Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 42 (28.5.1894)
- Date
- 1894-05-28
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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erlangenden Mittel würden es dem Verein ermöglichen, das Hans völlig auszubauen, es zu vergrößern, eine neue Anstalt für Männer zu schaffen, und den jetzt ohne sicheres Obdach, ohne genügend schützende Kleidang sich befindenden and von der schlechtesten Nahrang lebenden, altersschwachen Frauen Unterkunft zu geben. Darum auf, Ihr Männer in Israel! Die Zahl der Leidenden beiderlei Geschlechtes in Jerusalem ist gross, kein Dach über dem Haupte, der Hitze im Sommer, der Kälte im Winter ausgesetzt, hungrig und nothdürftig bekleidet nmhergehend, flehen diese Unglücklichen Euch um Hilfe an. Verlasset die Verlassenen nicht, auf dass . Ihr nicht verlassen werdet, helfet uns, uns der Ärmsten erbarmen zu können, und der Lohn für diese grosse Mizwah wird Euch von Oben im reichsten Masse zu Theil werden, Noth und Mangel werden Euch für alle Zeit fern bleiben, und Euer Greisenalter zu dem glücklichsten und ungetrübtesten gestalten! Briefkasten. | Notizen. WM- An alle meine geehrten Herren Correspondenten die ebenso höfliche als dringende Bitte: 1. Die Spenden-Liste von den brieflichen Mittheilungen stets getrennt zu halten. 2. Die Spenden-Liste, mag sie selbst noch so bescheiden sein, nicht ani dem Coupon der Postanweisung, sondern auf einem Blatte Papier verzeichnet einzusenden. 3. Für die Spenden-Liste niemals die jüdische Currentschrift in Anwendung zu bringen, und falls die Spenden Ar verschiedene Rubriken und Zwecke bestimmt sind, sie auf ebenso vielen einzelnen Blättern zu verzeichnen. 4. Nur wo eine Spezialbescheinigung unbedingt nöthig, — beispielsweise zu Belegen bei Gemeindeakten u. dgl. mehr — eine solche zu verlangen, sonst jedoch davon gütigst absehen und das sofort, oder einige Tage nach der gemachten Geldsendung erhaltende neueste Spenden-Yerzeichniss als Empfangsbestätigung betrachten zu wollen. 5. Mit der Veröffentlichung der eingesandten Spenden stets einige Geduld zu haben. Nicht bloss die alphabetische Reihenfolge, die, der leichteren Uebersicht wegen, bei den Ortsnamen eingehalten wird, sondern auch der Umstand, dass die „Spenden - Verzeichn i sse“ aas verschiedenen Gründen schon einige Wochen vor ihrem Brscheinnngsdatnm gedruckt werden, ruft öfters eine Verspätung in der Veröffentlichung mancher Spenden hervor, di* sich beim besten Willen selbst nicht umgehen lässt, unveröffentlicht bleibt aber selbst die geringfügigste Gabenicht. Die gütige Beachtung dieser bescheidenen Bitte von Seiten meiner geehrten Herren Correspondenten würde mir viele unnöthige Mühe und Zeitverlust ersparen, eine Rücksichtnahme, die gewiss jeder billig Denkende als eine vollkommen berechtigte und dringend gebotene bezeichnen wird. Jedem sie mir Gewährenden schon im Voraus den herzlichsten Dank dafür! Jaffa. Die Kolonisten von iTVD haben das Recht, eine Krämerei in ihrer Kolonie zu errichten, einem Bewerber um 270 Francs ertheilt. Die für die dortigen Verhältnisse ziemliche Höhe des Preises ist darauf zurückzuführen, dass~auch die Kolonisten von tO'DDIp und die Bauern der benachbarten arabibischen Dörfer in nnj einkaufen. Herr Lewin Epstein, Leiter der Kolonie nDm, ist aus Europa zurückgekehrt und hat die gute Nachricht mitgebracht, dass Baron Edmund v. Rothschild versprochen habe, die Trauben von nam für mehrere Jahre in seine Keller aufzunehmen. Die Nachfrage nach dem Weine der Kolonien wird immer gröser. Von verschiedenen Zionsfreunden wurde vor dem jüngsten Pessach-Feste für 30 0 Francs Wein bezogen. An die Stelle des Herrn Bloch, der durch sieben Jahre die in Judäa gelegene palästinensischen Kolonien des Barons leitete, ist jetzt Herr C h a s an getreten. Sämmtliche galiläischen und judäischen Kolonien sind im erfreulichsten Fortschritte begriffen. Es wurde der Vorschlag gemacht, die für die palästinensischen Lohnarbeiter eingehenden Spenden in der Weise zu verwenden, dass 40% zur Errichtung von Speiseanstalten, Herbergen und dgl., die restlichen 60% zum Ankauf von Ländereien dienen sollen. Diese sollen in Grundstücke zu je 50 Dulam parcellirt werden, und in jedem Jahre soll eine festgesetzte Anzahl von Arbeitern, die entweder durch Wahl oder durch das Loos bestimmt werden, mit solchen Grundstücken und dem Gelde für deren Anbau betheilt werden. Druck der Joh. Wirth'sclien Hofbuchdruckerei, Actien- Gesellschaft, Mainz.