Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 65 (14.8.1893)
- Date
- 1893-08-14
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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1262 es möglichst vermieden werden muss, 2 Accente auf einander folgen zu lassen, es müsste dann der erste ein p’CDD sein, indem dadurch das erste Wort von dem folgenden getrennt ist. Eines der deutlichsten Beispiele dafür ist Exod, 20, 23 2H7 '’Htw HD2 'Avrr, wo das zweite der Regel von stat. constr. gemäss yibo ist, während das erste den Ton zurücktreten lässt, damit das auf rpD stehende nbipb nicht damit zusammentreffe. So führen wir noch an Gen. 1, 5 ib. 42, 60 flb noK’i, Lev. 5, 22 ns prm Deut. 27, 19 12 «2^1, Jos. 15, 16 i£ nn;i, Kön. II. 8, 14 im, Hos. 3. 3;b i2Vn- Es finden >. j ' j sich jedoch sehr viele Ausnahmen vor, und zwar am häufigsten, wo ein Konsonant am Ende des ersten und ein mr am Anfänge des zweiten Wortes steht, wie in dem eben angeführten Satze Kön. II. 8, 14 es vorher idk heisst. Ferner immer, wo ein tone vor ein söffe steht, wie Exod. 31, 14 H2 ntfWTto» Jes. 60, 20 iiy Kön. I. i j 18, ESP 'pH, Deut. 19, 11 tf'K iTJT-^i. Ferner bei einsilbigen Worten, die auf einander folgen, wie Exod. 12, 39 von KP p, Deut. 14, 24 KP '2 52in, Kön. I. 21, 16 ma: nc c und Y. 20 ’2 mp; pK, Lev. 5, 1 iy «ini. ebenso ib. V. 3 ik V? 2, Jes. 47, 1 ■’S’cin K^ '2, Gen. 30, 1 KP *2 Zuweilen finden wir auch, dass, um dieser Schwierigkeit zu entgehen, Worte durch einen p|po (Bindestrich) verbunden werden, damit sie dann des Accentes nicht bedürfen, wie Arnos 3, 12 lk- Das Wort Hs könnte allenfalls ja noch ein nno haben, dann würden aber, da pt auch h'ybo ist, 3 Tonzeichen unmittelbar auf einander folgen, und dies wäre zu störend in der Rede. Ebenso könnte Gen. 1, 12 fp ■HDTlttfiy mit -ran, tone, xoip, betont werden, aber dann würden die Tonzeichen von "s nvry oder von yy und n»ij/ dicht neben einander stehen. Exod 16, 4 i£v2 DV"i2"i, Lev. 10, 3 «in “DT*'w«,14) Deut. 4, 42 njrr^33, Micha 6. 7 pte^nj, ib. V. 15 rrr-ppn, Jes. 18, 7 14) Exod. 16, 23 steht derselbe Ausdruck, ohne dass nat “,2?N verbunden Sind; vielleicht, weil daselbst nur C Worte bis zum 'jflM sind, während es in Lev. 9 sind, und deshalb die Worte mehr zusammengedrängt werden müssen. Dan. 2, 30 K’rrpD'p, Neh. 2, 7 Wiewohl nun bei manchen dieser Beispiele aus dem früher angegebenen Grunde 2 Tonzeichen auf einander folgen dürften, so wird es in der heiligen Schrift doch oft vorgezogen, durch die Verbindung der Worte die Aufeinanderfolge der Tonzeichen zu vermeiden. 15. Während wir bisher die Wirkung des Tonzeichens auf das mit ihm versehene oder auf das vorhergehende Wort besprochen haben, erübrigt uns noch, seine Wirkung auf das folgende Wort anzuführen. Kimchi stellt im Michlol in dem mit den Worten nunw *w15) überschriebenen Kapitel folgende Regel auf: ^2 p»me“*nw p»mp*DBO p'vvv 12 ns-i ’"7ntd> *]’ddt rv'93 (oder pinne) „Ueberall, wo diese 6 Buchstaben auf n.iM folgen, werden sie schwach gelesen, ausser in den 4 Fällen, p’dbd, pTn, pme ’nx P’DD.“ Den ersten Ausnahmefäll, als nicht zu den Tonzeichen gehörig, berühren wir hier nicht. Der zweite Fall, p’DBC, bedeutet, dass, wenn das auf endigende Wort einen p'DDD hat, der darauf folgende Buchstabe von rVtoi» ein bot erhält, wie Num. 28, 2 mespn Tin';. Die anderen beiden Fälle jedoch wollen wir etwas näher beleuchten. Unter pm d. h. Einengung, versteht man die Verbindung zweier Worte durch einen p)po, von denen das erste auf nn£ oder Pud mit H endigt, wie Gen. 37, 26 j»3-ne, Jer. 2, 33 '2'vn-nv, Spr. Sal. 81, 2 ues^ns-nei T3“.ne, Sam. 1. 20, 4 iDNirno, Jes. 10, 3 wj/n-noi, Gen. 43, epD-nwci, Exod. 20, 24 und 25 Vr.»yn, Num. 15, 13 n22-.iL'y. Der Grund ist, da das erste Wort des Tonzeichens ermangelt, also mit dem nächstfolgenden gleichsam ein einziges bildet, in der Mitte aber mit dem nns der Dehnlaut des H nicht zur Geltung kommen kann,16) so wird das n als aussgestossen betrachtet, und, um nicht verloren zu gehen, durch das zun ersetzt. Diese Erklärung wird dadurch bestätigt, dass wir ein solches iwn auch bei andren, als den bekannten 6 Buchstaben finden, wie Exod. 4, 2. ntft Num. 24, 5' jQfcg-np Ps. 133, 1 aitt'no,Est- 4, 5 nrnö ^1 nrn» nyib- Luzatto in seinem 15. Briefe bemerkt dazu, dass, wenn die Buchstaben des ersten Wortes nur zum Stamm gehören, auf prn kein eun folgt, wie Gen. 33, 19 oerntsj, Exod. 37, 27 ti-ntry, Ez. 18, 16 -.no: 133. (Fortsetzung folgt.) 15) Seite 106 b. 16) Nur bei 2 Worten im Pentateuch finden wir das unausgesprochen in der Mitte des WortesTjjms und diese sind aus 2 Worten zusammengezogen. Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirrh'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschail in Mainz.