Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 89 (9.11.1893)
- Date
- 1893-11-09
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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1694 Wenn schon eine weiche Unterlage vorhanden sein soll, so empfiehlt sich dazu am besten Stroh. — Es wäre Pflicht der Herren Rabbiner und Vorstände, wiederholt persönlich dem Schächtakte zu asistiren und auf die Mißstände hinzuwetsen, die gerade in der besten Absicht durch solch neue Verordnungen eingeführt werden sollen. Zu diesen rechnen wir die Beschaffung einer Fallmatratze. — Bei dem humanen Sinn des großen Theils unserer Behörden werden solche Anregungen gewiß die verdiente Berücksichtigung finden. > Vermischtes. AuS Mittelfraukeu 9ImBonntaq, den 15. Okt. fand in Schwabach eine Landesversammlung der Bolkspartei in Bayern statt. Die Leser Ihres Blattes dürfte Folgendes davon interessiren. In seinem Referate in Stellung der Volkspartei zu den übrigen Parteien übte der Reicbstagsabgeordnete Kröber (Wahlkreis Ansbach» eine vernichtende Kritik über die Parteien der Antisemiten; die sehr zahlreich besuchte Versammlung spendete dem Redner für dessen Ausführungen lebhaften Beifall. In dem Referate Dr. Conrads aus München stellte derselbe die Ergebnisse der Wissenschaft als Grundlage jedes fördernden Weiterarbeitens hin. Oppenheimer-Leutershausen stellte sodann unter Anführung talmudischer Citate fc e Wissenschaftlichkeit des Talmud fest; die Lehren des Talmud hätten noch niemals mit den Ergebnissen der Wissenschaft collidirt. Die Lehren des Talmud bestehen heute noch unverändert, während die Theorien der Wissenschaften im Lause der Zeiten manchen Trugschluß und damit solche Ergebnisse gezeitigt hätten. In den engeren Aussüutz der Volkspartei wurde auch Grünbaum-Nürnberg. Mitglied der orthodoxen Gemeinde, gewählt. Oppenheimer-Leutershausen lehnte die Wahl in den weiteren Ausschuß ab. Chicago. 4 October. In „Midway Plaisance", wie der der großen Weltausstellung in Chicago angehängte Tummelplatz für den Jahrmarkt aller Völker und Zungen mit ihren wun »erlichen Ercentricitäten heißt, wurde der letzte Jom Kippur in einer großen Halle eines öffentlichen Gebäudes der Ausstellung orientalisch-sephardisch jüdisch gefeiert. An dreihundert in der „Midway-Plaisance" wirkende Türken, Egypter, Araber, Perser, Indier. Japanesen, Chinesen, alle möglichen Landsleute, alle in ihrem betreffenden National costüm, feierten gemeinschaftlich den großen Versöhnungstag, natürlich lauter Juden aus allen Welt-Enden. Die Chicagoger Israeliten, einheimische und fremde, strömten zu Hunderten nach dem Betsaal in der Welt-Ausstellung. Noch nie wurde etwas Aenhliches irgendwo gesehen. Es stellte sich heraus, daß die „Midway Plaisance" sehr stark von Juden bevölkert ist, die alle möglichen Nationen revräsentiren. _y n i e t fl * w. -W>_ ■r Für de» folgenden Th eil ist die Redaktion nicht verantwortlich. S.&D.LÖWENTHALSilberwaaren Frankfurt a. M., Zeil 25, Israel. Cultusgegenstände. 175) flllit dem 15. Mai 1894 wird die hie sige Religionslehrer-, Cantor- und Schochet-Stelle vacant, mit einem jährlichen Einkommen von M. 1660 und etwas Nebenvei dienst. Qualifizirte Bewerber deutscher Raiionolität (Ausländer sind ausgeschlossen), welche im Stande sind einen Synagogenchor einzurichten, wollen sich alsbald melden. Beglaubigte Zengnißabschriften sind bis längstens 30. d. MtS. an den Unterzeichneten zu richten. — Reisespesen werden nur dem Gewählten vergütet. G r o ß-S tei n he im i. H.. i. Nov. 1893. Der Vorstand: 6961) Schönmanu ^vie Lehrer-, Vorbeter- und Schoch erstelle in der EultuSgemeinde Kördorf (Rgbz. Wiesbaden), soll sofort ober bis 1. Januar 1894 besetzt werden. Gehalt aus Kördorf und der Privatgemeinde Cramberg beträgt 680 M., Schechita und sonstige Nebenverdienste 150—200 M. Bewerber wollen sich gefälligst wenden an den Vorsteher Arnstein in Seelbach 6972) bei Nassau. ^ür einen junge» Man«, hübsche "O Erscheinung, Mitte 20er, seit einigen Jahren im Besitze eines gutgehenden Geschäftes in einer schönen Stadt Mitteldeutschlands, wird auf diesem Wege eine Lebensgefährtin von angenehmem Aeutzeru und guter Erziehung nicht nnter 40 Mille Vermögen gesucht. Photographie erwünscht. Strengste Discretion versichert. Schadchen und Anonymes verbeten. Offerten nnter Chiffre 8. lffl. 0970 au die Exped. d. Bl. erb. /Lin junges Mädchen, aus besserer Familie, sucht Stellung als Haushälterin oder Stütze der Hausfrau. Es wird mehr auf familiäre Behandlung als auf hohes Salair gesehen. Eintritt kann gleich erfolgen. Offerten unter Nr. 6938 befördert die Exped. d. Bl. //Jin tüchtiger Bäckergeselle findet dauernde Stelle bei Jacob Lilienfeld, Rückingen 6962) bei Hanau. Gesucht für 2 fleißige GMrbellerGeWu. welche zuletzt in Wien gearbeitet,Stetten wo L?"'» NIL» frei gegeben wird. Gest. Offerten sub V. 8720 an Rudolf Moffe, Breslau erdete-,. (6945 /Lin israelitische Köchin sucht auf sofort ^2, Stellung. Gest. Offerten sind zu richten an Hotel Baracli, 6969)_Wildungen. 3um 1. Januar 1894 sucht die israelitische Gemeinde zu L übz i. M. einen unverheirathete« Schächter und Vorbeter. 6954) S. Lazarus, Vorstand.;ine tüchtige Person, gesetzten Alters zur - Besorgung der Küche in einem größeren Haushalt gegen guten Lohn gesucht. Meldungen mit Zeugnißabschriften und GehaltSansprüchen unter Nr. 6943 befördert die Exped. d. Bl.