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Der Israelit · 1894-03-08 · Heft 20 (8.3.1894) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 20 (8.3.1894)
Date
1894-03-08
Page
– (sequence 27)
Language
German
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abschätzt. Die Unterstützungen dieser oberen Zehntausend der jüdischen Gemeinschaft in Anspruch zu nehmen, ist diese letztere in ihrer Gesammtheit vollauf berechtigt. Der reiche Jude ist überdies der Totalität seiner Glaubensgenossen in gewissem Sinne mit verantwortlich für die Art, in welcher er seine Güter verwendet. Und wenn demnach ein hochherziger Protector schier unglaubliche Summen freudigen Herzens hingiebt für die Palästina Idee, so ist dies einerseits, womit wir durchaus ja nicht zurückhalten wollen, alles Lobes würdig, es ist dies aber, von einem anderen Standpunkte aus gesehen, nichts, als die Erfülluug einer' Pflicht des Einzelnen gegenüber der Gesammtheit, eine Leistung, mit welcher diese Letztere volkswirtschaftlich schon von vornherein zu rechnen hat. (Fortsetzung folgt.) Notizen. Die Uebertragung der Rnsc/unies, (Besitztitel) vom Namen des verstorbenen Herrn Erlanger ,“|"y auf den des Baron Edmund v. Rothschild ist nunmehr erfolgt. Ebenso wurde die Brenz Streitfrage der Kolonie mpn nnD in einem für diese Kolonie günstigen Sinne entschieden, nipn nnD hat dadurch 125 0 Dun am Terrain, welche ihr streitig gemacht wurden, zurückerlangt. Diese Kolonie ist in stetem Aufblühen begriffen, Dank der vortrefflichen Leistungen des Herrn Ch. Cohn, der daselbst Administrator und Aegronom ist. Sehr bedauert wird, dass Herr Bloch, der Director sämmtlicher Kolonien bei J af f a, um seine Entlassung nachgesucht hat. Herr Bloch hat sich als gewissenhafter, charakterfester und energischer Beamter bedeutende Verdienste um das Kolonisationswel k erworben. Herr David Gutmann, der erste Ansiedler der ersten Kolonie (nipn nn2) ist im Alter von 70 Jahren in Jaf$fa verstorben. Sein Leichnam wurde nach Jerusalem gebracht und hier in Ehren bestattet. Herr Lonis Enger wollte schon längst in Jerusalem eine Fabrik errichten, um dadurch armen Leuten Beschäftigung zu geben. Anfangs dachte er daran, unter den „Zionsfreunden“ Associes zu suchen, um ein Unternehmen in grossem Massstabe in s Leben zu rufen. Da aber Alle, an die er sich wandte, einen gelingenden Versuch sehen wollten, ging Herr Unger allein an die Ausführung seines Vorhabens. Er stellte einige Webstühle auf, die bereits in Thätigkeit gesetzt sind. Hauptsächlich werden, wie in den Damascenischen Webereien, die landesüblichen Kaftane, aber auch vieles Andere gewebt. Herr Unger hat 'die|"Sache klein begonnen, und zwar dergestalt, dass er keiner Concession der Regierung dazu benöthigt und auch wenig Risiko hat. Es ist aber zn hoffen, dass aus diesen kleinen Anfängen ein grosses, segensreiches Werk hervor gehen wird. Briefkasten. Auf viele an mich aus Russland ergangene Anfragen erkläre ich hiermit, dass ich freudig bereit bin, alle daselbst für die verschiedenen russischen io und j*PDD*1^ oder für sonstige palästinensische Zwecke gespendeten Summen ohne jeden Abzug ihrer Bestimmung zuzuführen. X. H. in N. Haben Sie die Güte, mir Ihren in Ihrem w. Schreiben vom 17. Dezember v. J. geänsserten Wunsch in Erinnerung zu [rnfen, falls ich an die Erfüllung desselben vergessen sollte, was, aus naheliegenden Grunde, mehr als wahrscheinlich ist. — Rabb.. Dr. A. H. in D. Heine Postkarte “i'ND CiK'r werden Sie hoffentlich erhalten haben. Erfreuen Sie mich bald wieder mit Ihrer mir stets sehr angenehmen Zuschrift! L. A. K. in M. Der Brief von Ch. W. verdiente keine besondere Berücksichtigung. — 8. E. in M. Ich bin Ihnen für die eingesandten Beiträge, obwohl sich diese leider bedeutend vermindert haben, sehr dankbar. Behalten Sie aber auch nwnpn piS gütigst im Auge und erfreuen Sie mich öfter mit einer Spende, bez. mit einer Sammlung in Freundeskreisen für dasselbe. Ich hoffe zuversichtlich, keine Fehlbitte bei Ihnen zu thun. — M. A.in H. Besten Dank für die am 27. Dezember v. J. erhaltenen 100 M., die die bestmögliche Verwendung gefunden haben. — H. 8. in F. Die von den 13 M. für die R. III, V. und XIII bestimmten Quoten werden Sie nur in diesen Rubriken verzeichnet finden. A. E. 8. M. A. 8. und J. H. Z. in Jerusalem. Es existiren drei jüdische Hospitäler in Jerusalem, von denen zwei nur durch reiche Spenden vom Auslande zu bestehen vermögen, und da sollen „chronisch Kranke keine Aufnahme darin und keine Unterstützung von Seiten derselben finden“? Das klingt doch ganz eigenthümlich! Wir bitten die Vorsteher des D’^in "1ip2 — und des „*]"6 — Hospitals, uns hierüber näheren Aufschluss zu geben, um jede neue Zersplitterung der ohnehin schwachen Kräfte möglichst zn verhüten. — An die wohUöbl. Vorstände der israelitischen Cutiusgemeinden! Ist der Notlistand unserer Brüder Im heiligen Lande das ganze Jahr hindurch ein sehr beklagenswerther, so steigert sich derselbe noch bedeutend beim Herannahen des Pessach-Festes. Um Veranstalten von besonderen 8ammlnngen zum Beschaffen von niSD und anderer .Lebensmittel zur unnn piifiir die ATotbleidenden im Lande der Väter bittet darum innigst Dr. A. Salvendi.

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