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Der Israelit · 1894-05-10 · Heft 37 (10.5.1894) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 37 (10.5.1894)
Date
1894-05-10
Page
– (sequence 18)
Language
German
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688 Die sich gegenwärtig in der Schule befindenden Zöglinge verdienen mit Recht Lobpreisungen, sowohl durch ihren Fleiß und ihre Fortschritte in ihren Gewerben, als durch ihre gute Aufführung und ihren Eifer zum Studiren. Sie müssen täglich zwölf Stunden in der Werkstatt arbeiten, was je nach den Handwerken, schon ziemlich schwer ist, so eifrig sind sie auch da, wo sie mit großer Aufmerksamkeit dem Unterricht beiwohnen. In diesem Geschäftsjahr beliefen sich die Einnahmen auf M- 18,134.28 die Ausgaben auf M- 15,938.04. Da dieses Jahr 12,564 Verpflegungstage für 40 Schüler enthielt, so kamen die Kosten eines einzelnen Schülers auf M. 1,27 per Tag. Dem Bericht des Verwaltungsrathes des israelitischen Krankenhauses in Mühlhausen i. E. (Jahrgang 1893; entnehmen wir: Tie Stadt Mühlhausen hat uns, wie bisher, ihre Beisteuer von 20O0Mark zugewendet, wofür wir innigst danken. Unsere Anstalt beherbergt heute 24 gebrechliche Zöglinge, und zwar 9 Männer und 15 Frauen. Ihr Durchschnittsalter ist 70 Jahre. Alle Kranken, welche während des Jahres 1893 zeitweise gepflegt worden sind, haben die Anstalt geheilt verlaffen. Es starben im Laufe des Jahres 3 Zöglinge. Die Gesammtzahl der Berpflegungstage für Kranke, Gebrechliche und Bedienungspersonal der Anstalt beträgt: 4,094 für Männer, 7,257 für Frauen, zusammen 11,351 Tage. Tie gewöhnlichen Ausgaben (Zöglinge und Bedienungspersonal der Anstalt) waren M. 18,899.16, was für die Kosten pro Tag Bl. 1.65 ausmachr. Die außergewöhnlichen Ausgaben für Unterhalt der Gebauoe und Garten beliefen sich auf M. 1,063.48. Die gewöhnlichen Einnahmen des Jahres waren M- 19,010.74. Die außerordentlichen Einnahmen, bestehend in unangreifbaren Gaben und Legate, beliefen sich auf M. 12,917.95. Dem Rechenschafts-Bericht des Vereines des jüdischen Lehrer-Seminars in Rheinland zu Cö!« für 1892, das 26. Jahr seines Bestehens, entnehmen wir: Seit unserer jüngsten Berichterstattung haben sechs unserer Zöglinge dee Prüfung an einem Königlichen Seminar bestanden und im Schuldienste und als Cultusbeamte Verwendung gefunden. Die Berichte, welche uns über die Wirksamkeit der aus unserer Anstalt hervorgegangenen Lehrer zugehen, lauten fast ausnahmslos erfreulich und ermuthigen uns zu fortgesetztem Streben in der bisherigen Richtung. Das ehrende Vertrauen, welches uns entgegengebracht wird, hat sich im verflossenen Jahre wiederum durch die uns zugewandten frommen Stiftungen zu erkennen gegeben; dieselben erreichten die Summe von 10.625 Mk- Es war uns vergönnt, in diesem Jahre zwölf Aspiranten die Pforten unserer Anstalt zu erschließen, so daß diese während des Wintersemesters von 22 Zöglingen besucht wird. Indem wir allen unfern Freunden und Vercinsmitgliedern oen schuldigen Tribut unseres innigsten Dankes darbringen, müssen wir ihnen zugleich die dringende Bitte ans Herz legen, uns durch ihren Einfluß neue Gönner und reichere Mittel zuzuführen, damit wir unsere hochheilige Ausgabe immer vollständiger lösen können. Ten Betriebseinnahmen (28580.70 Mk.) gegenüber ergab sich bei den Betriebsausgaben ein Fehlbetrag von 850.80 Pik. In der Jsr. Heil- und Pflege-Anstalt für Rerven- und Gemülhskranke zu Sayn bei Codlenz wurde in den Jahren 1890. 91, 92, und 93 ausgenommen: 40 u. 46 u. 42 u. 28 — 156 Kranke und zwar 73 M- 83 W. Von den aufgenommenen Männern waren 2 evangelischer Eonsession, die übrigen Aufgcnommenen sämmtlich Israeliten- Es waren: aus Deutschland 124, Holland 16, England 5, Oesterreich-Ungarn 4, Rußland 3, Belgien 3, der Schweiz 1. La. 156. Der Gottesdienst in der Anstaltssynagoge hat in der lange bewährten Weise fortdauernd regelmäßig stallgefunden. Wir konnten, heißt es in dem uns vorliegenden fünften Bericht, die Beobachtung machen, daß selbst diejenigen, denen der Gottesdienst früher in gesunden Tagen höchst gleichgültig war, eifrige Besucher der Synagoge wurden und daß selbst solche Kranke, welche häufigen Aufregungen unterworfen sind, beim Gottesdienste sich beherrschen und anständig benehmen konnten. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. §044-tK Sl'VH'O'H ^jOCCl Clll 11 :>cfiw&i ■vcz$it(>eztz oFz&'W'fa fyuz-t a. £)]£,. — —■ <z. — — — TED Elberfeld. TED lO Jetziger Besitzer: FrrliriS MivXrfyffsmm. 4 1) — Vollständig renovirt. — Vorzügliche Fremdenzimmer und gute Küche bei civilen Preisen. Angenehmes Heim für Geschäftsreisende. Hiesige u. Münchener Biere. Gute Weine. 8. Münchhausen, Baumeister, Köln a. Rhein, 2420) Baubürean für Synagogenbautcn. i$-z. cKu'Ct'Uö-§ccjc/nAtändz. Rumanustraffe HomiAi A». Rrmrannstratze j Nr. 3. Hannover Nr. 3 Pensionat und höhere Töchterschule. Gründliche wissenschaftliche und häusliche Ausbildung. Beste Referenzen. Prospekte durch die Vorsteherin (6733! Fräulein Jenny Lehmann. Tuch- und Buxkinftoffe ä Mk. 1.75 Pf. per Meter versenden in einz. Metern direct an Jedermann l Erstes Deutsches Tuchversandtgeschäft ■ ©etttnger & C©., Frankfurt a. M., Fabrik-Depot.; Muster umgehend franco. (772 j

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