Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 35 (1894)
- Issue
- Heft 4 (11.1.1894)
- Date
- 1894-01-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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'■ i*y-~Tv v- ^-L y-. , 'p**^!*^**?*-**- ', wpps w -' ™'S7Te~r^~^r XXXV. Jahrgang. jy$ 4 Der Israelit. «» Gentrat-Hrgan für das ortßodore IudenLyum. Begründet von Dr. Lehman» i» Mai»H. Donnerstag, den 11. Januar 5654 (1894). Leitender Artikel. Was unseren Unstern aöwendel. (Zu Paraschat ^.) II. Mainz, 7. Januar. Mehr noch als Mizwas Mila an und für sich, ist es die Art und Weise, wie sie vollzogen wird, was sie zum schützenden Talisman gegen die Unbilden des Lebens macht. Das Lebensblut seines zarten Kindes hinzugeben und dabet nicht nur nicht zu zagen und zu zittern, sondern diese Hingebung in gehobener, freudiger Feststimmung zu vollziehen, sie durch Fest und Mahl zu feiern, diese nnDound ms» bw rrnyD, diese Freude mit der Erfüllung der von Gott gebotenen Lebenspflicht ist die Uebung und Schulung für das tPDjT htdd, für den Einsatz des ganzen Lebens, den das Judenlhum für seine Erhaltung fordert. Wie man, umstarrt von der Einöde, auf glühendem Wüstenboden, ein Fest feiern, wie man vor die machistolzen Herren unseres äußeren Geschicks mit den Worten ub *7b an, Gottesfest ist unser Fest, hintreten kann, das ist nur auf Grund der Gesinnung denkbar, wie sie in Mizwas Mila zum Ausdruck kommt, die jubelt, wo andere verbluten, die sich selig und glücklich dünkt, wo sich andere dem Tod verfallen wähnen. "ii i'D-,3 In dem Blute, in dem andere ersterben, finde du dein Leben, lautet der Zuruf an jedes neu aufgenommene Mitglied des Abrahambundes. Die Verwirklichung dieses Rufes begleitet den Juden durch sein ganzes gotttreues Leben. Die Nadelstiche des Spottes, die Dolchsp tzen der rohen Gewalt prallen an den von diesem Geiste Beseelten machtlos ab. Heiter gehen sie in das Leben, heiter selbst in den Tod und hauchen die Gotteshymnen unserer Märtyrer, ruiöMm mna ,^n by mvh irty, auf den Lippen singend, die reine Seele aus. Von diesem Gedanken belebt, von diesem Geiste gestählt, nehmen sie siegesgewiß den Kampf mit Marter und Köder, mit Tod und Schmach auf. Ihnen hat, was auch die Sterne dazu sagen mögen, ihr Exils-Prophet die tröstliche Versicherung mit hinausgegeben: Din inrr '3 innn b« D’Dvn rvrwo nono. „Vor den Zeichen des Himmels braucht ihr nicht zu zittern, wenn auch die Völker vor ihnen zittern." (Jeremia, C. X, 2.) Als Gott dem Stammvater seines Volkes dieses Bundeszeichen gab, erschien er ihm mit den Worten: »w 'n on, Ich bin Gott, nv, welchen Namen uns die Weisen als rro-iyo nro und als '1 »mox» «in 'Jn, d. h. als denjenigen begreifen lehren, der alle natürliche Ordnung und Veranstaltungen umstößt, sobald sie seinen höchsten, die Menschheit leitenden und erziehenden Hochzielen hindernd entgegentreten, welcher einer ganzen uns feindlich gegenüberstehenden Welt ein: „Genug!" zuruft, der uns daher genügen, uns reichlich für den Wahn und Haß einer ganzen Welt durch seinen Schutz und seine Gnade entschädigen kann. — Durch n^o dt überdauern wir das rurnn dt. Unmittelbar bevor Gott unseren Ahn zum Q’u pon 3« berief, bevor er ihn als geistigen Vater der Menschheit weihte und ihm die thränen- und freudenreiche Mission für sich und seine Nachkommen übertrug, in eine dem Höheren, Göttlichen fremden und feindlichen W.lt den Gottesgedanken zu tragen, stiftete er daher mit den Worten yrai »ra ’ma runxi diesen Bund, der uns freiwillig und freudig das Blut htngeben lehrt, nach dem unsere Feinde trachten. Das bisherige findet noch seine volle Bestätigung durch eine Eigenthümlichkeit, welche Mizwas M>la vor allen anderen Mizwoth auszeichnet und die sich in dem Psalmvers angedeutet findet, welchen unsere Wecken auf diese Mizwa bezt.hen: m bbv NX1D3 by w „Ich freue mich über deinen Ausspruch, wie