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Der Israelit · 1894-05-21 · Heft 40 (21.5.1894) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 40 (21.5.1894)
Date
1894-05-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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735 *7 Heirath. Für e. Dame seiner Familie w. Heirathsparthie ges. e». Witt wer. Baarmitgist 50 Mille Adr. unter G. 2417 an Hcinr. EiSker, H a ni b n r g. (2Pg Sichere Existenz. In einer an der Bahn gelenen Stadt der Piovinz Sachsen mit ca. 3000 Eintvohnern und einer bedeutenden Zuckerfabrik soll ein im flotten Betriebe befindliches, feit länger als 50 Jahren bestehendes Tuch- und Manufactur-Geschäst tuegen Todesfall verkauft werden. lieber Solidität .c. stehen Belege zur Berfüsung. Brutto- Uebrrschust 10 Mille M. mit geringen U kosten. Das Geschärt war bisher Sonnab nd und Festtage geschlossen. Meldungen un'er I A. 9213 an Rudolf Mosse, Berlin!3. W. erbeten. (236a Dereuburg a. H , ist.Mai. (Unlieb verspätet.) Unsere kleine Geme'nde hat einen schweren Verlust erlitten. — Am 10. Tag in Nissan verschied nach langem schweren Leiden Frau Franziska Compurt. geb. Neichenbach aus diesein Leben. Sie war u, e jener würdigen echt frommen F'anen, wie sie heutzutage immer selte er werden, in wahrem Sinne des Wortes eine nrjp“5» HE'N. — Mit aufrichtiger Hingebung hing sie an unserer heiligen Religion, nanrentlich war es ihr ein wahres Herzensbedürfniß mb'G.1 ^Dn zu übe». Sie hatte leider nur das Alter von 29 Jahren erreicht. irit ihrer Frömmigkeit und Mildthütigkeit aber war sie ausgerüstet, wie eine n'p'in von 70 Jahren. Dem riesen Schmerze aller gab Herr Rabbiner Dr. Auerbach ’"j aus Halbe rstadt beredten Ausdruck fäin jung. Mädch., 18 I. a., Israelitin, im Kochen, sow. Hausn. Handarb. bewand., s. zum Aug. eine fam. Srellg. ohne gegens Vergüt. Off. u. D. H. Blogg, Hamburg, Feldsir. 51. STClir suchen für unser Samftags u. igr. Fncrtage geschlossenes Kurzu. Wollwaaren- Engros-Geschäst einen JLehrling-. Gebrüder Ster«, 3109) jFrankfurt a. M. ßNachruf^ Külsheim. Es mag wohl selten Vorkommen, dah der „Israelit" von dem Ableben eines Mädchens Notiz nimmt. Das Wirken und Walten einer Frau und Jungfrau uracht sich in der OessentlichUül nicht geltend und bewegt sitz schon nicht mehr in dem normalen Geleise, wenn es an die Oeffentichkeit tritt. Sie blühen, wie die Veilchen in zurückgezogener Stille und nur das geübte Auge findet fie unter der großen Gräserschaar heraus. Aber selbst das Veilchen lebt nur so lange in abgeschiedener Zurückgezogenheit als es nicht gepflückt wird. Wird es erst ans dem Rasengrüir herausgerissen, das es bis jetzt bergend verhüllte, dann zieht es durch den Schmelz der Farben rrnd dm würzen Wohlgeruch, den es verbreitet, alle Aufmerksamkeit in um so höherem Grade aus sich, als es bis jetzt durch fein bescheidenes Zurückstehen für die große Menge unbeachtet blieb. Eine solche reine Blrune hat der Tod geknickt, indem er Fräulkin Julie Ttrauh in der Blülhe ihrer Jahre der Erde entrückte, Dieselbe war zur Hochzeit ihrer Nichte uach Karlsruhe gereist, hatte die Fr udentage der dort versammcl'en Familie mit der ganzen Innigkeit eines edlen Herzens gecheilt, als eine tückische Krankheit sie ergriff, von welcher sie sich nicht mehr erholte. Am Freitag, den 5. Jiar hauchte si-, umgeben von dem Kreise der versammelten Familie ihre reine Seele aus und wurde am Sonntag darauf unter großer Betheiligung in Karlsruhe, woselbst sie der Tod ereilt