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Der Israelit · 1893-09-04 · Heft 71 (4.9.1893) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 71 (4.9.1893)
Date
1893-09-04
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Hilferuf! Dürkheim a. d. Haardt, 15. August 1893. Aus Jaffa (Palästina), woselbst sich die nach dem heiligen Lande ausgewanderten vertriebenen russischen Glaubensbrüder zumeist angesammelt haben, geht uns folgender Notlischrei zu: Jaffa, 1. August 1893. Die plötzlich eingetretene Nothlage in unserem Hospital legen wir unseren mitfühlenden edlen Brüdern und Schwestern warm an’s Herz und bitten flehentlich um schleunige Hilfe. Seit Juni d. J. grassirt hier die Influenza und fordert leider viele Opfer. Der Andrang der Erkrankenden zu unserem Hospital ist ein erschreckend grosser. Wir sind nicht im Stande, uns einen Kredit zu verschaffen, um auch nur den vierten Theil der dringendsten Ausgaben bestreiten zu können. Wir müssen mit blutendem Herzen kranke Greise, Mütter, Familienernährer, arme Waisen etc. von unserer Thüre weisen, so tief uns auch der Anblick der kummergebeugten Gestalten, der ringenden Hände, der thronenden Augen in’s Herz schneidet. Unser Hospital ist unter den gewöhnlichen sanitären Verhältnissen selbst nicht im Stande, den an dasselbe gestellten Ansprüchen aus Mangel an Mitteln, genügen zu können, um wie viel weniger erst in der aussergewöhnlichen Nothlage, in der wir uns gegenwärtig befinden. Wir bitten um Rettung vieler Menschenleben aus der gefahrdrohenden Epidemie, um Rettung ferner vieler jüdischen Seelen von dem ihnen freundlich zuwinkenden und sie aufzunehmen jederzeit freudig bereiten Missions- Krankenhanse. Die Gefahr ist gross, und doppelt giebt, wer schnell giebt! Der Vorstand des Hospitals zu Jaffa: Ch. Schmerling, N. Cohen. M. Pines. B. Lapin. 8. Rokeach. J. Asseskowitsch. Ich habe Vorstehendem nichts weiter hinzuzufügen, als dass ich freudig bereit bin, Spenden für das hart bedrängte Hospital, sowie für die in schwerster Nothlage sich befindenden russischen Emigranten in Jaffa entgegenzunehmen und solche auch von den warm fühlenden jüdischen Herzen — D^orn ’jD O'OÖPn — iu reichem Masse erhoffe. Die Local-Comitö’s für die vertriebenen russischen Juden bitte ich höflichst und dringendst, mir gütigst einen Theil der von ihnen angesammelten Summen zur Linderung des Elends der nach dem heiligen Lande ausgewanderten russischen Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Dr. A. Salvendi, Bezirks-Rabbiner. Nur auf diesem Wege!! ansn naitD n:t?' ✓ *• T T T T : ■VWf Allen theueren Freunden, allen liebwerthen Bekannten D in der Nähe und Ferne wünseht aus Herzensgrund » < ) ID ein recht glückliches neues Jahr Dürkheim, y'nrn “jiSn 3": Familie Dr. Salvendi. Druck der Job. Wirth 'scheu Hofbuchdruckerei, Äctien-Gesellschaft, Mainz.

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