Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 48 (18.6.1894)
- Date
- 1894-06-18
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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887 Tags darauf hatte er seinen edlen Geist dem Schöpfer zurückgegeben. Die Briefe meiner seligen Gattin, meiner theuern Kinder blieben mir als kostbares Vermächtniß, deren Lektüre mich in dem gefaßten Vorsatze bestärkte, vor Gott — wenn es vor der Welt auch nicht gesetzlich zulässig war — dem Glaubensbekenntnisse meiner Lieben wieder mit Leib und Seele anzugehören. Ich habe die mir vom Rebbe auferlegte „Tschuwe" gehalten, ich danke jetzt für die Geduld und Liebe, die mir erwiesen wurde." Er hatte geendigt und nach einer Verbeugung, die seinen Dank den Zuhörern bekunden sollte, wollte der Alte sich entfernen, als der Rabbi aus seinem Lehnsessel sich erhob und dem Scheidenden zu verstehen gab, noch eine Weile anwesend zu sein. „Ich habe Ihnen," erklärte der würdige Seelenhirte in bewegtem Tone, „auch einen Dank abzustatten, den Dank vieler Hilfsbedürftiger, in deren Namen ich htemit spreche. Ihre großmüthige Spende von fünfhundert Gulden ist bereits den Armen der Gemeinde zu Theil geworden; die andern fünfhundert Gulden werde ich an die zehn würdigsten und nothleidenden meiner Schüler, Ihrer Weisung gemäß, übergeben. Ich will keinen dieser wackern jungen Männer beschämen und ihn auffordern seinen Dank abzustatten — ich danke Ihnen im Namen aller hier Anwesenden." Der Rabbi reichte dem Scheidenden die Hand, die dieser bewegt küßte. „Ziehen Sie nun in Frieden, Herr Jllanowsky," segnete ihn der Rabbi, „Friede, Friede den Nahen wie den Fernen, spricht der Herr und heilet." Bleiben Sie dem Geiste des Judenthums, der allgemeinen Menschenliebe in welcher sich die Liebe zu Gott manifestirt, getreu, dann sind Sie Jude, wenn Sie auch den christlichen Namen dem Gesetze gemäß, bleibend führen müssen, dann werden Sie frohlockend ausrufen können: „Heil meinem Alter, das meine Jugend beschämt." (Schluß folgt.) vf^ Mnzergen. 'fn Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. exür meinen Sohn, welcher in O meiner Frucht-, Mehl-, Porzellanu. künstlichen Dünger- Handlung seine Lehre destanden, niit der Landkundschaft sehr gut umzugehen weis? u. in Comptoirarbeiten sehr bewandert ist, suche ich in ähnlichem Geschäfte Stelle als angehender Commis. Offerten bitte zu'richten an Jsaac Felseuthal, 3339 in Odenbach a. Glan. (junger Kaufm., z. eins. Dienst csj berechtigt, der im Wäschen. Betten-Geschäft gelernt, dorts. ein Jahr als Commis zugebr. u. alsd. 2 Jahre im elterlich. Gesch. ähnlich. Branche thätig war, sucht per sof. oder später Stelle in Det. o. Engrosgesch., wo Samst. und Feiert, geschl. Off. ond B. A. 8390 an die Exp, d. Bl. erb. oooacxxxjoaooooooa e Synagogen - Gemeinde Bischofs Werder sucht einen tüchtigen Lehrer und Vorbeter. Gehalt 1200 Mark, freie Wohnung und Nebeneinkommen. Bewerber mit guten Zeugnissen wollen sich baldigst melden. (3414 Der Vorstand d. Synagog.-Gem. Hermann Littmänn. oooaooooooaoocooo Met«, Poststrasse 8. Streng Streng Eröffnung 15. Juni d. I. 3317) Inhaber: Daniel August. In meinem Verlag erschien soeben: mm bp Glimmen der Freude, Toaste, Tischreden und Lieder bei freudigen Gelcgenl eiten v. Prediger Lio n Wo lff. Dieses neue Werk des bekannten Autor enthält eine reiche Auswahl von Original-Traureden, Toaste und Themen für BeschueiduugSfeier. Verlobungen u. Hochzeiten, ferner Materialien für Hochzeitskladderadatsche sowie anderen Festschriften und eine höchst originelle Hochzeitöhagadah, die gewiß Beifall finden und Aufsehen erregen wird. Das umfangreiche Werk ist wohl zunächst für Lehrer und Kultusbeamte bestimmt, die längst den Mangel eines solchen Werkes empfunden, aber auch jeder Privatmann, der gelegentlich bei freudigen Veranlaffungen einen Toast auSbringen, oder eine Festschrift verfassen will, findet hier ein reichhaltiges Material, das für alle Fälle Rath ertheilt. 42e — Preis 3 Mark. — A. I. lofniaiitt, jtaipjsbiutjimtii., Frankfurt a. Jtt ffttn i. Mann, Sohn vermögtuber Eltern, wünscht sich an einem nachweislich rentablen Geschäft mit Kapital zu bethelligen, bei welchem ihm event. Gelegenheit zu späterer Einheirat thung geboten ist. Offerten unter A. B. 716 an Haasenfteiu & Vogler, A.-G., Cassel. (142b Gin j. Wann Gsr.). welcher seine Lehrzeit im Geschäfte seines Vaters (Weinhandel u. Champagner-Fabrik) bk standen und noch einige Zeit sonstwo als Volontair conditionirte, sucht zu seiner weiteren Ausbildung anderweitig Stellung unter sehr mäßigen Ansprüchen. Offerten sub R. 712 an Rudolf Moffe, Köln. (268». Gesucht ein kräftiger Bursche, der die Küferei erlernt oder noch erlernen will. Kost und Logis im Hause. Offerten unter 8. 3416 an die Exped. dss. Bl. erb. (Samstags und Feiertage geschlossen.)