Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 100 (18.12.1893)
- Date
- 1893-12-18
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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SS y V;. ,W sie umgeben sind, sie zu einem Sammelplätze für Touristen und Heilung-Suchende machen würde, wenn dieses Land überhaupt zurtickgewonnen und zur Bequemlichkeit der Reisenden und Besucher gehörig eingerichtet werden würde. Eingeschlossen in dem Gebiete, das ich zur Ansiedelung empfehlen möchte, wäre der Ghör Seisaban oder die Ebenen von Schittim, die Canon Tristram beschreibt als „die bei weitem ausgedehntesten und herrlichsten unter allen Ländern, die an das todteMeer grenzen“. Ich durchkreuzte es selbst in seimem nördlichsten Theile und ritt durch eine weite Landschalt von Weizenfeldern, die von den Adwan angebaut werden. Einige Ghawarini-Araber und andere Räuber durchziehen die Tamaristen- und Akaziendickichte dieser Gegend, doch könnten sie mit leichter Mühe verscheucht werden. Etwa 1.30 0 Fuss unter der Meeresoberfläche stellt sich in der Ebene nie Frost ein, und ihr Winterklima ist sogar massiger als jenes Egyptens, während seine ungeheueren Sommerhitzen es zur Pflege tropischer Produkte befähigen. Das durchschnittliche Minimum des Thermometers, das Canon Tristram zwischen dem 30. Dezember und 13. Januar verzeichnete, betrug 53°5 um 10 Uhr Abends, das Minimum während der Nacht 43°, während es bei Tage durchschnittlich 72°, höchstens 85° erreichte (nämlich Fahrenheit, was 9 und 5°, resp. 18 bis 24°Reaumur entspricht. Anm. d. Uebers.), „mit Luftstrahlen, die die östlichen Berge Moabs und des todten Meeres in ein schönes Land glühender Reize verwandeln“. Dass dieses Jordan-Thalgebiet eine zahlreiche Bevölkerung tragen könnte, ist aus dem Umstande ersichtlich, dass es von Lot, da er von Abraham schied, gewählt wurde, denn „es war überall wohl bewässert, wie ein Garten des Ewigen, wie das Land Egypten bis gegen Zoar hin“ (1. B. M. 13, 10.). Und demgemäss erhoben sich auf dieser Ebene von Schittim vier Städte, von denen zwei Sodom und Amor ah waren. Denn es ist, glaube ich, sowohl durch Canon Tristram, als auch Mr. Grove zweifellos sichergestellt, dass der Ort, der Sodom und A m orah gewöhnlich am südöstlichen Ufer des todten Meeres angewiesen wird, falsch ist, und dass der richtige Platz dieser Städte in dem reichen und fruchtbaren Ghor Seisaban zu suchen ist. Das Jordanthal würde für die neue Kolonie wie ein ungeheueres Treibhaus sein. Hier könnten Palmen, Baumwolle, Indigo, Zuckerrohr, Reis, Bananen, Ananas, Yamwurzel, gute Kartoffeln und andere Feld- und Garteufrüchte gezogen werden. In ihrem höheren Theile ist die Gegend für Tabak, Mais, Wunderbaum, Hirse, Leim, Melonen, Kürbisse, Kümmel, Koriander, Anis, Eierpflanzen, Granatäpfel, Orangen und Feigen geeignet, und höher, in den Ebenen, bilden Weizen, Gerste, Bohnen und Linsen verschiedener Art nebst Oliven und Wein das Haupterträgniss. (Fortsetzung folgt.) Bericht des Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina für das Jahr 1892. (III. Fortsetzung und Schluss.*) -*- --- Aus dem Lehrberichte sei hier nur das in den jüdischen Lehrfächern Durchgenommene mitgetheilt. Übersicht über die während des Schuljahres 1892/93 absolvierten Pensen. C1 a s s e IV. Hebräisch: 13 Stunden. a) Religionslehre 1 Stunde, rra&ie O’tDip^ DHjnon 'rjyö ,ni3*)3 in hebräischer Sprache. Hirschen sohn. b) Bibi. Geschichte 2 Stunden. Sommersemester : D'nsoa rpv ly djd d'dm '"im in hebräischer Sprache. Hirschensohn; Wintersemester: 8. Nr. 498. Von der Schöpfung bis Moses in deutscher Sprache. Stern. c) Hebräische Sprache. Anschauung und Sprechübung 2 Stunden. Besprechung der Lehmann-Leutman’schen Thierbilder. Jeheskel. d) Lesen und Schreiben 6 Stunden. II. Abtheüung. LeseübungeninHaesters hebräischer Lese-Fibel. I. Abtheilung im Gebetbuche und in der Bibel. Flexion der Pronomina und des Substantivs. Jeheskel.