hatte, beerdigt. Denjenigen, welche das Glück hatten, die Verblichene persönlich zu kennen, wird jedes Wort des Nachrufs ungenügend erscheinen. Die verkörperte Frömmigkeit und Liebesthätigkeit, gepaart mit einem ungewöhnlichen Grade von Wissen und Bildung des Geistes und des Herzens, auSgestattet mit einer Natürlichkeit der Auffassung, einer Zartheit und Empfindung, einer wunderbaren Mischung von Milde n. Schärfe des Urtheils, das sind einige der am meisten in die Augen fallenden Züge des treuherzigen Wesens, das uns im Lenz seines Lebens durch Gottes Fügung so jäh entrissen wurde! Möge der Besitz einer so theuren Schwester und Verwandten die trauernden Hitlterblirbenen über den Verlust trösten! Möge ihnen der Gedanke Trost bringen, daß die schwesterlichmütterliche Liebe, die sie den theueren Lieben hier nicht mehr erweisen kann, stärker ist als der Tod und weit über das Grab hinonsreicht. Sie wird für das Wohl ihrer Lieben, an welchen ihr edles Herz mit zahllosen Fäden hing, ihr Gebet sürbittend vor Gottes Thron niederlegen, und wie alle wahrhaft Frommen noch größer im Tode als im Leben dastehen. mnun (3115 Soeben erschien: Portrait v. Hr. Lhrw. Herrn Dr. Jonas Bondi, Rabbiner der israelit. Religions-Gesellschaft zu Mainz. Gemalt von I. Krupenie. Feinste Ausführung nach eigenem Verfahren. Preis M. 5. — Gegen Einsendung von M. 5 50 franco. Zu beziehen vom Maler, Christophstraße Nr. 9. — Den Commissionsverkauf hat die Joh. Wirthsiche Hofbuchdruckerei A.-G. auf Wunsch freundlichst übernomnien. (elernter Küfer od. Arbeiter, der die Küserei erlernen will, event. auch Küferlehrling ofort gesucht. ü"’l m&' gechlossen. Offerten unter Nr. 2642 beförd. die Exped. dss. Bl. irreligiöse Köchin, die sich auch «W auf Hausarbeiten versteht, gegen guten Lohn per sofort gejucht. (3125 Max Schlessinger, Bank-Geschäft, Mainz. Ein Schadchen ren Familien Zutritt hat, wird gesucht. Offerten unter G. N. 3103 au die Exped. dss. Bl. erb. Für Schneider. 2 zuverlässige Gros-Arbeiter (Israeliten) finden auf meiner Werkstatt Arbeit. (3111 D. M. Engel, Würz bürg. ®es. ein j. Mädch. in e. koscheren Fteischwaar engeschäft w. Bücher führt u. im Hausstand bewandert ist. Off. u. K. M. 100 an A. Goldschmidt. Buchhdlg., Hambrrrg. (23d In mein Colonial-, Manufaciuru. Branntwein-Engros- Geschäft suche per 15. Juli einen tüchtigen jungen Mann fürComptoir uird Reise. Diejenigen, welche in gemischten Waarengeschäften gelernt und mit Erfolg kleinere Touren gemacht, wollen sich melden. Zeugnißabschr., Photogr. und Gehaltsanspr. erbeten. 3B, Schiss Sobu. 3131) Gladenbach, Oberh. gür unser Manufactue- und Confections-Geschäft, welches Samstags u. Feiertage geschlossen ist, suchen wir per 1. Juli einen Lehrling mit guten Schnlkenntnissen. Kost u. Logis im Hause. (3123 Gebrüder Blum, Gengenbach in Baden. CTsie hiesige Elementaru. *** Religiouslehrerstelle ist zum 1. Juli d. I. zu besetzen. Besoldung 1120 M. u. freie Wohnung. Die Meldung staatlich geprüfter Lehrer ist an den Unterzeichneten zu richten. Memel, im Mai 1894. Der Rabbiner der Kreis-Synagogen-Gemeinde. (3132 Pr J. R ü I f._ öu einer älteren Dame wird rO ein tüchtiges Mädchen, gesetzten Alters, zur Pflege derselben und zur Führung des kleinen Haushaltes per l.Juli gesucht. Offerten werden ,an I. Oppenheim in Cassel, Bahnhofstr. 3 erbet. (3126 Ä imuei üüu *± viv io jagten werden unentgeltlich ausgenommen im israelitischen Kinderkrankenhaus in Frankfurt a. M., Röderberg 109.

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