Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 89 (9.11.1893)
- Date
- 1893-11-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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f***&94/&*fc?.^‘ -wcyr -»'^' d,z», r^-g^ggi rr^r n ,, -?? XXXIV Jahrgang. JJJ 8A Der Israelit. Et» KenLrak-Hrgan für das orthodoXe Zudentyum. Begründet von Br. Lehman» irr Mainz. Donnerstag, den 9. November 5654 (1893). Leitender Artikel. Per Kkternsegeri. (Zu Paras chat h Toledoth). Mainz, 8. November. II. -pm Dpv’ Sx pns1 mpn nxppa mma ünn pnjr .mix Jizchak schloß seinen Segen mit einem Ruf, denn so ist es gesagt: Es rief Jizchak den Jakob und segnete ihn. Der Eltersegen ist für die Kinder, die ihn hinnehmen, allerdings in erster Reihe eine hohe Würde, aber nichtsdestoweniger auch eine Bürde. Nicht nur deßhalb, weil dieser Segen den Neid und die Mißgunst einer ganzen Welt herausfordert, sondern noch mehr, weil er verdient sein will durch den treuen Lebensvorsatz und seine wackere Ausführung in dem Sinne der segnenden Eltern sein ganzes Leben in den Dienst dieses Segens zu stellen. Der Thau des Himmels, die Fettigkeit der Erde, Getreide und Most sind nicht der Segen Abrahams, der auf Jizchak übergegangen war und nun weiter geleitet werden sollte. Mit diesem Segen Abrahams hat Jizchak fernen Sohn Jakob erst bedacht, als er ihn fortschickte nach Padan Aram in das Haus Bethuels, um bei den Töchtern Labans eine Lebensgefährtin zu suchen, rix jn»i in« ijntSi iS omnx nro „Er gebe dir den Segen Abraham, dir und deiner Nachkommenschaft, die mit dir ist." Der Segen Abrahams setzte bet seinen Erben eine gleichgesinnte, von Abrahams Geist durchdrungene Lebensanschauung voraus, wie sie bet Esaw und seinen von kananitischen Frauen erzeugten Kindern nicht denkbar war. Es gibt vielleicht keinen schärfer ausgeprägten Gegensatz, als der Segen Abrahams und das Haus Labans mit dem ganzen niedrigen Sinn, der darin waltete. Der Segen Abrahams gipfelt in dem Ruf: nvn mm „Werde ein Segen!" Also, nicht den Segen, die Güter und Vortheile der Welt krampfhaft an sich zu ziehen, sondern anderen zum Segen gereichen. Ein solcher Segen erscheint einem Laban und seinen Gesinnungsgenossen, welche die Güter der Welt für sich und sich allein erlisten und erraffen möchten, als nicht sehr erstrebenswerth. Einen solchen Segen, im Augenblick der Wanderschaft zu einem Laban entgegenzunehmen, erfordert einen Ruf, dem nur die volle kindliche Ergebung in den elterlichen Willen Folge leistet. Aber Jizchak gibt seinem Abrahamssegen, den er aus Jakobs Haupt herabfleht, die tröstliche Versicherung mit, wenn er auch nicht sein Augenmerk darauf richtet, die Erde und ihre Güter an sich zu ziehen; wenn er vielmehr das Segnen, Geben, Spenden an andere zur Aufgabe hat, so ist damit der materielle Segen dennoch nichts weniger als ausgeschlossen. Der Ruf und Beruf, der den Abrahamssegen begleitet, sichert ihm gerade: Dnmxb x iru "ipx ipud px nx imnS den Voll-Besitz des Landes, in dem er noch als Fremdling weilt, wie Abraham bereits die Zusage gegeben war. (l. B. M., C. 25. V. 4.) Das hat sich an Jakob tatsächlich erfüllt. Wir haben in unserer Betrachtung „Fremd, und Heimisch" zu Paraschat mp ”n darauf hingewiesen, wie Abraham sich als Fremder gefühlt und gerirt hat. Derselbe hat sein Lebenlang in einem transportablen Zelte gewohnt, und niemals sich durch den Bau eines Hauses in dem ihm von Gott gewährten Lande ansässig gemacht. Dasselbe war bei Jizchak der Fall. Bei Jakob finden wir zum ersten Male erwähnt n»a iS p'i „Er baute sich ein Haus. iSnx dp ntw ipx mpn npSn nx jp „Er kaufte den Theil des Feldes, auf dem er sein Zelt ausgespannt hatte." (1. B. M., C. 33, V. U, 19.) Die Erwerbung eines Grundstückes selbst für ein Begräbniß, die Abraham als eine hohe Gunst noch bitten mußte, war bei dem Enkel etwas selbstver-