Ehre hätte, die vollständige Adresse des Herrn S. N. zu kennen, würde ich ihm mit einer hebräischen Arbeit aufwarten, aus welcher er die Ueberzeugung gewinnen werde, daß dergleichen Dinge selbst einer Person wie meiner Wenigkeit, keine Schwierigkeiten machen, um wie viel weniger einer Riesengröße wie y"v'i. Schließlich will ich noch bezüglich des Beweises, welchen Herrn S. N. von dem Piut r^nan nn* herholt, auf die eben daselbst sich befindlichen Vorbemerkung Hinweisen, welche beginnt . . . . D» bi D'wnn y2 Tiku, aus der die Hinfälligkeit des Beweises sich ergibt, »"kn. M. Landau, Rabbiner in Raschkow. Äus jüd. Vereinen und Stiftungen. Nach dem Geschäfts-Bericht (1893) der über 57 Jahre bestehenden „Chebroh Kadischoh", Verein zur Hebung und Verbesserung der socialen Lage der Juden in Remagen hat dieser Verein weit über 1000 Mark zur Beförderung des Handwerks verausgabt. Der Verein hat in dieser Hinsicht im erfreulichen Gegensätze zu früher ein solches Vertrauen unter der jüdischen ärmeren Landbevölkerung erlangt, daß er längst nicht mehr im Stande ist, allen Wünschen und Gesuchen, die aus diesem ärmsten Theile unserer Glaubensgenoflenschaft an ihn herantreten, zu willfahren. Es ergeht daher von neuem unser Mahnruf an die Juden der Städte und namentlich Großstädte, durch zahlreichen Beitritt zu dem Vereine, die für den Staat