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Der Israelit · 1893-10-05 · Heft 78-79 (5.10.1893) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 78-79 (5.10.1893)
Date
1893-10-05
Page
– (sequence 21)
Language
German
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1499 wünschte der Herr Minister nur Herrn Rabbiner Dr. Rosenstein-Graudenz zu sprechen, der wohlwollendster Weise dahin beschieden wurde, sich nach Marienwerder zu begeben, woselbst er die Aufhebung des Verbotes bereits vorfinden werde; er möge die Gemeinden sowohl wie die betr. Kollegen beruhigen. Die betr. Verfügung des Regierungspräsidenten in Marienwerder an den H. Rabbiner Dr. Rosenstein hat folgenden Wortlaut: „E. Wohlgeboren eröffne ich auf die Eingabe vom 24. d. Mts. zugleich zur Mitteilung an die Mitunterzeichneten, daß die von mir erlassene Polizeiordnung von 14. Juni d. I. betreffend das Tödten von Schlachtthieren auf das Schächten nach jüdischem Ritus einstweilen keine Anwendung findet.— Die Polizeibehörden des Bezirks sind mit entsprechender Anweisung versehen worden." MiSkowitz, 8 September. Freitag Abend, gerade als man im hiesigen Gotteshause sich anschickte, die Sabbathgebete anzustimmen, ertönte in den Gassen ein Feuerruf. Sämmtliche Gemeindemitglieder, die im Tempel waren, eilten zur Stelle, wo das Feuer bereits große Dimensionen angenommen hatte und ein Häuschen demselben zum Opfer fiel, in welchem eine über 80 Jahre alte Jüdin, die taub und unzurechnungsfähig ist, ein kleines Stübchen allein bewohnt. Diese hatte bereits geschlafen und war in Gefahr, entweder zu verbrennen oder in Folge des großen Rauches zu ersticken. Niemand dachte daran, die alte Frau zu retten. Als jedoch der hiesige Cantor und Religionslehrer Herr Reichner hörte, daß die Arme sich noch im Stübchen, neben welchem Alles bereits stark brannte, befinde, da lief er, die große Gefahr nicht scheuend, zur Stelle, erbrach Thüre und Fenster, weckte die alte Frau, trug sie aus dem raucherfüllten Zimmer in'S Freie und rettete so ihr Leben. Jerusalem, 24. September. Die Regierung hat soeben eine neue Brücke über den Jordan fertiggestellt, welche den Verkehr zwischen Jersalem und den jenseits des Jordans gelegenen Thälern erleichtern soll, da Jerusalem von demselben Getreide und Früchte zu beziehen gezwungen ist. Die Brücke ist aus Holz im amerikanischen Stil errichtet, 85 Meter lang und 45 Meter breit. Auch auf dem Wege von Jaffa nach Sichem ist in der Nähe von Sarona mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen worden, deren Entwurf und Ausführung Eiffel gegen 60,000 Fr. übernommen hat. Außerdem sind von der Regierung für die Bessergestaltung der Landstraße von Jaffa nach Jerusalem 100,000 Fr. auSgeworfen worden. Anzeigen. Für den folgende» Theil ist die Redaetio« nicht verantwortlich. S UM OH ^C l Cl Ci ta t l txfiw&c. \yt>. ^ec^ri&t&nde-. a. 2JTL " 13. Ar meine Meiler. schönes, gebildetes Mädchen, Anfangs 20er, stattliche Erscheinung mit 25 Mille Mitgift nebst Ausstattung, suche passende Parthie. Gefl. 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