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Der Israelit · 1893-11-20 · Heft 92 (20.11.1893) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 92 (20.11.1893)
Date
1893-11-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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/ (/ XXXIV. Jahrgang. Jß 82. Der Israelit. Gentrat-chrgan für das orthodore Zudenlyum. Begründet fron Br. Lehmann i» Mainz. Montag, den 20. November 5654 (1893). Leitender Artikel. Kerr und Diener. (Zu Paraschath Wajischlach). I. Mainz, 19. November. Die Erzählung von dem Zusammentreffen Esaw's und Jakobs, mit welcher unser Wochenabschnitt einleitet, enthält eine Fülle von goldenen Winken und beherzigenswerthen Wahrheiten, deren Bedeutsamkeit weit über ihre Helden hinaus bis auf unsere Tage und bis ans Ende aller Tage reicht. „Diese Paraschah wurde niedergeschrieben", bemerkt y'2cn in seinem Thora-Commentar, „um kund zu thun, daß Gott seinen Diener rettet, ihn aus übermächtiger Gewalt befreit und einen Engel zu seiner Rettung sendet. Wir lernen daraus ferner wie der zu Befreiende nicht auf seine Pflichttreue vertraut, sondern selber, soweit er nur vermag, für seine Rettung thätig ist. Endlich liegt darin auch ein Hinweis für alle Zeiten. Denn, was unserem Ahn mit seinem Bruder Esaw begegnete, begegnet uns noch fortwährend mit den Nachkommen Elaws. Es empfiehlt sich uns die Art und Weise jenes Gerechten zum Vorbild zu nehmen, indem wir uns mit denselben drei Dingen rüsten, mit welchen auch er sich rüstete; Gebet, materielle Opfer, Kampf, und daß wir selbst uns mit dem Gedanken der Flucht behufs unserer Rettung vertraut machen. Diesen Hinweis haben bereits unsere Weisen erkannt, wie ich es weiter darthuu werde. Werfen wir einen Blick auf die einleitenden Sätze unserer Paraschah, um aus den feinen Nüancen des Gotteswortes die Winke zu schöpfen, welche für das Verhalten Jakobs Esaw gegenüber füralle Zeit maßgebend sein sollen, so tritt uns zunächst die vollendete Unterwürfigkeit entgegen, mit der sich Jakob Diener nennt, während er Esaw als Herrn anerkennt. Jakob wirft sich nicht nur thatsächlich vor seinem Bruder zu Boden, sondern er schärft diese Unterordnung auch seinen mit Geschenken vorausgehenden Boten ein und legt Werth darauf, daß die eigenen Worte wortwörtlich dem Bruder mitgetheilt werden: 112V idn ns wyb oinV -pioNn .12 icnV an« nw noni w 'b nnv ny ihn? thj pb Dy 2pv- . TJ'j/2?n nudV \nxV io.iV nrotcw ,irrten 12M „Er trug ihnen auf zu sagen.- So sollt ihr zu meinem Herrn, dem Esaw sagen, so hat dein Diener Jakob gesagt, bei Laban habe ich als Fremdling geweilt und mich aufgehalten bis jetzt. Mir wurdeOchs, Esel, Schaaf, Knecht und Magd, ich möchte nun schicken dieses meinem Herrn mitzutheilen, um Gunst in deinen Augeen zu finden." Es verdient zunächst angemerkt zu werden, daß, wenn es Jakob so angelegen war, die Gunst seines Bruders zu erwerben, er doch zu allernächst darauf hätte bedacht sein müssen, das aus dem Wege zu räumen, was ihm diese Gunst verscherzt hatte. Wenn Esaw den Jakob, wegen des Erstgeburtsrechts haßt, so hätte ja Jakob nur das vor Jahren getroffene Uebereinkommen als aufgehoben zu erklären und hinsichtlich der Art und Weise, wie er den für Esaw bestimmten Segen erlangt hat, sein Bedauern auszusprechen brauchen. Von alledem finden wir nicht nur nichts, sondern der tiefe Blick der Weisen findet in dem ganzen Auftreten Jakobs sogar das Gegentheil, als habe Jakob seinen Bruder noch provocirt. Während wir nichts als an Erniedrigung streifende Unterwürfigkeit gewahren, hört ihr feines Gefühl eine Herausforderung aus den Worten Jakobs. 2'i by uynü) 2V2 ’j?N2 p’ino nr© xjm 21 1L" n’TO DiDD'V’mxV Stffo idx pro 12 iV nnxi -|Vio hm o 11b n"3pn idx '121 2-211 nm^n : 2PV 112V 1VX 712 ib 1D1N1 lbüN r6ro Esaw sei seines Weges gegangen und Jakob habe ihn geradezu zum Kampfe gereizt, wie, wenn

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