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Der Israelit · 1893-10-19 · Heft 83 (19.10.1893) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 83 (19.10.1893)
Date
1893-10-19
Page
– (sequence 24)
Language
German
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1586 „Da die dortige Synagogengemeinde förmlich konstttutrt ist, so find auch die betreffenden Angehörigen der Kinder verpflichtet, die letzteren an diesem Religionsunterrichte theilnehmen zu lassen, widrigenfalls die Bestimmungen über die Bestrafung der Schulversäumnisse gegen dieselben in Anwendung zu bringen sind. Diese Verpflichtung kann aber nicht über das Maximum der in den christlichen Schulen ertheilten (5) wöchentlichen Unterrichtsstunden hinaus erstreckt werden, auch hinsichtlich der auswärtigen Kinder nur insoweit zur Geltung kommen, als dies im Sinne des Ministerialerlaffes vom 6. Februar 1856 U. 23. 624 angängig erscheint. „Sie wollen mir nun gefälligst anzeigen, auf welche Stunden der Religionsunterricht gelegt werden soll, damit ich die betheiligten Schulvorstände für etwaige Fälle von Schulversäumnissen mit den erforderlichen Anweisungen versehe." Der Kreisschultnspektor. An den Lehrer rc. (Jahrbuch des d.'-i. Gemeindebundes 1890.) Königl. Kreis-Schulinspektion des Landkreises Köln. Köln, den 13. Aug. 1892. „Auf daS unter dem 23. Juni. d. I. an die Königliche Regierung gerichtete Gesuch, betreffend die dortige israelitische Religionsschule, setze ich den Vorstand hiermit in Kenntniß, daß Königliche Regierung durch Verfügung vom 6. August d. I. B. 5905, genehmigt hat, daß an der israelitischen Religtonsschule daselbst Bersäumnitzlisten eingeführt und die unentschuldigten Versäumnisse nach Maßgabe der dieserhalb für die Volksschule bestehenden Bestimmungen geahndet werden. „Der Vorstand wolle daher für die Beschaffung der Jahresversäumnißlisten und Wochenauszüge baldigst Sorge tragen, welche nach Maßgabe der bestehenden Bestimmungen zu führen sind und dem betreffenden Religionslehrer auflegen, die Auszüge regelmäßig wöchentlich dem dortigen Bürgermetsteramte zur weiteren Veranlassung einzureichen." Der Königl. Kreis-Schulinspektor, gez. Löhe. An den Vorstand der Synagogengemeinde zu Brühl. Gronau (Hannover), 21. August. Am gestrigen Tage fand in der Wohnung des Unterzeichneten die diesmalige Versammlung des Vereines jüdischer Lehrer Hannovers und Umgegend statt. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag über das Thema: „Was kann der jüdische Lehrer gegen den Antisemitismus thun? worüber folgende Leitsätze aufgestellt wurden: 1) Der jüdische Lehrer suche den Umgang mit andersgläubigen Kollegen, bestrebe sich, thättg als Mitglied eines freien Lehrervereins am Wohle der Schule mitzuarbeiten und bei sich bietenden passenden Gelegenheiten aufklärend über das Judenthum einzuwirken. 2) Der jüdische Lehrer bemühe sich zunächst in seinen gottesdienstlichen Belehrungen den Geist wahrer Gottesfurcht ganz besonders mit dem Hinweis auf die Angriffe gegen das Judenthum zu stärken und die jüdische Lehre treffenden Verleumdungen der Gegner zurückzuweisen. Er bestrebe sich aber auch in besonderen Zusammenkünften mit Mitgliedern seiner Gemeinde Belehrungen über die Geschichte des Judenthums und Aufklärungen über die Anklagen der Gegner zu geben. 3) Der jüdische Lehrer betone bet seinem Unterricht mehr den Segen der Arbeit, besonders den des Handwerks und den der Landwtrthschaft. Ferner beleuchte er im Religionsunterricht die Btbelstellen. welche die Tugend überhaupt insbesondere die, welche die allgemeine Menschenliebe lehren und den wahren Sinn der von den Gegnern des Judenthums gefälschten oder falsch ausgelegten Stellen zeigen. Rach einer anregenden Besprechung, die von unserem Ehrenvorsitzenden Herrn Semtnardirektor Dr. Kconer geleitet wurde, fanden obige Leitsätze Annahme. Meyer- Gronau, Vorsitzender. Müchermarüt. "Km«« WreiS der dreigespaltenen Petitzeile oder deren Raum IO Pfennig. r v. ■■ beigedruckt. In dieser Rubrik werden nur Inserate betr. An- und Verkauf alter Bücher ausgenommen. Jnseraten-Aufträge an die Expedition des „Israelit", Schottstraße 2. verkaufen, so weit der Vorrath reicht, einige Rott: „Gerettet," mit beschmutztem Titelblatt, 70 Pf. Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei. Actten-Gesellschaft, Mainz. In unserem Berlage ist zu haben: '£b nVTDT TID ros? b'bb TafelgesSM fät FreltWvelld Dieselben enthalten außerdem ’nyw* “ns, sowie ein TIP von Rabbi Samuel Bondi y"j, sowie einen neu hinzugefügten Nachtrag, verschiedene Tafel- und Trinklieder enthaltend. Preis ÄSDfg. Wiederverkäufern Rabatt. Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei Actien-Gesellschaft, Mainz. Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „JSraelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.

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