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Der Israelit · 1894-01-25 · Heft 8 (25.1.1894) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
35 (1894)
Issue
Heft 8 (25.1.1894)
Date
1894-01-25
Page
– (sequence 11)
Language
German
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131 Diese ebenso interessanten als formvollendeten Vorträge haben den lebhaftesten Beifall gefunden und gestalten diese Abende zu geistigen Festesabenden. Von seiner hohen Auffassung des Judenthums und der Mission Israels, von seiner idealen Lebensanschauung theiit der Vortragende in feuriger Rede den Zuhörern mit und weckt Begeffterung für unsere heilige Lehre und ihre Ethik, sowie höchstes Interesse für die Geschichte des jüdischen Volkes. Den Ptrke Aboth folgend, entrollt er von der Geschichte Judäas z. Z. der Weisen, deren Sinnsprüche uns das erhabene Werk bewahrt hat, ein lebensvolles Bild und erklärt diese „Aussprüche der Väter" in tief durchdachter, philosophisch degrvnteder Rede. Herr Rabb. Dr. Auerbach hat sich mit diesen Vorträgen auf's Neue den Dank seiner Gemeindemitglteder erworben, welche ohne Unterschied ihres religiösen Standpunktes den Ausführungen mit lebhafter Befriedigung folgen. Die Bestrebungen zur Verbreitung der Kenntniß jüdischer Literatur und Geschichte haben bei uns wohlbereiteten Boden gefunden und die geistige Arbeit wird mit Gottes Hilfe auch reiche Früchte zeitigen. Italien. Neapel, im Januar. Unser verehrter Oberrabbiner, Herr Guiseppe Cammeo, wurde von der Cultusgemeinde in Modena zu ihrem Seelsorger erkoren, und hat er diese auf ihn gefallene Wahl auch angenommen. In seiner Abschiedsrede, die der scheidende Oberrabbiner an seine Gemeinde gerichtet, hat er derselben innigst gedankt, für das Wohlwollen, das sie ihm und den Seinigen während seiner vierjährigen Amtsthätigkeit hier entgegengebracht , und ermahnte er sie zugleich, treu auszuharren in dein väterlichen Glauben und die religiösen Institutionen, die sie besitzt, noch ferner aufrecht zu erhalten. Im Aufträge der Gemeinde hat dann der Präses des CultusvorsiandeS, Herr Lattes, von der Kanzel herab einige herzliche Worte an den Scheidenden gerichtet, und ihn ersucht, sich seiner bisherigen Heerde stets mit Wohlwollen erinnern zu wollen. Unsere Gemeinde ist somit wieder von Neuem verwaist. (Nach Schluß der Redaction.) Jerusalem. Redacteur Ben Jehuda ist gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. 0V* n i * i 4$ £ tt. "WW sr Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. -W« Edle Glaubensgenossen Seil längerer Zeit bestehr hier der deutsch-israelitische Verein „Machsike - Thora und Esrö- Cholim", welcher den Zweck hat, min HOI1? 3U unteiftü^en, für die Kinder unserer Geinernde tüchtige Lehrer zu unterhalten, dam-t dieselben Thora, Thätigkeit und Lebensart lernen und in Gottesfurcht auf dem Boden der heiligen Lehre hcranwachsen. Außerdem liegt in dem Verein das eifrige Streben Kranke zu unterstützen, welche in den Hospitälern oft keinen Raum finden; chronischen Kranken, die Überhaupt in diesen nicht ausgenommen werden und für die keine Anstalt vorhanden ist, in bevorzugter Weise zu helfen. Für diese edle Zwecke ist dieser Verein gegründet und richten wir an unsere deutschen, edlen, mitfühlenden Glaubensgenossen die innige Bitte uns hierin durch ihre milde Gaben unterstützen zu wollen. Der Vorstand des deutsch isr. Vereins Machsike Thora und Esrö-Eholim per Adresse: A. E. Sachs in Jerusalem A. E. Sachs. I. H. Zclniker. M. A. Schlank. NB. Beiträge für uns werden gütigst die Pckidini in Amsterdam und die Exped. dss. Bl. in Empfang nehmen. /^in Mädchen, 19 Jahre aU, ’ä' ohjl4 <yxUt Familie, in allen Handarbeiten bewandert, perfecte Kleidermacherin, sucht Stelle in einer seinen Familie. Dieselbe wäre gerne bereit, leichte Hausarbeiten mitzuübernehmen. Gehalts-Ansprüche bescheiden. Familien-Anschiuß Bedingung. 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Ein braver, frommer Mann, Familienvater, welcher seither in guten Verhältnissen lebte, ist ohne sein Verschulden so herabgekommen, daß eS ihm bald an dem Nölhigften fehlt. Edle Herzen werden daher aebetcn, ihm durch einige Geldgaben aus ferner brü Senden Nothlage zu verhelfen. Die Expedition dieses Blattes ist gern bereit Gaben unter Nr. 616 in Empfang zu nehmen, sowie auf Wunsch nähere Auskunft zu ertheilen. Bu ihrer weiteren Ausbildung im Haushalte und gesellschaftlichen Formen suche ich für meine Tochter Stelle bei einer gebildeten Familie. Honorar nach Uebereinkunft. Offerten unter Nr. 638 besördert die Exped. d. Bl. ür 1. Februar ein tüchtiges, jüd. Mädchen für Hausarbeit und Küche gesucht. Offerten unter Beifügung der Zeugnisse unter W. B. 1894 postlagernd Cassel erb. (633

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