Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1894-03-08 · Heft 20 (8.3.1894) · page 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 20 (8.3.1894)
Date
1894-03-08
Page
– (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2448412-2448431--38130-2486226
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Die Aekerbansehnle zu Jaffa 61 L. L. in M. 5 M. Rördliugen Aus den Synagogenspenden für Palästina 6 M. N. 0. in 8. 4 M. Oettiugen. Durch Vorstand G. Michelbacher 5 M. Rhina. Durch Lehrer I. Emmerich 6 M. Saargemünd. Durch Cantor Albert Kahn 5 M. Wolfhagen. Durch Lehrer Flörsheim 4 M. D. Neu eingetretene Mitglieder. Bojauowo. Durch Rabbiner Dr. Theodor: Heymann Landsberger in Punitz. Bingen. Durch Instituts-Vorsteherin Fräulein Emma Sobernheim: Kann 5, Frau Wwe. Kaufmann 5, Fr. Leo Kahn 5, Fr. S. Maier 5, Fr. Julius Simon 5, Fr. Eduard Simon 5, Fr. Julius Groß 5, Fr. M. A. Joseph 5, zus. acht. Pfnngftadt. Durch Dr. S. Luß: M. Wohlgemuth und I. Uhlfelder. Für die russ. Mchtlingc in Palästina und das Hospital "mf in Jaffa. Siebeuundzwanzigstes Berzeichnih.*) Thalheim. ,^^-Geld, gesammelt durch Lehrer Rosenberger von den Frauen: Auguste Hirschfeld 2.50, Lisette Hirschfeld 1.60, Amalie Löwen- Ihal 1.50, Auguste Löwenthal 1, Babette Löwenthal 1.55, Leah Löwenthal 2.50, Bertha Manasse 1, Emma Manasse 1.50, Fannt Manasse 1, Jette Manaffe (jung) 2.70, Lina Manasse 5, Ricke Manaffe 1, Sophie Marx 6.80, Babette Rosenberger 1.50, Lina Wertheimer 2, Sara Wertheimer 3, Ungenannt 1, zus. abz. Porto 36.85 M. Weißenburg. Frau Sam. Gerschel 3 M. Wiehloch. Durch Lehrer Ackermann 3 M. Wongrowitz. Aus R. I 4 M. Winnweiler. Durch Vorstand Mos. Levi 3.70 M. Westheim b. Haßfurt. Von der israeltiischen Gemeinde 18 M. Wiesenbach b. Blaufelden, Württbg. Durch den Gemeinde-Vorstand, Anwalt M. Neumann 15.30 M. Wenings. Durch Lehrer Z. Stern 6.10 M. Marburg, Westfalen. I. Cohn 5 M. Wassenburg, Bz. Aachen. Durch Vorstand S. Heumannn 8 M. W. F. in 8. 4 M. Zwingeuberg b. Ebersbach (Baden). Durch Vorstand E. David: von sich 1, Jak. David 0.50, W. Seligmann 1, zus. 2.50 M. Zirndorf. Durch Lehrer M. Kahn 4 M. Auszug aus einer Mittheilung des Herrn N i e g o, Director der Ackerbauschule: Unsere Anstalt machte im letzten Jahre eine ernste Krisis durch. Bis vor wenigen Monaten war zumeist die Krankenabtheilung, die wir in der Anstalt errichtet hatten, leer geblieben, es war so zu sagen ein Luxusraum. Ab und zu traf man dort einen Zögling, der an Fieber litt, aber gewissenhafte Pflege und Chinin brachten den Patienten immer bald wieder auf die Beine, und beeilte sich derselbe dann, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Leider ist dieses im letztverflossenen Jahre nicht so gewesen. Im vorigen Jahre richtete eine Epidemie, die man für Influenza hielt, grosse Verheerungen im Norden Syriens an; im Frühjahr 1893 drang sie in Palästina ein nnd forderte namentlich in Jaffa, wegen des sumpfigen Bodens in dieser Gegend, zahllose Opfer. Unsere Anstalt ist der Seuche nicht entgangen. Binnen wenigen Tagen waren unsere Lehrer und Schüler angesteckt, und zu Zeiten hatten wir bis zu 5 0 Zöglinge in der Krankenabtheilung. Dank der hingebenden Pflege unseres Arztes und des gesund gebliebenen Personals, erholten sich unsere Kranken, aber zu Ende September hatten sie ihre Arbeit noch nicht aufnehmen können, und es thut weh zu sehen, wie unsere sonst so kräftigen, starken und gut aussehenden Kinder jetzt vom Fieber abgezehrt, am Gesicht und Körper abgemagert sind. Wir hoffen, dass der reich gefallene Regen die gesundheitliche Lage verbessern werde. Es wäre die höchste Zeit; das ganze Personal ist sehr angestrengt; seit mehreren Monaten haben die Leute eine unermüdliche Hingebung und Aufopferung gezeigt; die wenigen Gesunden suchen stets die Kranken zu ersetzen, und diese, kaum hergestellt, mussten die Stelle der ersten einnehmen, die ihrerseits der Krankheit ihren Tribut zahlen mussten. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass unter diesen Umständen die Landarbeit aus Mangel an Händen sehr gelitten hat. Die Ernte war im abgelaufenen Jahre eine geringe; das Getreide ist fast ganz ausgeblieben in Folge der übermässigen Regengüsse, die Alles ausgewaschen haben. Wir hofften auf Ersatz durch die Reben. Auch da hatten wir grosse Enttäuschungen zu verzeichnen; wir dachten mehr als 600 Hectoliter Wein zu ernten, und hatten kaum die Hälfte. Der Ertrag der^anderen Kulturen war auch nicht vorteilhafter. Die Einnahmen dieses Jahres werden sehr unter diesen vielen misslichen Verhältnissen zu leiden haben. ') S. Nr. SOI.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.